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Aug 28

Studie: Je mehr Bäume uns umgeben, desto geringer ist unser Stresslevel

Die Gestaltung von Stadtstraßen mit Bäumen reduziert die physiologischen Symptome von Stress beim Menschen. Je dichter die Baumdecke, desto geringer ist der Stress, besagt eine Studie.

Wir alle wissen, dass ein Spaziergang in der Natur dazu beitragen kann, das rasende Tempo des modernen Lebens zu verlangsamen und uns mehr ins hier und jetzt zurückzubringen. Eine aktuelle Studie sagt uns, wie viele Bäume notwendig sind, um uns beruhigen zu können.

Forscher brachten Menschen in Stresssituationen und zeigten ihnen dann 3-D-Videos von verschiedenen “Stadt”-Landschaften mit jeweils unterschiedlicher Baumbedeckungsdichte.

Je dichter die Baumbedeckung, desto geringer ist der Stressabbau der Probanden.

Die Forscher von der University of Illinois und der University of Hong Kong setzten 160 Teilnehmer verschiedenen Stressszenarien aus, darunter die Vorbereitung auf eine Rede oder einen Mathetest vor der Jury und den Kameras.

Nachdem die Teilnehmer völlig gestresst waren, sahen sie sich eines von 10 sechsminütigen Videos von Stadtstraßen an, die sich nur in der Höhe der Baumabdeckung änderten, die zwischen 0 und 70 Prozent lag.

Welches Bild lässt dich entspannter fühlen?

Was sie fanden, war, je höher die Dichte der Bäume, desto geringer der Stress, den die Probanden empfunden haben. Umgekehrt, je niedriger die Dichte der Bäume, desto weniger hilfreich war das Video, um dem Probanden zu helfen, sich von Stress zu erholen.

Während diese Studie, die in der Zeitschrift “Environment and Behavior veröffentlicht wurde, auf Selbstauskünften basierte, maß eine frühere Studie aus dem Jahr 2016, die im “International Journal of Environmental Research and Public Health” veröffentlicht wurde, reduzierte physiologische Stressmarker bei Probanden, die nur Naturbilder betrachten.

“Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es eine gute Idee ist, ein paar Aufnahmen von Grünflächen um Ihren Arbeitsplatz herum zu haben. Als die Teilnehmer die natürlichen Bilder im Experiment betrachteten, sank ihr Stressniveau dank der Aktivierung ihres parasympathischen Nervensystems – das bestimmte Ruhefunktionen steuert”, berichtet “Science Alert”.

Während das sympathische Nervensystem die Kampf- oder Fluchtreaktion – (erhöhte Herzfrequenz, Myokardkontraktilität und Schweißproduktion) – reguliert, verursacht das parasympathische System eine Verlangsamung des Herzens, eine erhöhte Herzfrequenzvariabilität, die Stimulation der Speicheldrüsen und andere Reaktionen, die Entspannung herbeiführen und helfen, Zeiträume mit hohem Stress zu kompensieren.

“Ein hohes Maß an parasympathischer Aktivität wurde mit zahlreichen Vorteilen in Verbindung gebracht, darunter adaptivere Emotionsregulationsstrategien und ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen”, schreiben die Forscher.

Und die Moral von der Geschichte? Verbringe so viel Zeit wie möglich in Gegenwart von Bäumen. Der Wald ist unser natürlicher Lebensraum.

Empfehlungen zum Thema: 

-> Die sanfte Medizin der Bäume: Gesund leben mit altem und neuem Wissen von Maximilian Moser und Erwin Thoma
-> Waldbaden – das kleine Übungshandbuch für den Wald

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