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Schweizer Ärzteausschuss stoppt Mammographie-Screenings aus diesem schockierenden Grund!

Das unabhängige Swiss Medical Board (SMB) – ein Schweizer Fachgremium zur Beurteilung medizinischer Leistungen – hat erst kürzlich einen neuen 83-seitigen Bericht zum Nutzen systematischer Mammographien veröffentlicht und stellt darin die Sinnhaftigkeit der Screening-Programme eindeutig infrage. Ja, das Gremium rät sogar definitiv von Mammographien in Form von Screening-Programmen ab.

Swiss Medical Board hat ein Expertengremium beauftragt, eine Überprüfung der Mammographie-Screenings vorzubereiten. Ihm gehörten ein Medizinethiker, ein klinischer Epidemiologe, ein klinischer Pharmakologe, ein onkologischer Chirurg, ein Rechtsanwalt und ein Gesundheitsökonom an.

Im „New England Journal of Medicine“ teilten zwei Mitglieder – Nikola Biller-Andorno, M.D., Ph.D., und Peter Jüni, M.D. – ihre Perspektive und sagten: „Als wir mit dem Projekt begannen, waren wir uns der Kontroversen bewusst, die das Mammographie-Screening in den letzten 10 bis 15 Jahren umgaben. Und als wir dann die verfügbaren Beweise erhielten und ihre Konsequenzen im Einzelnen betrachteten, wurden wir zunehmend besorgt.”

 

Die Schäden der Überdiagnose

Die Ärzte erklärten, wie schockiert sie waren, so wenig Beweise dafür finden zu können, dass die Vorteile von Mammographie-Screenings größer sind als die Schäden.

„Die relative Risikoreduktion von etwa 20 % bei der Brustkrebssterblichkeit, die derzeit von den meisten Expertengremien der Mammographie zugeschrieben wird, geht mit einer beträchtlichen diagnostischen Kaskade einher: wiederholte Mammographien, anschließende Biopsien und Überdiagnosen von Brustkrebsfällen, die niemals klinisch erkennbar geworden wären.“

Nach Angaben der kanadischen nationalen Brust-Screening-Studie, die über einen Zeitraum von 25 Jahren durchgeführt wurde, sind 21,9 % der im Screening erkannten Krebserkrankungen überdiagnostiziert.

Die Ärzte erklärten: „Das bedeutet, dass bei 106 der 484 gesunden Frauen in der Screening-Gruppe fälschlicherweise Brustkrebs diagnostiziert wurde und sie unnötig dagegen behandelt wurden, was zu unnötigen chirurgischen Eingriffen, Strahlentherapien, Chemotherapien oder einer Kombination dieser Therapien führte.“

Die Vorteile werden weitgehend überschätzt

Eine zusätzliche Überprüfung von 10 Studien mit mehr als 600.000 Frauen zeigte keine Hinweise darauf, dass das Mammographie-Screening eine Auswirkung auf die Gesamtsterblichkeit hatte. Das warf Fragen nach seinem Nutzen auf.

Eine Umfrage zur Wahrnehmung der Frauen ergab, dass 71,5 % der Frauen glaubten, die Mammographie senke das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, um mindestens 50 %.

72,1 % der Befragten glaubten, dass durch das Screening von je 1.000 Frauen mindestens 80 Todesfälle verhindert werden könnten.

Hier sind die tatsächlichen Zahlen: Die Mammographie bietet eine Risikoreduktion von 20 %, und gerade mal ein Todesfall pro 1.000 Frauen kann dadurch verhindert werden.

Der Schweizer Ärzterat war besorgt über den alarmierenden Unterschied in den Zahlen. Er fragte sich, wie Frauen eine fundierte Entscheidung treffen könnten, wenn sie die Vorteile der Mammographie so weit überschätzen. Sein Bericht wurde am 2. Februar 2014 veröffentlicht. Darin stellte er fest, dass es keine Anhaltspunkte dafür gab, dass das Mammographie-Screening die Gesamtsterblichkeit beeinflusste, und betonte den Schaden durch falsch-positive Tests sowie das Risiko einer Überdiagnose.

 

Schauen wir uns die Zahlen an. Für jeden verhinderten Brustkrebs-Todesfall bei Frauen in den USA, die sich ab dem 50. Lebensjahr jedes zweite Jahr einem Screening unterziehen, gilt:

  • 490 von 670 Frauen haben eine falsch-positive Mammographie mit Wiederholungstest
  • 70 von 100 Frauen haben eine unnötige Biopsie
  • 3 von 14 Frauen haben einen überdiagnostizierten Brustkrebs, der klinisch nie offensichtlich geworden wäre

Die letzte Empfehlung

Die Empfehlung des Swiss Medical Board war, dass keine neuen systematischen Mammographie-Screenings-Programme eingeführt werden und dass eine zeitliche Begrenzung auf bestehende Programme gesetzt wird.

Darüber hinaus erklärte es, dass die Qualität aller Formen des Mammographie-Screenings neu bewertet werden soll und Frauen klare Informationen über mögliche Vorteile, aber auch über die Risiken und Nebenwirkungen von Screenings erhalten sollen.

Denn Mammographien können durch die Bestrahlung des Brustgewebes sogar erst Krebs auslösen. Wird Gewebe nämlich sehr oft einer entsprechenden Bestrahlung ausgesetzt, kann es zu Mutationen und damit auch zu Krebs kommen. Bereits vorhandene, aber noch schlummernde Krebszellen könnten durch die Bestrahlung ferner aktiviert werden.

Bereits frühere Forschungen haben zwingende Beweise für einen Zusammenhang zwischen Mammographie und Brustkrebs erbracht. So wurde beispielsweise in einem in den „Archives of Internal Medicine“ des Amerikanischen Ärzteverbands veröffentlichten Bericht beschrieben, dass der Beginn des Mammographie-Screenings in Europa mit einem Anstieg der Brustkrebshäufigkeit in Verbindung gebracht wird. Eine im „Journal of the National Cancer Institute“ veröffentlichte Studie der Johns Hopkins University hat ergeben, dass die Strahleneinwirkung bei Mammographien bei Frauen mit einem genetisch erhöhten Brustkrebsrisiko, bösartige Tumoren auslösen könnte.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20146798 /

Die Empfehlungen des Swiss Medical Board sind nicht rechtsverbindlich. Zudem steht der Bericht nicht im Einklang mit der Meinung einer Reihe von Schweizer Krebsexperten und -Organisationen. Die Ärzte im Vorstand sagten dazu: „Eines der Hauptargumente dagegen war, dass er dem weltweiten Konsens führender Experten auf diesem Gebiet widersprach … Ein weiteres Argument war, dass der Bericht die Frauen beunruhige. Wir fragen uns aber, wie man es angesichts der verfügbaren und eindeutigen Beweise vermeiden soll, Frauen zu beunruhigen.“

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Quellen: Bericht Medical Board / real farmacy /www.medical-board.ch /www.ncbi.nlm.nih.gov /www.bmj.com

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Ricky Morueco Fernandez

Stress und Ernährung sind zwei wichtige Faktoren welche Krankheiten massgeblich beeinflussen. Durch eine gute präventive Massnahme können wir unseren Körper, den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Psyche gut unterstützen um möglichst lange gesund und vital zu bleiben.

Claudia
Claudia
9 Jahre vor

Da stimme ich Jolanda Röthlisberger zu. Das war bei mir auch so.

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