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Apr 29

Neuseeländische Schulen bringen den Schülern bei, wie sie Fleisch und Milchprodukte ersetzen können

Die neuseeländischen Schulsysteme raten Schülern, weniger Fleisch und Milchprodukte zu essen, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Der neue Lehrplan wurde laut Reuters ( Internationale Nachrichtenagentur ) im Januar eingeführt. Er nutzt die Forschung, um Sekundarschülern zu zeigen, wie sich der Klimawandel auf den Planeten auswirkt.

Außerdem wird den Schülern vermittelt, wie der Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten die globalen Temperaturen erhöhen kann. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO ist die Tierhaltung für 14,5 Prozent aller globalen Treibhausgasemissionen (GHGs) verantwortlich.

Nach Angaben des neuseeländischen Umweltministeriums sind die Brutto-Treibhausgasemissionen des Landes von 1990 bis 2018 um 24 Prozent gestiegen. Im Jahr 2018 emittierte Neuseeland 78,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent.

Das Ministerium gibt an, dass der Landwirtschaftssektor mit einem Anteil von 48 Prozent an den Gesamtemissionen einer der größten Verursacher der Treibhausgase des Landes war. An zweiter Stelle lag der Energiesektor, der 41 Prozent der Emissionen ausstieß.

Neuseelands Schulen werden den Schülern beibringen, wie sie Fleisch und Milchprodukte ersetzen können

Neuseeland bekämpft den Klimawandel

Das Land möchte, dass seine Sekundarschüler weniger Fleisch und Milchprodukte essen.

Die Tierzuchtindustrie ist eine der Hauptursachen der Klimakrise. Im September 2018 bezeichnete das UN-Umweltprogramm Fleisch als “das dringendste Problem der Welt”.

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern stimmte dem offenbar zu. Zu Beginn dieses Jahres hat sie umfassende Reformen zur Bekämpfung des Klimawandels eingeleitet. Dazu gehörten Pläne, das Land bis 2050 kohlenstoffneutral zu machen, sowie Emissionsziele für den Landwirtschaftssektor.

Um zur Bekämpfung der globalen Erwärmung beizutragen, ermutigen Neuseelands Sekundarschulsysteme die Schüler, fleischlose Tage einzuführen. Sie wollen, dass die Schüler mehr pflanzliche Lebensmittel konsumieren. Der neue Kurs weist auch auf Recycling, weniger Autofahren und den Kauf gebrauchter Produkte als zusätzliche Möglichkeiten zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen des Landes hin.

Eine kürzlich von der Universität Otago durchgeführte Studie ergab, dass eine bevölkerungsweite Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung die Treibhausgasemissionen Neuseelands um bis zu 42 Prozent reduzieren könnte.

Laut dem leitenden Forscher Jono Drew ist die Tierhaltung auch für die menschliche Gesundheit schädlich.

“Die internationale Forschung hat die Klima- und Gesundheitsvorteile hervorgehoben, die sich aus dem Verzehr einer Ernährung ergeben, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte ist”, sagte Drew gegenüber dem New Food Magazine.

Einige Politiker begrüßen die neuen Bildungsressourcen. Sie sagen, es sei wichtig, dass Kinder lernen, wie sich der Klimawandel auf sie auswirken wird, wenn sie erwachsen sind.

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