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Feb 11

Warum wir nicht nur aus Hunger essen und was du dagegen tun kannst

Ein Gastbeitrag von Antje Düwel:


Liebe, Hass, Zorn, Freude, Trauer, Enttäuschung, Angst und Ärger.

Emotionen, die wir rund um die Uhr erleben. Wer sich ehrlich beobachtet, stellt eines fest.

Uns treibt nicht nur Hunger zum Essen, sondern auch diese Gefühle.

Anstatt im Kühlschrank nach Ersatzbefriedigung zu suchen, sollten wir uns immer häufiger auf die Suche nach den verborgenen Gründen dafür machen. Das kommt unserer Gesundheit, unserer Figur und unserer Seele zugute.

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Mögliche Auslöser für gefühlsbetontes Essen

Vielleicht kennst du dieses Verlangen?

Nach einer unangenehmen Aufgabe oder einem anstrengenden Termin diese besondere Lust auf etwas Süßes.

Das gemeine an dieser Form des gefühlsbetonten Essens ist, dass die Mahlzeit, um sie als Belohnung zu empfinden, besonders zuckerreich sein muss. Nur so können die körpereigenen Glückshormone in maximaler Höhe ausgeschüttet werden. 

Nun könnten wir uns ja auch mit anderen Sachen, wie einem Spaziergang, einem guten Film oder Musik belohnen.

Es gibt nur zwei Probleme:

  1. Nichts ist so leicht verfügbar wie Essen und
  2. Zucker wirkt in der Kraft und Geschwindigkeit ähnlich wie Kokain

Wir geraten in einen Kreislauf, denn Zucker verlangt Zucker.

Klar, kannst du dich jetzt für die nächste Zucker-Challenge anmelden, aber…

dauerhaft helfen keine Reglementierungen, Verbote oder Ernährungspläne. Im Vordergrund stehen das Interesse an der eigenen Person und die Neugier nach den Gründen für ein derartiges Essverhalten.

Jedes Verbot endet irgendwann in einem Essanfall

– manchmal nach Stunden, Tagen und hin und wieder erst nach einigen Monaten.

Unsere Gefühle können nicht durch unsere Vernunft kontrolliert werden. Jedenfalls nicht auf Dauer.

Ohne Hunger zu essen oder einen starken Essdrang zu spüren, bedeuten nach der Buchautorin und Heilpraktikerin Maria Sanchez, dass wir momentan emotional unterversorgt sind. „Wir glauben, dass wir uns ein Bedürfnis in diesem Augenblick nicht erfüllen können.“ Einschränkende Glaubenssätze übernehmen dann das Steuer in uns.

„Wenn wir uns gezwungen fühlen, Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu tun, sind wir unbewusst das Opfer innerer Leitsätze.“ so Sanchez.

Diese Überzeugungen stammen aus unserer Vergangenheit und beeinflussen unser heutiges Handeln. Oft nehmen uns Glaubenssätze („weil/ dann“ oder  „wenn/dann“) die Luft zum Atmen.

Unangenehme Gefühle lösen sich nicht auf, wenn wir sie durch Regeln im Zaum halten. Sie wollen gefühlt und bearbeitet werden. Ignorieren wir dies, kommt es zu inneren Spannungen und wir knien vor der Süßigkeitenschublade oder bremsen am nächsten Imbiss.

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Was dauerhaft zum Erfolg führt

Kennst du den Schlüssel für wahre Gesundheit, Begeisterung und Leidenschaft?

Du bist es.

1) Erkenne dich selbst

und sei deine eigene wahre Liebe

Wenn du dich auf einer tieferen Ebene, körperlich und geistig, dem widmest, was du mit Essen versuchst zu überdecken, kannst du es auflösen.

Nicht  sofort, aber Schritt für Schritt in deinem Tempo und dauerhaft.

2) Übe dich in Meditation 

Übe dich in alltäglichen Situationen (Zähne putzen, Abwaschen) darin, im Hier und Jetzt zu sein. Meditative Rituale, wie Yoga am Morgen oder ein bewusster Waldspaziergang nach der Arbeit bringen dir geistige Klarheit.

Sie unterstützt dich bei der Reflektion deiner Handlungen und Entscheidungen. Gelingen dir immer mehr achtsame Momente im Tagesverlauf, wirst du im Fluss mit dem Leben sein, anstatt mit aller Macht gegen den Sturm zu kämpfen.

3) Verwirkliche deine Lebensziele

Lebe dein Leben und habe den Mut, deinen Weg zu gehen.

Klar, tun wir uns damit zeitweise schwer.

Um unser eigenes Ich zu leben, müssen wir erst einmal Antworten finden:

Wer wir sind? Wer möchten wir sein?

Durch unsere Erziehung, die Verbote, Verbiegungen und Versuche, aus uns ein angepasstes Mitglied der Gesellschaft zu machen, wissen viele von uns nicht mehr, wer sie wirklich sind und was ihre Bedürfnisse sind.

Unsere Träume, Sehnsüchte und Talente halten wir durch negative Glaubenssätze in einer kleinen Schatztruhe irgendwo in uns versteckt. Aus Angst und fehlendem Vertrauen verrottet sie dort.

Von Zeit zu Zeit keimt er auf: der Drang nach Selbstverwirklichung.

Dann befriedigen sich viele von uns unbewusst auch durch Essen.   

Es ist ein ständiger Kreislauf, der nur durch einen selbst unterbrochen werden kann.

Du bist der Schlüssel.

„Was immer du im Leben tust, sei du selbst, sei anders.“ James Brown

Ich wünsche dir von Herzen, dass du einfach anfängst.

Setz den ersten Schritt und …

sei begeistert von deinem Leben.

Deine Antje

Quelle: Sanchez, Maria: Sehnsucht und Hunger. Envela Verlag Hamburg, 2011

Autorenbeschreibung:

Antje-Düwel Antje Düwel ist begeisterte Autorin und Gesundheitstrainerin mit Leidenschaft. Auf ihrem Blog bekommst du kostenlos ihren Onlinekurs mit Ernährungstipps und roh veganen Rezepten
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