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Mai 25

Pflanzenpower pur – Warum immer mehr Hochleistungssportler sich vegan ernähren

Raw food
Foto: © brianholm / Fotolia.com
Der stärkste Mann Deutschlands 2011, Patrik Baboumian, tut es – die britische Marathonläuferin Fiona Oakes tut es – der kanadische Ausdauersportler und frühere Ironman-Triathlet Brendan Brazier tut es auch – ebenso wie der deutsche Bodybuilding-Weltmeister 2005, Alexander Dargatz. Sie alle vollbringen extreme, sportliche Höchstleistungen und haben dabei eines gemeinsam: Sie ernähren sich ausschließlich vegan. Und sie sind bei Weitem nicht die Einzigen. Immer mehr (Hochleistungs-)Sportler und Sportlerinnen wechseln – aufgrund der vielen Vorteile – zu einer veganen Ernährung.

Noch immer hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ohne tierisches Eiweiß kein Kraft- oder Ausdauersport möglich sei. Auf lange Sicht, so glauben viele, führe eine vegane Ernährung zu Mangelerscheinungen und gesundheitlichen Problemen. Ganz anders sieht das hingegen die weltweit größte Ernährungsgesellschaft, die American Dietetic Association (ADA). Und an vielen berühmten Athleten können wir sehen, dass selbst Höchstleistungssport mit Veganismus gut vereinbar ist.

So führt nicht nur der Leichtathlet-Weltrekordler Carl Lewis seine Erfolge auf eine vegane Ernährung zurück, auch der Ironman Triathlet Dave Scott gewann ganz ohne tierische Lebensmittel sechs Mal den begehrten Preis von Hawaii. Die Tennisspielerin Martina Navratilova lebt ebenso vegan wie Jutta Müller, die Weltcupsiegerin im Windsurfen. Auch der Bodybuilding Weltmeister Alexander Dargatz lebt seit dem Jahr 2000 als Veganer.

Der deutsche Bodybuilding-Weltmeister 2005 und Arzt Alexander Dargatz weiß: „Die Leute haben immer noch komische Vorstellungen, was gesundheitlich passiert, wenn man sich ganz ohne Fleisch, Milchprodukte und Eier ernährt.“ Er selbst ernährt sich seit knapp 15 Jahren vegan, wirbt öffentlich für eine rein pflanzliche Ernährungsweise. Probleme beim Sport habe er seit seiner Umstellung keine, im Gegenteil: „Ich habe […] einen starken Anstieg meiner Energie und Ausdauer verspürt. Anfangs bin ich etwas schwächer geworden, aber später habe ich Gewicht und Kraft wiedererlangt und außerdem sämtliche alten Bestleistungen übertroffen“, so Dargatz.

„Wir Menschen haben kein Recht, Tiere zu benutzen, zu gebrauchen und auszubeuten“, sagt der Umweltschützer. Doch auch seiner Gesundheit zuliebe verzichtet Alexander Dargatz auf Fleisch, Eier und Milchprodukte. Viele Leistungssportler fühlen sich durch die Umstellung auf vegane Ernährung fitter und weniger müde, da der Darm weniger stark belastet wird. Das gilt auch für den Bodybuilder, dem die Umstellung auf vegane Kost überhaupt nicht schwer fiel.

 

Auch die ehrenamtliche Schirmherrin der Vegan Society Großbritannien, Fiona Oakes, sieht sich als vegane Marathonläuferin immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert: „Viele Menschen haben ein völlig falsches Bild von Veganern. Sie glauben, dass wir schwach und gebrechlich sind.“ Und weiter: „Ich bin 100-prozentig überzeugt davon, dass meine Ernährung mir all das gibt, was mein Körper braucht, um gute Leistungen ablegen zu können. Bis jetzt ist das immer so gewesen und ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr vegan.“

Bereits über 26 Marathons ist sie gelaufen, unter anderem den Marathon des Sables, ein anspruchsvoller Etappen-Ultramarathon, der über 230 Kilometer durch die Sahara-Wüste führt und bekannt dafür ist, „dass er erwachsene Männer zum Weinen bringt,“ so Oakes. Damit war sie die erste vegane Frau, die jemals an diesem Marathon teilgenommen hat und gehört zudem zu den wenigen Frauen, die diese Strecke bisher überhaupt geschafft haben.

 

Strongman Patrik Baboumian ist seit 2005 Vegetarier, seit 2011 ernährt er sich rein pflanzlich. Über seine Entscheidung sich vegan zu ernähren, sagt Baboumian in einem Interview: „Ich möchte durch mein Verhalten kein Tierleid verursachen. Durch die vegane Ernährung komme ich diesem Ziel schon einmal ein ganzes Stück näher. Außerdem muss ich feststellen, dass sich eine vegane Ernährung auch bestens mit meinen sportlichen Zielen „verträgt“.“

Der von vielen Kritikern beschworene Kraftverlust nach seiner Ernährungsumstellung blieb aus. Noch im selben Jahr errang Baboumian den Titel „Stärkster Mann Deutschlands“. Im Jahr 2012 stellte er zwei weitere Weltrekorde auf. Dieses Jahr will er seine drei Weltrekorde an einem Tag brechen, wie er kürzlich verriet. Seinen enormen Proteinbedarf deckt das 170-Kilo schwere Kraftpaket hauptsächlich mit Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen, Produkten aus Soja, wie Tofu oder Sojamilch, und leckerengrünen Smoothies.

 

Für den Kanadier Brendan Brazier sind sportliche Höchstleistungen und eine rein pflanzliche Ernährung ebenfalls kein Widerspruch. Gegenüber Spiegel Online erklärt der ehemalige Ironman-Triathlet, der bereits seit über 20 Jahren vegan lebt: „Es gibt viele gute Gründe für eine vegane Ernährung, auch und besonders für Sportler. Entscheidend ist: Um pflanzliche Nahrung zu verdauen, braucht man nicht so viel Energie aufwenden. Dadurch steht dem Körper mehr Energie zur Verfügung.“

„Fleisch, Fisch, Milchprodukte fördern Entzündungen. Und die sind das Letzte, was Sportler gebrauchen können. Je weniger der Körper mit Entzündungen zu kämpfen hat, desto leichter ist es für den Körper, die Muskeln zu kontrahieren. Man ist in der Lage, härter zu trainieren.“ Mittlerweile hat Brazier drei Bücher über vegane Ernährung geschrieben. Mit seinen Ernährungstipps haben sich schon Hollywoodstars wie Hugh Jackman körperlich auf Vordermann gebracht.

Veganer Rohköstler Alexey Voevoda ist Olympia-Teilnehmer im Bob-Fahren und zugleich dreifacher Weltmeister im Armdrücken. Der bisher einzige russische Olympia-Medallien-Gewinner (Bronze und Silber) im Bob-Fahren (Weltmeister 2011) ist auch einer von 40 offiziellen “Botschaftern” der olympischen Spiele in Russland, die die Aufgabe haben, Ziele der olympischen Spiele und gesunden Lebensstill in Russland zu propagieren. “

Sportlerinnen und Sportler, die bekanntlich den höchsten Nährstoffbedarf von allen Menschen haben, sind der beste Beweis dafür, dass eine gut geplante und ausgewogene vegane Ernährung unsere Körper zur Genüge mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Wie man als Veganer oder Veganerin seinen Nährstoffbedarf bestmöglich deckt und auf welche pflanzlichen Eiweißquellen vegane Sportler und Sportlerinnen zurückgreifen sollten, können Sie auf unserer Webseite nachlesen. Dort finden Sie auch eine Auswahl an leckeren, gesunden und rein pflanzlichen Rezeptideen.

 

 

Weltklasse-Bodybuilder mit veganer Rohkost

 

Bodybuilding und Rohkost: kein Fleisch, kein Weizen, keine Molke, keine künstlichen Steroide und Hormone!

Wusstest du, dass Pflanzen natürliche Steroide und Hormone enthalten? Die größten Tiere dieser Welt – Elefanten, Nashörner, Pferde, Gorillas – essen ausschließlich Pflanzen! Ganz offensichtlich können Proteine und Muskeln aus Pflanzen erzeugt und aufgebaut werden.

 

WADE LIGHTHEART
Wade ist Rohkost-Veganer und gleichzeitig Weltklasse-Bodybuilder! Er ist der lebende Beweis, dass man kein Fleisch braucht, um starke Muskeln aufzubauen. Wade ist der lebende Beweis dafür, dass man kein Fleisch essen muss, um ein „richtiger Mann“ zu sein. Reinigung findest du in meinem Buch: „Heile dich selbst“.                  

Und wenn ein Weltklasse-Bodybuilder nicht Beweis genug dafür ist, dann weiß ich auch nicht weiter…

Hier ist noch ein Beispiel eines Bodybuilders, der sich von veganer Rohkost ernährt:

NICK STERN
Nick war ein kleiner und dünner Schuljunge und hat sich in den 70ern zum Weltklasse-Bodybuilder entwickelt. Die meiste Zeit seines Lebens war Nick Rohkost-Veganer, mit Ausnahme der Zeit, in denen er Fleisch und Milchprodukte zu sich genommen hat, um deren Auswirkungen zu testen. Seine persönlichen Erfahrungen haben ihm gezeigt, dass eine rohköstlich-vegane Ernährungsweise mit nichts zu vergleichen ist.

NATURE LOVE
Sein Name ist Programm. Nature Love (ja, das ist tatsächlich sein richtiger Name) arbeitet in einem Bio-Supermarkt in Newark (US-Bundesstaat Delaware) und hat sich dafür entschieden, so natürlich und einfach wie möglich zu leben. Er besitzt kein Handy, hat keinen Computer und würde niemals in ein Flugzeug steigen. Nature Love arbeitet an drei Tagen die Woche und ernährt sich nur von rohen Früchten, grünen Blättern, Gemüse und Samen. Er isst kein Fleisch, keine Milchprodukte und keine gekochte Nahrung. Obwohl er über viel Muskelmasse verfügt, isst er nur halb so viel von der Menge, die als normal angesehen wird.

Sich von alten Mythen lösen

Für diejenigen, die bisher gedacht haben, dass Rohköstler klapperdürr sind: Danny, Wade, Nick und Nature sind der lebendige Beweis, dass vegane Rohköstler Muskelpakete sein können. Wenn du erstmal die dürre Phase in deinem Leben hinter dich gelassen hast, ist alles möglich, was du dir jemals erträumt hast.

Und noch etwas: Diese Jungs gehen nur zwei- oder dreimal pro Woche ins Fitness-Center und trainieren dann noch nicht mal eine Stunde! Außerdem essen sie nur halb so viel wie normale Bodybuilder.

KEIN FLEISCH. KEINE MILCH. KEIN SOYA. KEINE MOLKE

Eine rohköstlich-vegane Lebensweise ist der beste Weg, um jung zu bleiben, Krankheiten vorzubeugen und viel Energie zu haben.
Die Vorteile einer fleischlosen Ernährung in Kombination mit Bodybuilding sind somit nicht nur ein gutes Aussehen, beeindruckende (große) Muskeln, mehr Energie und dauerhafte Gesundheit, sondern auch bessere Partnerschaften und ein erfülltes Leben. Denn dies ist die Lebensweise, für die uns die Natur bestimmt hat. Es ist absolut erstaunlich, wie gut wir uns fühlen, wenn wir auf diese Weise leben!


 

Quellen: 
 http://www.animalequality.de/neuigkeiten/2015-04-08-pflanzenpower-pur-warum-sich-immer-mehr-hochleistungssportler-vegan-ernaehren / http://galaxiengesundheitsrat.de/forum/topics/weltklassebodybuilder-mit (1) Vegan.at „Alex Dargatz – Veganer Bodybuilder“: http://bit.ly/1sTO4Np (Stand: 2010); (2) Viva La Vegan “Interview with Fiona Oakes – Vegan marathon Runner”: http://bit.ly/1rqLQVC (Stand: 2012); (3) Vegan Werden “Die vegane Marathonläuferin Fiona Oakes hat beim UVU Nordpol-Marathon gesiegt als schnellste weibliche Teilnehmerin”: http://bit.ly/1t38XWE (Stand: 2013); (4) Medical Sports Network “Strongman – Interview mit Patrik Baboumian”: http://bit.ly/1seIqrP (Stand: 2014); (5) Die WELT „Hier brüllt der stärkste Veganer der Welt“: http://bit.ly/1GKSkHD (Stand: 2015); (6) Spiegel Online „Ironman über vegane Ernährung: „Ich wollte das Beste aus mir herausholen““: http://bit.ly/1ckmTVS (Stand: 2013)
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