Dieses natürliche Mittel lässt deine Zahnschmerzen in wenigen Sekunden verschwinden
Zahnschmerzen hat bestimmt fast jeder Mensch irgendwann in seinem Leben. Man wünscht sich nichts sehnlicher, als dass dieser Zustand sich endlich ändert. Jedoch treten die Schmerzen meist zu Zeiten auf, in denen der Zahnarzt des Vertrauens keine Sprechstunde hat oder es ist gerade Wochenende oder ein Feiertag. In diesem Fall kann die Wartezeit bis zur Behandlung unerträglich lang sein.

Wer das kennt, weiß, wie zermürbend so eine Nacht sein kann. Der Schmerz pocht im Takt des Herzschlags, an Schlaf ist nicht zu denken, und die Apotheke hat zu. Ausgerechnet jetzt. Jeder Schaden an der Wurzel eines Zahns kann diese kaum auszuhaltenden Schmerzen auslösen, und die Liste der möglichen Ursachen ist länger, als man denkt.
Dahinter stecken oft eine Zahnfleischentzündung, hartnäckige Plaque oder Karies. Manchmal sind es Probleme mit dem Kiefergelenk, eine schlecht sitzende oder undichte Krone, ein abgebrochener Zahn oder gar Zahnverlust. Und in manchen Fällen spielt sogar eine obstruktive Schlafapnoe mit hinein, also nächtliche Atemaussetzer, die wir mit Zähneknirschen beantworten. So unterschiedlich die Auslöser, so gleich das Ergebnis: ein Schmerz, der das ganze Leben lahmlegt. Essen, Sprechen, Schlafen, alles wird zur Qual.
Aber man muss dem nicht hilflos ausgeliefert sein. Es gibt einen Weg, die Zahnschmerzen erst einmal selbst und auf natürlichem Weg zu lindern. Diese Erste Hilfe ersetzt den Zahnarzt nicht, das ist uns wichtig, denn Zahnschmerzen können vielerlei Ursachen haben und unbehandelt zu Folgeerkrankungen führen. Was hier hilft, ist das Überbrücken. Den unerträglichen Schmerz so weit beruhigen, dass du es bis zum nächsten Termin aushältst.
Dieses natürliche Hausmittel hilft dir in der Not
Du brauchst dafür nur zwei Zutaten, die viele von uns ohnehin in der Küche haben: einen halben Teelöffel Kokosöl und einen halben Teelöffel Nelkenpulver. Mehr nicht.
Die Anwendung ist in zwei Minuten erklärt:
1) Vermische das Kokosöl und das Nelkenpulver zu einer geschmeidigen Paste und gib sie in eine kleine Schale.
2) Trage die Paste mit einer Pipette, einem Wattestäbchen oder einem feinen Pinsel gezielt auf die schmerzende Stelle am Zahn auf.
3) Wiederhole das Ganze etwa dreimal am Tag, um die Wirkung wachzuhalten.
Warum gerade diese zwei Zutaten so gut zusammenspielen
Die Gewürznelke kann in Sachen Gesundheit so viel mehr, als nur den Weihnachtspunsch zu würzen. In ihr stecken Bitterstoffe und vor allem das ätherische Öl Eugenol, das örtlich betäubend, beruhigend und antibakteriell wirkt. Das ist keine bloße Küchenüberlieferung. Eine Studie von Alqareer und Kollegen aus dem Journal of Dentistry verglich ein selbst angerührtes Nelken-Gel mit dem zahnärztlichen Betäubungsmittel Benzocain. Das Ergebnis war erstaunlich: Beide senkten den Schmerz deutlich, und das pflanzliche Nelken-Gel stand dem chemischen Mittel kaum nach. (Eugenol wird in der Zahnheilkunde übrigens bis heute verwendet, früher sogar in Füllungen gemischt.)
Das Kokosöl ist der zweite stille Helfer. Es wirkt entzündungshemmend, antimikrobiell und geht aktiv gegen die Karies-Bakterien vor. Was hier passiert, ist im Grunde Folgendes: Aus der enthaltenen Laurinsäure entsteht ein Stoff namens Monolaurin, der die Hüllen bestimmter Bakterien regelrecht aufbricht. Eine 2016 veröffentlichte Untersuchung verglich Kokosöl mit dem zahnmedizinischen Standard Chlorhexidin und fand, dass das Öl den wichtigsten Karieskeim Streptococcus mutans ähnlich gut zurückdrängt. Genau die Bakterien also, die unsere Zahnprobleme oft erst verursachen. Was die Klosterheilkunde und das Ayurveda seit Langem nutzen, holt die Forschung gerade Stück für Stück nach.
Wie ergiebig diese Pflege ist, zeigt sich auch beim Ölziehen, jener uralten Mundspülung mit Kokosöl. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag, warum tägliches Ölziehen mit Kokosöl so gesund ist.
Zwei einfache Alternativen, falls kein Pulver da ist
Hast du gerade kein Nelkenpulver zur Hand, kannst du auch direkt auf eine ganze, getrocknete Gewürznelke beißen. Durch das Kauen wird der Schmerz betäubt und es lösen sich entzündungshemmende Stoffe heraus.
Noch direkter wirkt reines Nelkenöl. Es ist hochkonzentriert an Eugenol, jenem Stoff, der in der erwähnten Studie fast so stark betäubte wie das zahnärztliche Mittel. Gib einfach einen Tropfen auf ein Wattestäbchen und tupfe ihn vorsichtig auf den schmerzenden Zahn und das umliegende Zahnfleisch. Weil das Öl so kräftig ist, reicht wirklich ein Tropfen. (Pur auf der Zunge schmeckt es ziemlich intensiv, ein bisschen Geduld lohnt sich also.) Wer empfindlich ist, kann den Tropfen vorher mit etwas Kokosöl verdünnen, dann ist er sanfter zur Schleimhaut. Bei Kindern und in der Schwangerschaft solltest du auf Nelkenöl lieber verzichten und im Zweifel kurz in der Apotheke nachfragen.
Und es gibt noch ein zweites Mittel, das fast jeder zu Hause hat. Eine Salzspülung mit Himalayasalz. Das Salz lindert den Schmerz, wirkt gegen Bakterien und mineralisiert die Zähne sogar ein wenig mit. Einfach eine Messerspitze in lauwarmem Wasser auflösen und gründlich spülen. Eine schöne Vertiefung zur Zahngesundheit findest du auch in unserem Beitrag über weiße und gesunde Zähne bis ins hohe Alter nach einem Rezept der tibetanischen Mönche.
Eines sollten wir dabei nie vergessen. So wohltuend diese Hausmittel im Akutfall sind, sie lindern das Symptom, nicht die Ursache. Eine Salzspülung heilt keine tiefe Karies, und Nelkenöl repariert keine undichte Krone. Bleibt der Schmerz, kehrt er wieder oder kommt Fieber oder eine Schwellung hinzu, gehört ein guter Zahnarzt unbedingt an deine Seite. Dieses Mittel hat schon vielen Menschen über eine schlimme Nacht geholfen. Schaden tut es nicht, und man verliert dabei nichts außer den Zahnschmerzen. Damit du im Fall der Fälle vorbereitet bist, lohnt es sich, die zwei Zutaten einfach vorrätig zu halten.
Empfehlungen zum Thema:
Wenn du für den Notfall gewappnet sein möchtest, hier die besten Begleiter zu diesem Thema:
1) Nelkenpulver, gemahlen und bio*, der schmerzstillende Kern dieses Hausmittels, reich an Eugenol.
2) Bio Kokosöl, nativ und kaltgepresst*, die antibakterielle Basis der Paste, zugleich ideal fürs tägliche Ölziehen.
3) Himalayasalz, fein und naturbelassen*, für die schnelle Salzspülung, die Bakterien mindert und die Zähne mineralisiert.
4) Nelkenöl, ätherisch und naturrein*, hochkonzentriert an Eugenol, pur aufgetupft wirkt es im Akutfall oft besonders schnell.
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