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11 duftende Pflanzen, die lästige Mücken wirksam vertreiben

Elf Pflanzen, ein Duft, den Stechmücken nicht ertragen: Manche davon schrecken bis zu zehnmal stärker ab als die chemische Keule DEET, und sie riechen für uns auch noch herrlich.

Die Sonne steht hoch, die Abende werden lang, und mit der Wärme kommt sie zurück: die gemeine Stechmücke. Schon dieses feine Surren am Ohr reicht, und der ganze Grillabend kippt. Aber es gibt einen Ausweg, und er wächst auf dem Balkon. Bestimmte Pflanzen verströmen ätherische Öle, die Mücken auf den Tod nicht ausstehen können. Was die Blutsauger vertreibt, duftet für uns nach Sommer, Küche und Erholung.

Das Schöne daran: Du sparst dir die Chemie auf der Haut, die meisten dieser Pflanzen kannst du gleich noch zum Kochen, Würzen und Heilen verwenden, und du genießt eine viel entspanntere Zeit im Freien, ohne ständig nach der nächsten Mücke zu schlagen. Wie tief ätherische Öle wirken, haben wir in unserem Beitrag über die Duftmedizin und ihre Wirkung auf den Körper beschrieben.

Diese elf Pflanzen tragen genau jene Aromen in ihren Blättern, die Mücken einen großen Bogen machen lassen um den Ort, an dem sie wachsen. Stellen wir sie der Reihe nach vor.

1) Citronella, das westindische Zitronengras

Citronella kennen die meisten von uns eher als Aufdruck auf einer Insektenkerze denn als Küchenzutat. Dabei ist Citronella nichts anderes als westindisches Zitronengras, auch Lemongras oder Sereh genannt, botanisch Cymbopogon citratus. Ein und dieselbe Pflanze.

Und während gekaufte Citronella-Kerzen oft randvoll mit synthetischen Zusätzen stecken, kannst du die Pflanze einfach selbst ziehen. Der mückenabweisende Duft sitzt direkt im Blatt. Zerreibe ein Stück davon und reibe es auf die Haut, das Aroma ist angenehm frisch und hält die Plagegeister auf natürliche Weise fern. Nicht ganz so stark wie ein abgefülltes Mittel, aber ohne hohen Preis und ohne fragwürdige Chemie. Und wenn es im eigenen Topf wächst, hast du es immer griffbereit.

Dieses mehrjährige Gras wird bis zu 1,5 bis 1,80 Meter hoch und gedeiht im Beet wie im großen Kübel. Am wohlsten fühlt es sich in voller Sonne und auf gut durchlässigem Boden. Wer in einer eher trockenen Gegend lebt, kann beruhigt zugreifen, denn Citronella verträgt sommerlichen Hitzestress erstaunlich gut.

2) Zitronenmelisse

Die Blätter der Zitronenmelisse duften nach Zitrone mit einem Hauch Minze. Kein Wunder, denn botanisch gehört sie zur Familie der Lippenblütler, eng verwandt mit der Minze. Sie kann weit mehr als Mücken vertreiben: Sie gilt als altbewährte Heilpflanze und lockt zugleich wichtige Bestäuber wie Schmetterlinge und Bienen an.

Für ein schnelles Schutzmittel reicht eine Handvoll Blätter, in der Hand zerrieben und auf die Haut getupft. Wächst die Melisse auf der Fensterbank oder im Beet, hast du im Ernstfall sofort Nachschub. Ein Wort der Warnung: Sie gilt als ausgesprochen wuchsfreudig und breitet sich im Garten rasend schnell aus.

Damit sie dir nicht das halbe Beet überwuchert, pflanzt du sie am besten in einen Topf statt direkt in die Erde. Dürreresistent und schnell wachsend ist sie ohnehin, viel falsch machen kannst du also nicht.

3) Katzenminze

Nicht nur deine Samtpfoten sind dankbar für Katzenminze, sie zählt zu den stärksten natürlichen Mückenschrecken überhaupt. Verantwortlich ist ihr Wirkstoff Nepetalacton, der Insekten vertreibt und Katzen zugleich magisch anzieht. Tatsächlich haben Studien, die auf der 222. Tagung der American Chemical Society vorgestellt wurden, gezeigt, dass Katzenminze rund zehnmal wirksamer gegen Mücken wirkt als Diethyltoluamid, besser bekannt als DEET, der gängige chemische Wirkstoff in vielen Sprays.

Wer keine Katzen mag, greift natürlich zu einer der anderen Pflanzen. Andernfalls setzt du sie an eine Stelle, wo die Vierbeiner sich austoben dürfen, ohne die Nachbarpflanzen zu zertrampeln. Manche Katzen lieben das Kraut so sehr, dass sie sich darin wälzen und es bis zur letzten Faser zerkauen.

Anbauen lässt sie sich kinderleicht. Sie hält Mücken in unmittelbarer Nähe fern, und für den vollen Effekt zerdrücken viele die Blätter zusätzlich, bevor sie sich nach draußen setzen.


4) Ringelblume

Ringelblumen enthalten Pyrethrum, einen Stoff, der in zahlreichen Insektenschutzmitteln steckt. Eine Studie nach der sogenannten Screened-Cage-Methode verglich die abweisende Wirkung von Ringelblumen-Öl mit DEET und stellte fest, dass das ätherische Öl der Ringelblume sogar länger gegen Mücken anhält.

Setze die leuchtend orangen Blüten in die Nähe der Eingangstür und unter die offenen Fenster. So hältst du die Insekten schon davon ab, überhaupt ins Haus zu schlüpfen. Und schön anzusehen sind sie obendrein.

5) Basilikum

Basilikum ist ein kleiner Held unter den Mückenschrecken, denn es muss dafür nicht einmal berührt werden. Sein kräftiger Duft wirkt ganz von allein, ohne dass du ein einziges Blatt zerdrücken musst. Ein 2011 im Fachjournal Malaria Journal veröffentlichter Test bescheinigte ätherischen Ölen aus Basilikum einen besonders hohen Schutz vor Mückenstichen.

Weil Basilikum in unzähligen Gerichten landet, gibt es ohnehin gute Gründe, ein paar Töpfe vor die Tür zu stellen. Da es sein Aroma von selbst abgibt, genügt es, die Pflanzen in Hinterhof oder Garten zu verteilen. Willst du die Mücken direkt von der Haut fernhalten, reibst du eine Handvoll Blätter auf die gefährdeten Stellen.

6) Lavendel

Die meisten von uns lieben den Duft von Lavendel, doch kaum jemand weiß, dass dieser betörende Geruch für Mücken schlicht unerträglich ist. Lavendel sieht also nicht nur traumhaft aus und wirkt beruhigend, er rettet auch das Abendessen im Freien. Am besten pflanzt du ihn direkt ins Beet oder in Töpfe nahe Türen, Fenstern und Sitzplätzen.

Für noch mehr Schutz reibst du die Blüten kurz zwischen den Fingern, damit sich die Öle lösen. Was Lavendel sonst noch alles kann, zeigen wir dir in unserem Beitrag über die selbstgemachte Lavendel-Limonade gegen Kopfschmerzen und Ängste.

7) Pfefferminze

Pfefferminze sorgt für weit mehr als frischen Atem. Ihre Blätter gelten als anerkanntes pflanzliches Heilmittel, 2004 wurde sie sogar zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Ihr therapeutisches Spektrum ist enorm, und die wertvollsten Wirkstoffe stecken im ätherischen Öl.

Genau dieses Öl macht sie auch zum natürlichen Mückenschutz. Forschungsergebnisse im Malaria Journal zeigten, warum sie so zuverlässig abwehrt: Auf die offene Haut aufgetragen, hält sie die Stechmücken erstaunlich gut fern. Und sie wirkt sogar gegen die Larven. Sobald die Mücken zudringlich werden, zerreibst du ein paar Blätter und setzt den abwehrenden Duft frei. Mehr über die geballte Kraft dieser Pflanze findest du in unserem Beitrag dazu, dass Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen so gut wirkt wie Paracetamol.

8) Knoblauch

Knoblauch zu essen bringt gegen Mücken übrigens wenig, so hartnäckig sich das Gerücht auch hält. Der eigentliche Trick steckt im Anbau der Pflanze selbst. Knoblauch im Beet hält die lästigen Insekten fern, und ganz nebenbei sicherst du dir deinen eigenen Vorrat an dieser kostbaren Heilknolle Studien zeigen: Knoblauch hilft gegen 14 Arten von Krebs und 13 Arten von Infektionen. Setze einfach ein paar Knoblauchpflanzen zwischen dein Gemüse oder ins Blumenbeet, fertig.

9) Polei-Minze, auch Polei oder Flohkraut genannt

Die Polei-Minze ist ein weiterer berühmter Mückenschreck, besonders wirksam gegen aggressive Stechmücken. Pflanze das Kraut rund ums Haus, und die Mücken verlieren die Lust, sich im Garten einzunisten. Eine Vase mit frischer Polei-Minze im Zimmer vertreibt zusätzlich alles, was schon hereingeflogen ist, und hält Nachzügler fern.

Steckst du dir die zerquetschten Stiele in die Tasche, bist du auch in den heiklen Dämmerstunden gut geschützt, wenn die Blutsauger am angriffslustigsten sind. Wie der Name verrät, gehört die Polei-Minze zur Gattung der Minzen aus der Familie der Lippenblütler. Sie wächst und vermehrt sich rasant, also setzt du sie besser in einen Topf oder grenzt sie ein. Drinnen wie draußen fühlt sie sich wohl, ein paar Gefäße in der Wohnung genügen ihr völlig.

10) Rosmarin

Dieser duftende Halbstrauch landet meist in der Küche, taugt aber ebenso glänzend als Mückenschutz. Du kannst ihn drinnen wie draußen halten, Hauptsache, er steht sonnig. Zur Abwehr wirken sowohl die wachsende Pflanze als auch ihre abgeschnittenen Zweige.

Besonders praktisch ist Rosmarin am Lagerfeuer oder Grill. Wirf ein paar Zweige in die Glut, und es entsteht ein wunderbar würziger Rauch, der für Mücken (und viele andere Insekten) so unangenehm ist, dass sie das Weite suchen, solange du in der Nähe des Rauches sitzt. Dass dieselbe Pflanze noch ganz andere Talente hat, liest du in unserem Beitrag darüber, wie der Duft von Rosmarin die Gedächtnisleistung steigern kann.

11) Geranie

Die Geranie ist eine der beliebtesten mückenabweisenden Pflanzen und wird von unzähligen Gärtnern empfohlen. Am wirksamsten ist die nach Zitrone duftende Sorte, die sogenannte Duftgeranie, weil ihr Aroma dem der Citronella ähnelt. Und die, wie wir oben gesehen haben, zu den allerbesten Mückenschrecken zählt.

Dazu kommt der hübsche Nebeneffekt: Geranien tragen wunderschöne Blüten und schmücken Balkon und Fenster ganz nebenbei. Sie mögen es warm, sonnig und eher trocken, lassen sich mit etwas regelmäßigem Rückschnitt aber auch in kühleren Lagen in Kästen und Töpfen ziehen.

Mit diesen Pflanzen rund ums Haus kannst du den nervigen Mücken viel gelassener entgegensehen. Du genießt die heilsamen, herrlich duftenden Aromen und konzentrierst dich auf das, was im Sommer wirklich zählt: die warmen Abende draußen, ohne dich ständig kratzen zu müssen. Wenn dir diese Tipps gefallen, teile sie gern mit deinen Freunden, damit auch ihr Garten zur mückenfreien Zone wird.


Empfehlungen zum Thema:

Wenn du tiefer in den natürlichen Mückenschutz einsteigen möchtest, hier die besten Begleiter zu diesem Thema:
1) Buch über mückenabweisende Pflanzen*, das dir zeigt, welche Pflanzen die Plagegeister zuverlässig fernhalten.
2) Bio-Lavendel-Samen*, die mit ihrem Duft auf Balkon und Terrasse für Ruhe vor Mücken sorgen.
3) Naturreines Citronella-Öl*, das als natürlicher Sommerduft die lästigen Mücken vom Leib hält.

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