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Jun 09

Thailand beginnt damit, Millionen von Bäume durch „Samenbomben“ zu pflanzen

 

taih

Als Resultat der globalen Abholzung verbleiben lediglich 6,2 Millionen Quadratkilometer der ursprünglich 16 Millionen Quadratkilometer Wald, welche einst die Erde bedeckten. Neben der Tatsache, dass sie die Existenz von Millionen von Menschen gefährdet, bedroht sie ebenfalls eine breite Anzahl von Baum-Spezies, einschließlich des Paranussbaums sowie den Kakaobaum und die Acaipalme; sie bedroht Tier-Spezies, einschließlich der stark gefährdeten Affen in den abgelegenen Wäldern des Zentralen Hochlands in Vietnam; dazu kommt noch, dass sie den Klimawandel antreibt, anstatt ihn einzudämmen (15% alle Treibhausgas-Emissionen sind ein Resultat der globalen Abholzung).

Während der globale Baumwuchs von der industriellen Landwirtschaft, Rinderzucht, illegaler Abholzung und Infrastrukturprojekten unverfroren zerstört wird, hat Thailand einen einzigartigen Weg gefunden, dass entwaldete Gebiet wiederherzustellen: eine Anbaumethode namens „seed bombs“ (=Samenbomben) gepaart mit „aerial reforestation“ (=Luft-Wiederaufforstung) werden benutzt.

Bei der Anbaumethode werden Bäume und andere Pflanzen gepflanzt, indem sie von einem Flugzeug oder einer Drohne abgeworfen werden.

Die Idee der Samenbomben entsprang aus der antiken japanischen Praxis des „tsuchi dango“ oder „Erd-Knödels“. Im 20. Jahrhundert popularisierte Masanobu Fukuoka, ein Advokat des „Do Nothing Farming“ die Idee. Die frühesten Aufzeichnungen des Samenbombens geht bis nach 1930 zurück, als Flugzeuge benutzt wurden, um bestimmte Areale in Honolulu wiederaufzuforsten.

Doch die Idee die Anbaumethode auf einem industriellen Level zu benutzen, um weitflächige Areale mit Bäumen wiederaufzuforsten, bekam die ihr gebührende Aufmerksamkeit erst im Jahr 1999, als der US-Hersteller Lockheed Martin Aerospace plante, 900.000 junge Bäume an einem Tag zu pflanzen.

Ihr Plan riesige C-130 Transportmaschinen zu benutzen, welche normalerweise vom Militär benutzt wurden, um Landminen-Teppiche über Kriegszonen zu legen, wurde für Schottland in Erwägung gezogen – zum halben Preis gegenüber manuellen Methoden.

Flugzeuge werden flächendeckend genutzt, um Waldbrände zu bekämpfen, Hilfen in Katastrophengebieten abzuwerfen, zu fliegen, sowie um Länder zu zerbomben, doch die Idee, dass zu reparieren, was wir zerstört haben – und das mit einer Erfolgsrate von 70% – ist eine der effektivsten Waffen gegen die globale Abholzung.

Was hältst du von dieser Idee? Teile uns deine Gedanken in den Kommentaren mit.

 


Quelle (Thailand Begins Planting Millions of Trees by Dropping “Seed Bombs”) /Creative Commons license via Vandita and AnonHQ.com. / Übersetzung: Daniel Schröer – Wachaufmenschheit

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Kommentare

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2 Kommentare

  1. maws

    auf jeden fall lobenswert – jedoch wird hier auch kerosin etc verbraucht – evtl. sollte man noch über eine umweltfreundlichere maßnahme nachdenken.
    selbst elektro “flieger” sind nicht öko, da der rohstoff eben holz, öl etc ist.
    sollte vielleicht nur in unzugänglichen gebieten verwendet werden, per menschenhand pflanzen wäre hier sinnvoll, am besten gleich als schulprojekt

  2. Amancian Syndjenshmaith

    Sprachlich wurden die Samen-Bomben entschärft in friedliche Samen-Bälle.

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