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Jul 31

Natürliches hausgemachtes Sonnencreme-Rezept

Wir sind davon überzeugt, dass die meisten Sonnenschutzmittel nicht hilfreich sind, um Hautkrebs zu vermeiden, sondern sogar die Wahrscheinlichkeit dafür erhöhen können! Dies ist einer der Gründe, warum wir seit Jahren selbstgemachte Sonnencreme herstellen (auch wenn wir sie nur selten benutzen).

Klingt verrückt?

Sonnenbrand ist schädlich… da sind wir uns alle einig, und er sollte unbedingt vermieden werden. Aber Sonnenschutzmittel sind nicht die einzige Möglichkeit, ihn zu vermeiden.

Das ist definitiv keine populäre Meinung, und wir möchten dich sicher nicht dazu ermutigen, keinen Sonnenschutz zu verwenden oder den Rat deines Arztes zu ignorieren. Wir ermutigen dich jedoch, deine eigenen Nachforschungen anzustellen, sich die aktuellen Studien anzusehen und den gesunden Menschenverstand zu benutzen, wenn es ums Sonnenbaden geht.

Warum selbstgemachten Sonnenschutz herstellen?

Wir erklären hier ausführlich unsere Haltung zu Sonnencremes. Und jetzt kommt der Grund, warum wir uns vor Jahren entschlossen habe, unsere eigene Sonnencreme herzustellen.

Vermeide hormonstörende Chemikalien

Es ist interessant festzustellen, dass in den Jahren, seit die Verwendung von Sonnencreme begonnen hat, die Hautkrebsraten tatsächlich angestiegen sind. In der Tat zeigen viele Berichte, dass die meisten Sonnenschutzmittel das Hautkrebsrisiko sogar erhöhen. Dies könnte zum Teil daran liegen, dass viele Sonnenschutzmittel endokrin wirksame Chemikalien wie Oxybenzon enthalten. Oxybenzon ist ein bekannter Hormonstörer, der nicht für die Anwendung bei Kindern empfohlen wird. Es wurde an vielen Orten weltweit verboten.

Unser hausgemachtes Sonnenschutzmittelrezept basiert auf einer physikalischen Mineralbarriere, die auf der Hautoberfläche bleibt und nicht wie die meisten chemischen Sonnenschutzmittel in die Haut eindringt.

Natürlich gibt es heute viel mehr mineralische Sonnenschutzmittel mit sichereren Inhaltsstoffen auf dem Markt, als zu der Zeit, als wir anfingen, selbstgemachte Sonnencremes herzustellen. Trotzdem sollte man immer noch die Etiketten lesen, denn auch „natürliche“ Sonnenschutzmittel können immer noch problematische Inhaltsstoffe enthalten.

Schütze die Korallenriffe

Jüngste Forschungen zeigen, dass Verbindungen in vielen Sonnenschutzmitteln das Leben im Meer schädigen, insbesondere Korallen. Forscher schätzen, dass jedes Jahr über 5.000 Tonnen Sonnenschutzmittel von den Badenden abgewaschen werden. Diese “ Wasserverschmutzung“ bedroht einen großen Teil des Korallenlebens im Meer und indirekt auch viele andere Meeresarten. Dies liegt daran, dass diese Verbindungen ruhende Viren in symbiotischen Algen, den so genannten Zooxanthellen, wecken können, die den Korallen Nahrung und Farbe liefern.

Einige Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln sind aufgrund ihrer negativen Umweltauswirkungen auf die Korallenriffe mancherorts sogar schon verboten worden. Dieses selbstgemachte Sonnenschutzmittel-Rezept vermeidet alle diese Inhaltsstoffe.

Der Vitamin-D-Faktor

Außerdem braucht unser Körper eine gewisse Sonnenbestrahlung, um Vitamin D zu bilden, ein notwendiger Baustein für eine korrekte Hormonfunktion. In Kombination mit Vitamin-D-Mangel und Sonnenschutzmitteln mit Inhaltsstoffen wie Oxybenzon (ein Hormonstörer und nicht zur Verwendung bei Kindern empfohlen) ist es kein Wunder, dass man sich Sorgen macht.
Ich glaube nicht, dass selbst eine moderate Sonneneinstrahlung schädlich ist, wenn unser Körper Vitamin D und Lichteinwirkung für seine Gesundheit braucht. 

Wenn man sich diese Gründe ansieht, macht es Sinn zu fragen, ob Sonnenschutzmittel die beste oder einzige Möglichkeit sind, Sonnenbrand zu vermeiden.

Ist selbst gemachter Sonnenschutz gefährlich?

In mehreren aktuellen Artikeln wird behauptet, dass selbstgemachte Sonnenschutzmittel schädlich sind und dass man niemals in Erwägung ziehen sollte, sein eigenes Sonnenschutzmittel herzustellen. Die Argumentation ist, dass man den Lichtschutzfaktor bei selbst gemachten Sonnenschutzmitteln nicht überprüfen kann, so dass das Risiko eines Sonnenbrands höher ist.

Natürlich haben selbst gemachte Sonnenschutzmittel nicht die Labortests, die konventionelle Produkte haben. Dafür haben sie auch keine endokrin wirksamen Stoffe, die auf die normale Hormonaktivität Einfluss nehmen oder sie stören können, und korallenabtötende Verbindungen. Außerdem sollte Sonnencreme laut der EWG (Environmental Working Group), eine Umweltarbeitsgruppe aus den USA, nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da Schatten und ein Verzicht auf Sonnenbäder in der Mittagshitze ohnehin die bessere Wahl sind.

Unterm Strich: Verwende deinen gesunden Menschenverstand und sorge für eine sichere Sonnenbestrahlung. Die Menge und Sicherheit variiert von Person zu Person und wir empfehlen definitiv, eigene Nachforschungen anzustellen und mit einem sachkundigen Naturheilkundigen oder Dermatologen zu sprechen, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert.

Gesunder Menschenverstand im Umgang mit der Sonne

In den meisten Fällen besteht unsere Herangehensweise an die tägliche Sonnenbestrahlung darin, dass wir uns ausreichend, aber moderat der Sonne aussetzen, ohne dabei in die Nähe des Verbrennungspunktes zu kommen. Da die meisten von uns heutzutage nicht mehr im Freien arbeiten, ist es tatsächlich anstrengender, sich täglich der Sonne auszusetzen, als sie zu vermeiden. 

Natürlich gibt es eine Grenze, wie viel Sonne ein Mensch braucht oder bekommen sollte. Wenn wir diese Grenze erreicht haben, gehe folgendermassen vor:

Nutze den Schatten oder decke dich zu. Wenn man sich länger in der Sonne aufhält, als es die Haut gewohnt ist, sollte man sich einen Hut oder ein Hemd anziehen, um die Haut zu schützen. Es ist effektiver, um eine übermäßige Sonnenbestrahlung zu verhindern, kostet weniger und schadet dem Meer nicht. Ein Win-Win-Szenario für den gesunden Menschenverstand.

Hausgemachtes natürliches Sonnenschutzrezept, sehr feuchtigkeitsspendend und einfach zu machen

Sonnencreme selbst gemacht – Die Zutaten

  1. Kokosöl mit natürlichem LSF von 7, das gleichzeitig die Haut vor Bakterien, Pilzen und bis zu einem gewissen Grad auch vor Ungeziefer wie Zecken schützt.
  2. Sheabutter mit natürlichem LSF von 4.
  3. Jojobaöl pflegt und nährt die Haut.
  4. Ätherische Öle verleihen der Sonnencreme einen guten Duft. Die Zugabe von ätherischen Ölen kann ausserdem den Sonnenschutz noch zusätzlich leicht unterstützen. So liefert Eukalyptusöl einen LSF von 2,5 und Lavendelöl einen LSF von 5,5. Doch sind die zugegebenen Mengen der ätherischen Öle natürlich sehr gering, weshalb auch die Wirkung nicht überragend ist. Wenn man jedoch bedenkt, dass ätherische Zitrusöle – die keinesfalls für Sonnenschutzcremes verwendet werden sollen – die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, wird klar, dass es überaus wichtig ist, nur die richtigen ätherischen Öle für die Sonnencreme zu verwenden.
  5. Vitamin-E-Öl nährt die Haut, schenkt ihr Feuchtigkeit und schützt sie vor freien Radikalen. Gleichzeitig wirkt Vitamin E als natürliches Konservierungsmittel, damit die selbst gemachte Sonnencreme nicht zu schnell verdirbt.
  6. Zinkoxid (non nano) ist ein UV-Filter, der UVA- und UVB-Strahlung absorbiert und von der Haut fernhält. „Non nano“ bedeutet, dass die Zinkoxidpartikel grösser als 100 nm sind und nicht durch die Hautporen in den Körper gelangen können, sondern aussen auf der Hautoberfläche bleiben und dort ihrem Job – dem Sonnenschutz – nachgehen.

Natürliche Sonnencreme selbst gemacht – Das Rezept

Für deine selbst gemachte Sonnencreme benötigst du die folgenden Mengen sowie einen Mund-Nasen-Schutz (um den Zinkoxidstaub nicht einzuatmen):

Zutaten

  1. 30 g Kokosöl
  2. 24 g Sheabutter
  3. 3 g Jojobaöl
  4. 3 g Vitamin-E-Öl
  5. Ätherische Öle (100 %) – 15 Tropfen Lavendelöl und 15 Tropfen Eukalyptusöl
    oder auch nur 10 Tropfen Eukalyptusöl und dazu noch 5 Tropfen Minzöl
  6. Zinkoxidpulver je nach gewünschtem LSF

Achte beim Kauf von Zinkoxid darauf, dass die Partikel nicht kleiner als 100 nm sind, damit sie die Haut nicht durchdringen können.

Je nach erwünschtem Lichtschutzfaktor dosiert man das Zinkoxid. Angenommen du hast 60 g Sonnencreme gerührt (mit der Küchenwaage abwiegen) und möchtest nun einen Lichtschutzfaktor von 10 haben, dann gib gemäss unten stehender Tabelle 10 Prozent des Cremegewichts, also etwa 6 Gramm an Zinkoxid dazu.

Auf diese Weise kannst du auch eine normale selbst gemachte Haut- oder Gesichtscreme oder Bodylotion mit einem Lichtschutzfaktor versehen.

Wie viel Zinkoxid für welchen Lichtschutzfaktor?

Lichtschutzfaktor Zinkoxid
Für LSF 2 bis 5 5 %
Für LSF 6 bis 11 10 %
Für LSF 12 bis 19 15 %
Für LSF 20 und höher 20 %

Mehr als 20 Prozent Zinkoxid sollten nicht verwendet werden, da die Creme andernfalls eher eine Paste wird, die kaum aufzutragen ist. Solltest du einen höheren LSF benötigen, ist es sinnvoller auf eine Sonnencreme aus dem Naturkosthandel zurückzugreifen.

* Preisgünstiges Zinkoxid findest du hier unter diesem Link.

Zubereitung

Gib Kokosöl, Sheabutter und Jojobaöl ins warme Wasserbad. Erhitze das Wasser vorsichtig, bis Kokosöl und Sheabutter geschmolzen sind und nimm die Öle aus dem Wasserbad. Lasse die Öle etwas abkühlen.

Lege die Staubmaske an, um den Zinkoxidstaub nicht einzuatmen, messe das Zinkoxid ab und geben  es gemeinsam mit dem Vitamin-E-Öl und den ätherischen Ölen zum Ölmix. Rühre alles gut unter, fülle deine Sonnenschutzlotion in ein Dunkelglasgefäss oder einen Cremetiegel und lagere sie im Kühlschrank.

Die Sonnencreme hält etwa 6 Monate, wenn sie kühl und dunkel gelagert wird. Wenn du die Sonnencreme mit ins Freibad oder an den Strand nimmst, achte auf dunkle Aufbewahrung und stelle sie über Nacht wieder in den Kühlschrank.

Verwende die Sonnencreme genau wie andere Sonnencremes auch. Trage sie mehrmals täglich auf, öfter, wenn du zwischendurch ins Wasser gehst oder stark geschwitzt hast.

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