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Jun 14

„Superfood“ Sellerie – knackig, saftig, unglaublich gesund und kann sogar als Salzersatz verwendet werden

 

Sellerie – super um abzunehmen, wirkt als natürliches Schmerzmittel und hilft gegen Entzündungen. Egal ob Staudensellerie, Knollensellerie oder die winzigen Selleriesamen – jede Sellerieart besitzt wundersame Eigenschaften und bringt die Gesundheit auf ein neues Niveau.

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Was ist Sellerie?

Spricht man über den Sellerie, meint man in der Regel die dicke Sellerieknolle, die rundlich ist und ein Gewicht von 1kg auf die Waage bringen kann. Neben dem Knollensellerie (oder auch als Wurzelsellerie bekannt) gibt es den Staudensellerie (auch bekannt als Stangensellerie oder Bleichsellerie), der sich mit hohlen, saftigen Stängeln kennzeichnet und den Schnittsellerie, der aussieht wie eine Petersilie, aber so schmeckt wie Sellerie.

Knollensellerie

Der Knollensellerie ist eine rübenähnliche, rundliche Wurzel, der einen nussigen Geschmack hat. Der Knollensellerie gedeiht unter der Erde und lässt an der Erdoberfläche viele dünne Stängel sprießen, die Ähnlichkeit mit dem Staudensellerie haben, jedoch kleiner und dünner sind.

Im Gegensatz zum Staudensellerie muss der Knollensellerie vor dem Essen geschält werden. Unter seiner dicken bräunlichen Schale befindet sich ein weißliches, festes bis schwammiges Fleisch. Kommt das Fleisch mit Sauerstoff in Kontakt, beginnt es rasch zu oxidieren und braune unschöne Flecken zu bilden. Schneidet man den Knollensellerie also an, sollte dieser entweder schnell verarbeitet oder mit Zitronensaft beträufelt werden.

Knollensellerie kann entweder roh, gebacken, gekocht, geschmort oder gebraten verzehrt werden. Also Rohkost passt er zu Salaten, gekocht ist er ein wunderbarer Ersatz für Kartoffelgerichte und ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Suppengrün.

Staudensellerie

Der Staudensellerie zeichnet sich mit ihren langen, schlanken und grünen Stangen aus, die eine gerippte Form haben und sich vom hellen bis ins tiefe Grün unterscheiden. Im Gegensatz zum Knollensellerie bildet der Staudensellerie nur eine kleine Knolle.

Ähnlich wie auch der Knollensellerie kann auch der Staudensellerie roh, gebacken, gekocht und gedünstet werden. Die meisten Nährstoffe stehen dem Körper in der rohen Form zur Verfügung.

Selleriesamen

Die Selleriesamen sind winzig klein, haben eine längliche Form, eine dunkelbraune Farbe und sind sehr aromatisch im Geschmack. Ihr Äußeres erinnert an Kümmel und wird gerne als Gewürz verwendet. Die winzigen Samen liefern verschiedenste gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, Flavonoide, Antioxidantien und Stoffe, die das Blut verdünnen, bei Verdauungsstörungen helfen, verschiedene Arten von Arthritis behandeln und bei Erkältung und Grippe Linderung verschaffen.

Hinweis: Der Staudensellerie und Knollensellerie sind zwar beide Selleriesorten, haben jedoch eine völlig andere Textur und einen unterschiedlichen Geschmack. Sie können bei Gerichten also nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden.

Sellerie Gesund

Egal, für welche Sellerievariante man sich entscheidet, jeder Teil der Pflanze liefert eine herausragende Nährstoffdichte. Sowohl die Blätter, Stängel, Wurzel als auch die Samen sind wertvolle Nährstoffbomben und liefern beeindruckende Vorteile für die Gesundheit. In diesem Text handelt es überwiegend um die gesundheitlichen Vorteile der Staudensellerie.

In der mittelalterlichen Kräuterkunde war man der Ansicht, dass Lebensmittel, die Ähnlichkeit mit menschlichen Körperteilen haben auch gut für diese sind. Der Staudensellerie galt deshalb als das Mittel für die Knochen. Und es ist tatsächlich so…Die langen, festen Selleriestangen haben nicht nur Ähnlichkeit mit unseren Knochen, sie bestehen wie auch unsere Knochen zu 23 Prozent aus Natrium und liefern eine Menge Silizium, die ein Teil der molekularen Struktur ausmacht, die den Knochen ihre Stärke verleiht.

Doch das ist bei Weitem nicht alles…Sellerie wirkt stark entzündungshemmend, hilft bei Gelenkschmerzen, Lungenentzündungen, Asthma und Akne. Das Magnesium und die ätherischen Öle haben eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem und ihre hohe alkalische Wirkung hilft, den Säure-Basenhaushalt des Körpers wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.

Dank der Kombination seiner unlöslichen Ballaststoffe und dem hohen Wasseranteil erleichtert Sellerie den Stuhlgang und hilft gegen Verdauungsstörungen. Gleichzeitig wirkt er harntreibend und hilft den Körper von innen heraus zu reinigen.

Sellerie Nährwerte

Sellerie besteht zu 95% aus Wasser, wirkt feuchtigkeitsspendend und gleichzeitig harntreibend. Der hohe Gehalt der unlöslichen Ballaststoffe verbessert nicht nur die Verdauung, sondern hilft zusätzlich, unschöne Pfunde purzeln zu lassen.

Während die Sellerieblätter eine wertvolle Vitamin-A-Quelle sind und antioxidative Flavonoide (wie Zeaxanthin, Lutein und Beta-Carotin) liefern, strömen die Selleriestangen nur so von den Vitaminen B1, B2, B6, Vitamin C und Vitamin K. Hinzu kommt Kalium, Folsäure, Kalzium, Magnesium, Eisen, Natrium und essenziellen Aminosäuren. Im Gegensatz zum Tafelsalz, welches aus anorganischen, unlöslichen Verbindungen zusammengesetzt ist, enthält Sellerie lösliches, organisches Natrium. Diese Art des Natriums ermöglicht im Körper eine bessere Absorption von anderen Nährstoffen und verhindert eine Dehydrierung, indem es auf zellulärer Ebene den Salzgehalt in ein Gleichgewicht bringt. Sellerie gilt deshalb als das perfekte Rehydrierung Getränk für Sportler.

Die ätherischen Öle geben Sellerie seinen einzigartigen und charakteristischen Geruch und wirken gleichzeitig beruhigend und helfen das Nervensystem zu regulieren. Vor allem in den Sellerieblättern und -samen befinden sich eine Menge dieser ätherischen Öle. Das ätherische Öl des Selleries wird es gerne als beruhigendes Mittel gegen Nervosität, Osteoarthritis und Gicht-Arthritis-Beschwerden eingesetzt. Samen und Knolle besitzen zudem diuretische Eigenschaften und unterstützen die Sekretion der Muttermilch.

Sellerie Wirkung

Sellerie gegen Entzündungen

Entzündliche Erkrankungen, wie Arthritis, Osteoporose, Gicht und sogar Asthma können durch den regelmäßigen Verzehr von Sellerie gelindert werden. Dies ist zum großen Teil drei speziellen Verbindungen in Sellerie zu verdanken.

Die erste Verbindung ist das hochaktive Bioflavonoid Apigenin. Es wirkt als COX-2-Hemmer und ist in der Lage, Entzündungen so effektiv wie entzündungshemmende Medikamente zu stoppen. Apigenin besitzt dazu antioxidative und krebsbekämpfende Eigenschaften und wird in der chinesischen Medizin gerne zur Prophylaxe und Behandlung von Gicht und anderen Arten einer Arthritis genutzt.

Das Luteolin ist in Sellerie ein zweites antioxidatives Flavonoid mit starken entzündungshemmenden Eigenschaften. Es hat eine starke hemmende Wirkung auf bestimmte Enzyme, die Gene aktivieren, die für Entzündungen verantwortlich sind. Die dritte Verbindung sind die Polyacetylene. Sie helfen gegen Entzündungen, indem sie die entzündlichen Prostaglandine abbauen. Vor allem bei Arthritis-Betroffenen soll eine Ernährung, die reich an Polyacetylene ist, Linderung verschaffen.

Sellerie senkt Blutdruck

Die Phthalide sind eine bestimmte Art von ätherischen Ölen in Sellerie und besitzen die Fähigkeit, die glatte Muskulatur in den Blutgefäßen zu entspannen. Dadurch können die Blutgefäße erweitert und ein zu hoher Blutdruck gesenkt werden. Zusätzlich fördert die entzündungshemmende Wirkung des Apigenins die Blutgefäßerweiterung und unterstützt dadurch die Regulation des Blutdrucks.

Trinkt man frisch zubereiteten Selleriesaft, helfen außerdem die Cumarine, die Wirkung von Stresshormonen (wie Cortisol) zu reduzieren. Zu viel Cortisol im Körper neigt dazu, die Blutgefäße zu verengen und fördert auf diese Weise die Entstehung von Bluthochdruck.

Sellerie gegen Krebs

Voller Antioxidantien und Anti-Krebs-Verbindungen wirkt Sellerie als potenzieller Krebsbekämpfer. Phthalide, Flavonoide und Polyacetylene helfen, krebserregende Stoffe im Körper zu entgiften. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Flavonoide Apigenin und Luteolin die Ausbreitung von Krebs verhindern und dank der ebenso enthaltenden Cumarine die Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen erhöht werden kann und dadurch Krebs effektiver abgewehrt werden kann.

Sellerie entgiftet

Frisch zubereiteter Selleriesaft wirkt im Körper als wunderbareres Reinigungsmittel. Er hilft, den Körper von innen zu reinigen und zu entgiften. Er wirkt sehr alkalisch, feuchtigkeitsspendend und hilft dank der zahlreichen Nährstoffe die Nieren zu reinigen.
Gemüsesäfte mit Sellerie werden zudem gerne für die Behandlung von Nierensteinen verwendet. Dank des hohen Natrium- und Kaliumgehalts in Sellerie kann der Flüssigkeitsaustausch im Körper reguliert werden und Wasseransammlungen reduziert und Giftstoffe herausgespült werden.

Sellerie für mehr Energie

Nach Training oder sogar nach einem langen anstrengenden Tag ist der Körper häufig dehydriert und leidet an einem Mangel wichtiger Elektrolyte, die es dem Körper ermöglichen richtig zu funktionieren.

Frisch zubereiteter Selleriesaft kann nach dem Training oder nach einem langen Tag im Büro, die Energiereserven wieder auffüllen und wirkt sehr feuchtigkeitsspendend. Sellerie liefert eine Menge natürlicher Elektrolyte, wie Natrium und Kalium, die für reibungslose Energieverbindungen in den Zellen sorgen.

Sellerie verbessert den Schlaf

Neben der Fähigkeit den Blutdruck zu senken und die Stresshormone zu reduzieren, liefert Sellerie reichlich Magnesium. Magnesium ist als beruhigendes Mineral bekannt und kann bei einem Mangel zu gesundheitlichen Problemen und Schwierigkeiten bei der Entspannung und beim Einschlafen führen. Der regelmäßige Verzehr von Sellerie kann helfen, sich besser zu entspannen und besser einzuschlafen.

Sellerie Nebenwirkungen

Sellerie gilt generell als sicher. Die zahlreichen Nährstoffe können jedoch mit einigen Medikamenten interagieren: Menschen, die diuretische oder gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten vor dem Verzehr von Sellerie mit ihrem Arzt sprechen. Außerdem sollten schwangere Frauen Sellerieöl und Selleriesamen NICHT verwenden. Große Mengen können Kontraktionen der Gebärmutter verursachen.

Sellerie Kaufen und Lagern

Knollen- und Staudensellerie sind in den Supermärkten meist das ganze Jahr verfügbar. Beim Kauf einer Knollensellerie sollte man darauf achten, dass dieser sich schwer und fest anfühlt und keine schimmeligen Stellen aufweist. Kleinere Knollen schmecken meist besser als die Großen, die holzig und hohl sein können. Knollensellerie ist im Kühlschrank 1-2 Wochen haltbar. Angeschnittener Sellerie sollte mit Zitronensaft beträufelt werden, um braune Flecken einer Oxidation zu reduzieren.

Beim Kauf von Staudensellerie sollte dieser weder Macken, faule Stellen noch Verfärbungen an den Stielen und Blättern haben und frisch aussehen. Biegt man diesen, sollte er brechen und nicht nachgeben. Staudensellerie ist im Kühlschrank bis zu einer Woche haltbar und sollte genossen werden, solange die Blätter noch frisch und einen aromatischen Geschmack haben.

Sellerie sollte bei Raumtemperatur nicht länger als einige Stunden gelagert werden. Durch warme Temperaturen kann der hohe Wassergehalt schneller verdampfen und der Sellerie schnell welken. Ein welker Sellerie kann andererseits mit ein wenig Wasser beträufelt und für mehrere Stunden in den Kühlschrank gelegt werden, um wieder etwas Festigkeit zu bekommen.

Sellerie in die Ernährung integrieren

Knollensellerie muss vor dem Verzehr geschält werden. Staudensellerie kann dagegen ungeschält gegessen werden. Beide Varianten passen zu den unterschiedlichsten Gerichten und sollten möglichst roh gegessen werden, um die hohe Nährstoffdichte besser aufzunehmen.

Staudensellerie zubereiten:

  • Endstück und Blätter abschneiden. Endstück wird weggeworfen.
  • Blätter und Selleriestangen unter fließendem Wasser waschen.
  • Selleriestangen in gewünschte Länge schneiden.
  • Selleriestangen und Blätter können in die unterschiedlichsten Gerichte beigemengt werden.

Knollensellerie zubereiten:

  • Dicke bräunliche Schale mit einem scharfen Messer schälen.
  • Das weißliche Fleisch in gewünschte Stücke schneiden.
  • Übrig gebliebenes Stück Knollensellerie mit Zitronensaft beträufeln, um bräunliche Flecken zu reduzieren.

Salzersatz Aus Staudensellerie

Salz gehört zu den Lebensmitteln, die aus keiner Küche wegzudenken sind und ohne die unser Körper nicht funktionieren würde. Im Mittelalter war es ein begehrtes Handelsgut und machte Städte, die es anbieten konnten, oftmals zu reichen Handelszentren. Gesund und gut für uns ist Salz jedoch nur in geringen Mengen, Mediziner halten 1 Gramm Salz täglich für unbedenklich. Wer dauerhaft mehr konsumiert steigert sein Risiko einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Wissenschaftler, die 147 Studien zum Salzkonsum und seinen Folgen ausgewertet haben, gehen davon aus, dass allein im Jahr 2010 ca. 2,3 Millionen Menschen an den Folgen ihres zu hohen Salzkonsums gestorben sind.

Das Problem liegt hauptsächlich darin, dass wir nicht nur das Salz konsumieren, welches wir auf unseren Salat geben, sondern dass viele Fertigprodukte die wir konsumieren ebenfalls Salz enthalten und wir somit Gefahr laufen, viel zu viel Salz zu uns zu nehmen. Für mich lag es also nahe, nach Alternativen zu suchen um unseren Salzkonsum bewusst zu reduzieren.

Das Rezept selbst ist denkbar einfach. Alles was ihr dazu benötigt ist 1 Kilo Staudensellerie. Der Salzersatz aus Sellerie ist natürlich nicht so intensiv wie Salz und hat auch einen Eigengeschmack. Das hat aber den Vorteil dass er den Geschmack der Speisen ergänzt, anstatt ihn, wie Salz es oft tut, teilweise oder ganz zu überdecken. Besonders gut schmeckt uns dieser Salzersatz in einer Reispfanne, zu Gemüse oder auf frischen Tomaten.

 

 

 

Quelle: http://superfood-gesund.de/sellerie/

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