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Jan 20

Hirnwissenschaftler zeigt, was Fasten mit deinem Gehirn macht & wieso die Pharmaindustrie dies nicht untersucht

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Unten ist ein TEDx Talk von Mark Mattson, dem derzeitigen Chef des Labors für Neurowissenschaften des National Institute on Aging. Er ist auch Professor der Neurowissenschaften an der Johns Hopkins Universität, und einer der führenden Forscher im Gebiet zellularer und molekularer Mechanismen, die einer Vielzahl von neurodegenerativen Krankheiten und Störungen zugrunde liegen, wie Parkinsons und Alzheimer.

Es gibt zahllose Beispiele der Manipulation veröffentlichter Berichte, durch die Hände der pharmazeutischen Unternehmen in den letzten Jahren. Darum erzählte Harvard Professor der Medizin, Arnold Symour Relman, der Welt, dass der Berufsstand der Ärzte von der Pharmaindustrie gekauft wurde. Deshalb sagte Dr. Richard Horton, Chefredakteur von The Lancet, vor kurzem, dass vieles der wissenschaftlichen Literatur, die heutzutage veröffentlicht wird, einfach unwahr ist. Deshalb hat auch Dr. Marcia Angell, ehemalige Chefredakteurin von The New England Journal of Medicine, gesagt, dass die „pharmazeutische Industrie sich gerne als eine auf Forschung basierende Industrie für die Öffentlichkeit präsentiert, als die Quelle innovativer Medikamente. Nichts könnte ferner von der Wahrheit entfernt sein.“ Und deshalb veröffentlichte John Ioannidis, ein Epidemiologe an der Stanford Universiy School of Medicine, einen Artikel mit dem Titel „Wieso die meisten publizierten Forschungsergebnisse falsch sind“ (Why Most Published Research Findings Are False) der anschließend der am häufigsten aufgerufene Artikel in der Geschichte der Public Library of Science (PloS, eine Wissenschaftsbibliothek) wurde.

“Wieso ist es so, dass die normale Ernährung aus drei Mahlzeiten am Tag besteht, plus Snacks? Es ist ja nicht so, dass dies die gesündeste Ernährungsweise wäre. Nun, dies ist meine Meinung, aber ich denke es gibt eine Menge an Beweisen, um dies zu untermauern. Es gibt viel Druck, dass man sich an diese Ernährungsweise hält, es ist viel Geld involviert. Die Nahrungsmittelindustrie – machen die Geld dadurch, dass jemand das Frühstück überspringt, so wie ich heute? Nein, sie verlieren Geld. Wenn Menschen fasten, dann verliert die Nahrungsmittelindustrie Geld. Was ist mit der Pharmaindustrie? Was, wenn die Menschen zeitweiliges Fasten praktizieren, sich regelmäßig bewegen und sehr gesund sind, wird die Pharmaindustrie überhaupt Geld mit gesunden Menschen verdienen?“

Hauptpunkte des obigen Vortrags & die Wissenschaft, die dies untermauert

Mark und sein Team haben mehrere Arbeiten veröffentlicht, die zum Thema haben, wie zweimal die Woche zu fasten das Risiko an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken, signifikant senken kann.

“Veränderungen bei der Ernährung haben eine Auswirkung auf das Hirn, das wissen wir schon lange. Kinder, die an epileptischen Anfällen leiden, haben weniger Anfälle, wenn sie einer Kalorienbeschränkung ausgesetzt sind oder fasten. Es wird angenommen, dass fasten dabei hilft Schutzmaßnahmen anzutreiben, die den überreizten Signalen, die oft von epileptischen Gehirnen ausgehen, entgegenwirken. (Manche Kinder mit Epilepsie haben auch von einer besonderen Diät mit viel Fett und wenigen Kohlenhydraten profitiert.) Normale Hirne, wenn überfüttert, können auch eine Art unkontrollierter Reizung erfahren. Dies beeinträchtigt die Hirnfunktion, berichteten Mattson und ein anderer Forsche im Januar im Blatt Nature Reviews Neuroscience.”(Quelle)

Wenn du dir Studien über Kalorienbeschränkung ansiehst, dann zeigen viele von ihnen eine erhöhte Lebenserwartung, als auch eine erhöhte Fähigkeit, chronische Krankheiten zu besiegen.

“Die Nulldiät steigert die Lebenserwartung und verhindert altersbedingte chronische Krankheiten. Der Mechanismus oder Mechanismen durch die dies auftritt, sind unklar.“

Das obere Zitat stammt aus einer Rezension einer Literatur die mehr als 10 Jahre alt ist. Die Arbeit, die hier präsentiert wird, zeigt nun einige dieser Mechanismen, die vorher unklar waren.

Fasten tut dem Gehirn gut, und dies ist bewiesen, durch all die positiven neurochemischen Veränderungen, die im Hirn geschehen, wenn wir fasten. Es verbessert auch die geistigen (kognitiven) Fähigkeiten, verbessert neurotrophe Faktoren, verbessert die Stressresistenz und reduziert Entzündungen.

Das Fasten ist eine Herausforderung für dein Hirn und dein Hirn antwortet auf diese Herausforderung, indem es Stressleitungsbahnen (wie mit Stress umgegangen wird) adaptiert, was deinem Gehirn dabei hilft mit Stress umzugehen und das Risiko für Krankheiten senkt. Die selben Veränderungen, die im Gehirn während des Fastens auftreten, gleichen den Veränderungen die bei regelmäßiger Bewegung auftreten. Beide erhöhen die Produktion von Protein im Gehirn (neurotrophe Faktoren), die im Gegenzug zum Wachstum von Neuronen anregen, auch die Verbindung zwischen den Neuronen, und die Dichte der Synapsen.

“Herausforderungen für dein Gehirn, ob es nun zeitweiliges Fasten oder rigorose Bewegung ist . . . sind kognitive Herausforderungen. Dabei werden neurale Kreisläufe aktiviert, Ebenen neurotropher Faktoren erhöhen sich, dies regt zum Wachstum der Neuronen und der Bildung und Stärkung der Synapsen an….“

Fasten kann auch zur Produktion neuer Nervenzellen anregen, von den Stammzellen im Hippocampus. Er erwähnt auch Ketone (eine Energiequelle für Neuronen) und wie fasten die Produktion von Ketonen anregt, und dass es vermutlich auch die Anzahl der Mitochondrien in den Neuronen erhöht. Fasten erhöht auch die Anzahl an Mitochondrien in den Nervenzellen. Dies geschieht, weil die Neuronen mit dem Stress des Fastens umgehen (indem sie mehr Mitochondrien produzieren).

Indem die Anzahl der Mitochondrien in den Neuronen gesteigert wird, nimmt die Fähigkeit der Neuronen, Verbindungen zueinander zu formen und intakt zu halten, auch noch zu.- Dies verbessert die Lernfähigkeit und das Erinnerungsvermögen.

“Intermittierendes (zeitweiliges) Fasten erweitert die Fähigkeit der Nervenzellen die DNA zu reparieren.“

Er geht auch auf den evolutionären Aspekt dieser Theorie ein, wie unsere Vorfahren klar kamen und so gebaut waren, dass sie lange Zeitperioden ohne Nahrung aushalten konnten.

Eine Studie, die am 5. Juni 2015 in der Ausgabe des Cell Stem Cell von Forschern der Univerity of Southern California veröffentlicht wurde, zeigte, dass Zyklen ausgedehnten Fastens vor Schädigungen des Immunsystems schützen und, dazu noch, die Regeneration des Immunsystems veranlassen. Sie kamen zu dem Entschluss, dass Fasten die Stammzellen von einem inaktiven Zustand in einen Zustand der Selbsterneuerung verwandelt. Dies treibt die stammzell-basierte Regeneration eines Organs oder Systems an. (Quelle)

Klinische Versuche an Menschen wurden durchgeführt, bei denen man Patienten nahm, die einer Chemotherapie unterlagen. Eine lange Zeit über haben diese Patienten nichts gegessen, was die Anzahl ihrer weißen Blutkörperchen signifikant senkte. Dies tat sich auch in den Fastenzyklen: „es legte sich ein regenerativer Schalter um, es veränderte die Signalwege für hämatopoetische Stammzellen, welche verantwortlich f

r die Generierung von Blut und Immunsystem sind.“

Das bedeutet, dass Fasten alte und beschädigte Immunzellen abtötet, und wenn der Körper sie abstößt, Stammzellen nutzt; um völlig neue, ganz gesunde Zellen zu bilden.

“Wir konnten nicht vorhersehen, dass anhalten des Fasten solch einen bemerkenswerten Effekt hat, wie es Stammzellen-basierte Regenerierung des hämatopoetischen Systems anregt….

Wenn du fastest, dann versucht dein System an Energie einzusparen, und eines was es dafür tun kann ist, viele Immunzellen zu recyclen; die nicht gebraucht werden, besonders die, die wohl beschädigt sind.

“Wir begannen zu erkennen, in unserer Arbeit mit Menschen, dass die Anzahl weißer Blutkörperchen sich bei lang anhaltendem Fasten senkt. Wenn du dann wieder isst, kommen die Blutzellen zurück.“ – Valter Longo, korrespondierender Autor (Quelle)

Eine wissenschaftliche Rezension mehrerer wissenschaftlicher Studien, die mit Fasten zu tun haben, wurde 2007 in der Zeitschrift The American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht. Sie behandelt eine Vielzahl an Studien, die an Menschen begangen wurden, und kam zu dem Schluss, dass Fasten ein effektiver Weg ist; um das Risiko von Herzkreislauferkrankungen und Krebs zu reduzieren. Auch das signifikante Potenzial dafür Diabetes zu behandeln wurde aufgezeigt. (Quelle)

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Bevor du fastest

Bevor du fastest recherchiere auf jeden Fall selbst. Ich persönlich faste seit Jahren, also ist es für mich ziemlich einfach.

Eine empfohlene Methode zu fasten – die von Michael Mosley von der BBC getestet wurde, um seine Diabetes, hohen Cholesterinspiegel und andere Probleme in den Griff zu kriegen, die dann mit seiner Fettleibigkeit erklärt werden konnten – ist bekannt als die „5:2 Diät.“

Laut dem 5:2 Plan reduzierst du das Essen an Fastentagen auf ein-Viertel deiner normalen täglichen Kalorien (um die 600 Kalorien bei Männern und um die 500 bei Frauen), während du viel Wasser zu dir nimmst. An den anderen fünf Tagen der Woche kannst du normal essen.

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Eine andere Art und Weise es zu tun, wie oben auch erwähnt, ist die Nahrungsaufnahme täglich auf die Zeit zwischen 11 Uhr und 19 Uhr zu begrenzen. Außerhalb dieses Zeitraumes solltest du nichts essen.

Natürlich gibt es Wege längerfristig zu fasten, Heilfasten, Saftfasten. Dies wird gut in den Büchern von Dr. Rüder Dahlke erklärt – und ich kann es nur empfehlen.

Hier 3 deutsche Videos von Dahlke zu genau diesem Thema, gut verständlich, erklärt:

1 –Ruediger Dahlke – “Bewußt Fasten”

2 –Dr med Ruediger Dahlke ⇒ Fasten & Vegan ⇒ Heilt 900 Krankheiten

3 Dr. Ruediger Dahlke im Expertengespräch zum Thema Fasten

 


Übersetzung, etc: D.Hudalla

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Kommentare

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2 Kommentare

  1. Theodor Machnich

    Klingt toll,
    was gibt es dann an den Fastentagen?

    1. Sus Anne

      Wasser, Tee, Saft und gute Gedanken. Außerdem viel Schlaf und eine Riesenportion Selbstliebe

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