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Mrz 14

Kanada wirft Milch aus der Ernährungspyramide

Die kanadische Regierung entwickelt neue Ernährungsrichtlinien. Ganz oben stehen Obst, Gemüse und pflanzliches Protein.

 
Noch befinden sich die neuen Ernährungsrichtlinien der kanadischen Regierung im Entwurfsstadium, aber es sieht gut aus. Schon bald sollen dann Empfehlungen veröffentlicht werden, die ganz schön vegan klingen: Viel Gemüse, Obst, Vollkorn und pflanzliches Protein als Grundlage. Regelmäßig Wasser trinken.  Ungesättigte statt gesättigten Fettsäuren zu sich nehmen. Möglichst unverarbeitete Lebensmittel essen, am besten selbstzubereitet und zusammen mit Freunden oder der Familie.

Eine Verlagerung hin zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln wird den Kanadiern direkt empfohlen. So sollte der Anteil an ballaststoffreicher Nahrung erhöht werden und weniger Fleisch gegessen werden. Sahne, fettreicher Käse und Butter sollten durch Lebensmittel, die überwiegend ungesättigte Fettsäuren enthalten wie beispielsweise Nüsse, Samen und Avocado, ersetzt werden.

Damit geht Kanada mit ziemlich gutem Beispiel voran. Das alte Modell der Ernährungspyramide haben viele Länder schon zugunsten solcher Tipps aufgegeben, aber immer noch kommen darin viel zu viele Tierprodukte vor – und das obwohl Fleisch, Milch und Eier alles andere als gesund sind. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt beispielsweise immer noch, täglich Milchprodukte zu essen, obwohl längst bekannt ist, dass Milch dem Körper eher Kalzium entzieht als ihn damit zu versorgen. Wird also auch hierzulande mal Zeit für einen neuen Entwurf.

Weitere Infos:

-> Milch trinken macht krank und führt zum früheren Tod: Warum die Werbung dich immer angelogen hat
-> Volksdrogen Milch und Weizen schädigen den Darm und steuern sogar unser Verhalten: Die opioide Wirkung von Kasein und Gliadinen im Gehirn

 


Quellen: Government of Canada / care2.com/ petazwei.de

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Kommentare

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6 Kommentare

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  1. Harry Klein

    Das ist nicht richtig. Es war nur davon die Rede, die bisher vorhandene eigene Kategorie für Milchprodukte abzuschaffen und nicht etwa Milchprodukte komplett von den Ernährungsrichtlinien zu streichen, und zweitens ist selbst das noch nicht sicher. „It also appears to de-emphasize the necessity of animal meats and dairy – prompting at least one media report earlier this month to claim the new food guide „eliminates dairy as a food group.“ (Health Canada officials told The Globe and Mail no such decisions have been made.)“

  2. Katharina Schulte

    Kuhmilch ist nicht gleich Kuhmilch!

    Ein riesiger Unterschied besteht zum Beispiel darin, ob Milch roh oder verarbeitet verzehrt wird. Rohmilch enthält ein Enzym, welches den Körper dabei unterstützt das in der Milch vorhandene Calicium auch zu nutzen. Dieses Enzym ist bei Produkten, die aus der Molkerei stammen aber durch die Verarbeitungsprozesse abgetötet und dadurch kann diese Milch dann nicht mehr vom Körper passend verwertet werden. Es gab also wirklich mal Zeiten vor der Verarbeitung der Milch in der die Milch für den Menschen ein wertvoller Calciumlieferant gewesen ist und nicht zu Osteoporose geführt hat.

    Spirituell gesehen geben Kühe dem Menschen gerne ihre Milch, vorrausgesetzt sie werden angemessen gehalten, dürfen nebenbei ihr Kalb auch noch säugen und erfahren die passende Dankbarkeit. Das Problem ist, dass der Mensch aus Geldgier die Milchviehhaltung so intensiviert hat, dass diese Vorraussetzungen oft nicht mehr gegeben sind.

    Darüber hinaus basiert der Artikel eher auf Vorurteilen als auf wirklichem Fachwissen. Ein Beispiel: Kuhmilch enthält in Deutschland kein Antibiotikum! Jede Milchlieferung die ein Landwirt bei der Molkerei anliefert wird im Labor auf Antibiotikarückstände untersucht. Und werden da auch nur geringste Spuren gefunden kostet das den Landwirt so viel Strafe, dass der bestimmt nicht freiwillig auf die Idee kommt eine behandelte Kuh mit in den Milchtank zu melken. Und das Labor findet in der Milch von hundert oder mehr Kühen ein einzelnes behandeltes Tier! Ähnlich falsch ist die pauschale Behauptung, dass Milch Hormone enthält.

    Und Milch an sich ist auch nicht schädlich für den Planeten! Es hat Millionen von Jahre riesige Rinderherden/Büffelherden/Bisonherden gegeben, die ganze Kontinente abgegrast haben und einen ganz wertvollen Beitrag im gesamten Ökosystem geleistet haben. Die Existenz der Rinder und die Tatsache, dass der Mensch davon Milch konsumiert ist nicht das Problem, sondern der heutige Intensivierungsgrad der Landwirtschaft und die Menge des Konsums.

    Und wenn man an dem Punkt schon beim Klimaschutz ist, dann bleibt sicherlich auch die Frage offen woher denn die Pflanzen stammen aus denen der Milchersatz gemacht wird. Je nachdem, wie und wo die angebaut werden sind die nämlich sicherlich auch keine gute Alternative für unseren Planeten.

  3. templerin

    Ob die Kühe gerne ihre Milch an den Menschen abgeben, kann wohl nur die Kuh selbst beantworten. Fakt ist aber, dass es in der Natur nicht vorgesehen ist, dass ein erwachsenes Lebewesen noch Milch trinkt. Wenn man mal die Evolution der Lebewesen anschaut (nicht die des Menschen), dann dürfte auffallen, dass dieses Verhalten nicht unbedingt weit verbreitet ist. Die Milch dient dazu, dem Neugeborenen die Nährstoffe/Aminosäuren zu liefern, die es selbst noch nicht herstellen kann. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt ist dies nicht mehr notwendig, da der Körper dann in der Lage ist alle nötigen Aminosäuren aus der herkömmlichen Nahrung zu verwerten bzw. selbst herzustellen. Ich glaube, dass es eher dazu führt, dass der körpereigene Stoffwechsel gestört wird, da er die entsprechenden Inhaltsstoffe eigentlich nicht benötigt, um zu funktionieren, und ggf. die eigene Verarbeitung der Aminosäuren aus der sonstigen Nahrung reduziert.
    Insgesamt glaube ich, dass selbst ein kleiner Schritt dahingehend, dass der Milchkonsum reduziert wird, auf jeden Fall zu begrüßen ist.

    Was die Pflanzen betrifft, die als Ersatz dienen sollen, so sollte jeder viel mehr Eigenverantwortung übernehmen. Schon jetzt ist z.B. die konventionelle Sojaproduktion (so wie viele andere Bereiche auch) nicht gerade ein Segen. Die verwendeten Pestizide und die Anbaumethoden richten eine Menge Schaden an. Dafür ist es billig…. Auch wenn es immer wieder schwarze Schafe gibt, noch nicht alles so toll funktioniert und es etwas mehr kostet, so sollte einem wenigstens die eigene Gesundheit doch soviel wert sein, dass man Bio-Lebensmittel konsumiert, wo es eben geht und so auch die Bio-Höfe unterstützt.

  4. Daniela B

    Seltsam was ich hier in den Kommentaren lese: Gute rohe Milch, Spirituell gesehen, nicht schädlich für den Planeten… Ernsthaft?

    1. Rohe Milch ist nur gut, wenn sie von einen Säugling der jeweiligen Spezies getrunken wird. Und dann auch nur für ein paar Monate. Säugetiere in der Natur versuchen ihre Babies nach ein paar wenigen Monaten so schnell wie möglich das Milch trinken abzugewöhnen.
    2: Spirituell gesehen müssten ja dann auch Katzen, Schweine, Hunde, Elefanten, Ratten, Wildschweine usw uns gerne ihre Milch geben. Das will ich sehen, das jemand sich an den Zitzen eines Hundes festsaugt und genüsslich trinkt.
    3: der Mensch tötet 150 Milliarden Tiere in nur 1 Jahr . (http://live-counter.com/animals-killed-worldwide/). Das ist eine schrecklich gigantische Zahl.
    > For cows: 300 million slaughtered per year. (300 Millionen)
    > Worldwide 85 billion fish and other sea life are slaughtered on a yearly basis. (85 Milliarden)
    > Similarly, for chicken: 58 billion per year. (58 Milliarden)
    (http://thevegancalculator.com/animal-slaughter/)
    4: Molke ist extrem übersäuernd und schleimbildend. Die Proteine wirken abrasiv auf unsere Schleimhäute und verstopfen unser Lymphsystem. Und Menschen wundern sich, warum ihre Nasennebenhölen ständig dicht sind, oder warum sie immer husten und sich räuspern, nachdem sie jegliche Art von Molkeprodukten gegessen oder getrunken haben.

    Die Menschen müssen endlich mal aufwachen und sich von den Massenmedien, der Konditionierung entfernen, und die “Rote Pille des Erwachens” zu sich nehmen, in etwa so wie in The Matrix.

  5. Marita Preuß

    Ich glaube das Milch ab da hilfreich war von Ziegen z.B. und auch dann von Kühen, Kamelen…….wo Wasser knapp war, es in öden Landstrichen kein Wasser gab und dadurch der Durst leichter gestillt werden konnte durch die Viehzucht, wo Mensch sich niederließ.

    Auch heißt es doch Kinder sollen so lange gestillt werden um ihr Immunsystem natürlich zu stärken. Aber das geschieht was gar nicht mehr, weil es in der Öffentlichkeit immer noch unangenehm ist für Mütter. (Es verändert sich grad etwas, das Mütter doch mehr unterwegs ihrem Baby die Brust geben).
    Für berufstätige Mütter, die schnell wieder in den Job zurück möchten ist das ja dann ein Problem. Da wird aus dem längeren Stillen dann nichts.

    Ich bin so aufgewachsen als Kind, da gab es immer mal eine heiße Milch mit einem verquirltem Ei und später dann Schokolade. Meine Eltern kamen aus einfachen VErhältnissen, auch vom ländlichen. Da hatte man Kühe im Stall und Milch stärkte.
    Mir schmeckt Milch heute noch gut – am liebsten mit dunkler Schokolade ohne Zuckerzusatz, das dunkele Schokopulver. Ich versuche sie nur in längeren Abständen zu genießen um sie vielleicht mal ganz aus meinem Ernährungsplan zu verbannen. Bisher gelingt es mir nicht. Die pflanzlichen Alternativen schmecken mir nur bedingt. Ohne Zusätze oder Gewürze beinahe gar nicht.
    Und jemand schrieb da ja bereits……..auch dafür müssen Anbauflächen her. Ob das so ökonomisch wäre, weltweit? Ich weiß es nicht.

  6. Romy Emmenegger

    Ich lese gerne ihre Berichte, wir werden ja so viel angelogen von der Medizin, darum interesiere ich mich für Tatsachen. Mit bestem Dank, R. Emmenegger

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