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Aug 12

Lerne das Volk der Hunza kennen – die gesündesten Menschen auf der Erde

Mit all den Errungenschaften unseres Fortschrittes würde einer denken, wir schaffen uns durchdachte Lebensbedingungen, dank denen man sowohl bequem und angenehm, als auch gesund ein, in seiner ganzen Länge, einzigartiges Leben durchlebt. Aber wir haben unser Ziel nicht erreicht. Gewiss, die Lebenserwartung ist heutzutage viel länger als früher. Ärzte und Ernährungswissenschaftler schlagen neue, gesündere Lebens- und Ernährungsweisen vor, um unsere Gesundheit zu verbessern. Indes leben wir in der schnellen Welt der Wirtschaft, von Chemie und genmanipuliertem Essen, weit weg von der Natur, die uns wirklich Gesundheit bietet.

Es gibt allerdings Ausnahmen. In einigen abgelegenen Teilen der Welt, wo die Landschaft und ihre Bewohner noch nicht von unseren Technologien überschwemmt sind, bleiben die Menschen unvergleichlich länger jung und ohne jegliche gesundheitliche Beschwerden.

Das nun ist die Geschichte der Hunzas, die gesündesten Menschen auf der Erde!

Etwas Außergewöhnliches isoliert in den Bergen

Es gibt allerdings noch einen Ort auf dieser Erde, der dank seiner Einzigartigkeit, dass seine Bewohner 120 bis unglaublich 140 Jahre erreichen, weltberühmt und heutzutage sogar touristisch attraktiv geworden ist. Die Rede ist von dem Hunza Tal, das sich im Himalaya im Norden von Pakistan, auf 2.590m Höhe, umgeben von hohen Bergen und fast völlig isoliert von der Welt befindet. Man kennt sie auch unter dem Namen Huznakuts, ihre Sprache unterscheidet sich sehr von anderen Sprachen in der Region, und man geht davon aus, dass es eine Mischung aus alten Mazedonischen und einigen Sprachen aus dem persischen Reich ist. Lokale Legenden besagen, dass die Hunzas Nachfahren aus einer Armee von Alexander dem Großen sind. Seit Jahrhunderten lebten die Hunza-Menschen in einer unabhängigen, kleinen Monarchie, die von einem Herrscher mit dem Titel Mir regiert wurde. Erste Berichte über sie kamen nach Europa von der britischen Garnison, die Hunza Valley in den 1870er Jahren untersucht hatte. Sie wurden als langlebige Menschen mit sehr guter Gesundheit und hellerer Haut als diejenige ihrer Nachbarstämme beschrieben. Die Bevölkerung wurde auf etwa 8.000 Menschen geschätzt. Ihr Stamm befindet sich in der Nähe von der chinesischen und afghanischen Grenze. Das Volk, das in dieser beeindruckend schönen, sich auf bis 3000 m.ü.M. erstreckenden Landschaft friedlich lebt, nennt sich die Hunzakuts.

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“Alte” Frau in der Hauptstadt von Hunza, Karimabad, Shaun D Metcalfe,CC BY 2.0

Diese Menschen kennen die vorzeitigen Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Adipositas nicht und sie freuen sich noch im Alter von 100 Jahren über perfekte Gesundheit, Augenlicht, Zähne und mentale Fähigkeiten. Sie haben irgendwie ein natürliches Abwehrsystem gegen Herzkrankheiten, Diabetes … Ja sie werden bis zu 120 und bis unglaublich 140 Jahre alt, und es ist keine Seltenheit, dass ihre Frauen im Alter von 70 oder 80 Jahren gebären. In jedem Lebensalter halten sei ihre Vitalität, Gesundheit und Kraft aufrecht. Das liest sich wie ein Märchen, ist jedoch keines, es ist das wirkliche Leben!

Seit den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts untersuchen Forscher und Ärzte regelmäßig ihren Gesundheitszustand und stellen keine Zivilisationskrankheiten fest.

Klingt erstaunlich. Woran liegt das, dass die einfachen Menschen des Hunza Tals, so lang leben, mag die Frage sein? Es gibt eine Menge von Faktoren, die den körperlichen und mentalen Gesundheitszustand bestimmen. Was den Körper betrifft, spielt bei ihnen sowohl das richtige Verhältnis zwischen Ernährung und Bewegung, als auch die Wahl und das Durchführen eine große Rolle. Sie kultivieren ihre eigenen Lebensmittel, trinken Gletscherwasser und atmen Himalayas Bergluft.

Die Weisheit der Hunza – „Alter hat nichts mit dem Kalender zu tun, sondern bedeutet lediglich das Reifen von Körper und Geist“, sagt eine alte Hunza-Weisheit.

Das Geheimnis der Hunzas für ein langes Leben

Ob ihre Vitalität bis ins hohe Alter ausschließlich auf die Lebensmittel zurückzuführen ist, die das kleine Bergvolk konsumiert, ist wissenschaftlich nicht bestätigt. Dass jedoch ein Volk, welches im Einklang mit der Natur lebt und auf industriell gefertigte Nahrungsmittel verzichtet, ein Kontrastbild zum Lebensstil moderner Gesellschaften bildet, ist klar. Und hier schließt sich der Kreis zu den Erkenntnissen moderner Ernährungslehren, die Konservierungs- und Aromastoffe auch als Grund für Zivilisationskrankheiten, wie Herz-Kreislaufstörungen oder Diabetes sehen.

Nach Dr. Max Otto Bruker, einem Verfechter der Vollwertkost, sind natürliche und unveränderte Lebensmittel für den menschlichen Organismus am wertvollsten, da nur in diesen noch sämtliche Vitalstoffe stecken.

Die Hunzas essen nur zweimal am Tag, ein reichhaltiges Frühstück früh am Morgen, und Abendessen nach dem Sonnenuntergang. Insgesamt verzehren sie aber viel weniger Nahrung als die Menschen aus der westlichen Welt, oftmals 2 bis 3 Mal weniger. 
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus rohen Früchten (Äpfeln, Brombeeren, Godji-Beeren, Kirschen, Birnen, Pfirsiche und Aprikosen), Gemüse (Kartoffeln, Karotten, Rüben, Kürbis, Bohnen, Erbsen, Tomaten, Spinat); Nüssen, wie Haselnüsse, Mandeln und ihre Ölderivate. Ein wichtiges Element ihrer Ernährungsweise besteht darin, dass einmal pro Woche gefastet wird. Daher verfügen sie über, aus unserer Sicht, grenzenlose Energie und Enthusiasmus.

Sie trinken auch große Mengen an reinem mineralreichem Gletscherwasser und sehr wenig von etwas anderem.
Es gibt einen einzigartigen Bestandteil in ihrer Ernährung – Aprikosensamen. Sie essen viel davon. Das Saatgut ist reich an den Vitaminen B17 und B20, und vermutlich ist ihre Zufuhr dieser Vitamine 200 mal größer als es der Durchschnitt der Europäer ist. Der Forschung zufolge sind die Aprikosen des Hunza Valley der Schlüssel dafür, dass sie nicht an Tumoren erkranken.

Sie haben auch einen Abschnitt innerhalb des Jahres, in der Regel zwei bis vier Monate lang, während dessen sie nur von Aprikosensaft leben.
Ihr Lebensstil verlangt viel Arbeit auf dem Feld, also sind sie fast den ganzen Tag über körperlich aktiv. Regelmäßige 20 km lange Wanderungen in den Bergen sind für sie nichts Außergewöhnliches, eher üblich.

Elektrizität, Erdöl oder Kerzen benutzen sie nicht. Stattdessen stehen mit dem Sonnenaufgang auf und schlafen mit dem Sonnenuntergang ein. Schlicht und einfach leben sie im Einklang mit der Natur und ihren Gesetzen, im Hier und Jetzt. Mit Frieden in der Seele.

Ihre Philosophie des Lebens ist sehr einfach –  Gestern ist bereits vergangen, und morgen ist noch nicht da, und so genießen sie es, in der Gegenwart zu leben. 

Zweifel oder Versagensangst gilt in diesem Tal als unbekannt.

Regelmäßige 20 km lange Wanderungen sind für die Bewohner von Hunza nichts Außergewöhnliches.

Alle führen tiefe Entspannungsstechniken durch, meditieren und praktizieren die yogische Atmung, die langsam, tief und rhythmisch durchgeführt wird. All diese Gewohnheiten sind für die Hunzakuts instinktiv. Die westliche Welt muss sie dagegen wiederfinden, um wieder gesund zu werden.

Ihre Gelassenheit ist sofort erkennbar. Man kann darüber nur staunen, wenn man sich die Menschen von Hunza zum ersten Mal anschaut. Denken wir aber kurz darüber nach, enthält diese Tatsache viel Logik in sich.

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                  “Alter” Mann von Hunza, Autor: Maria Ly, CC BY 2.0

An diesem einzigartigen Beispiel, der Bewohner von Hunza, lässt sich feststellen, dass unsere Lebenseinstellung, regelmäßige Bewegung, bewusste Ernährung und das Praktizieren von Entspannungsübungen für die außergewöhnlichen Jahre voller perfekter Gesundheit, Zufriedenheit und Gelassenheit ausschlaggebend sind. 

Es gibt viele Dinge, die wir von ihnen übernehmen können. Stress, ungesunde Lebensweise, körperliche Inaktivität, Fettleibigkeit sind in der heutigen Welt weit verbreitet. Es ist an der Zeit, für einen Moment innezuhalten und um uns herumzuschauen. Es gibt nichts Wichtigeres als uns selbst, und Gesundheit ist unser größter Schatz.

Es bleibt nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass es uns mehr nachdenklich macht und wir einen richtigen Kurs einschlagen.

 


Quelle:  https://steemit.com/life/@milosm2302/meet-the-hunza-people-the-healthiest-people-on-earth

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Kommentare

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3 Kommentare

  1. Carla WInkler

    Hallo, da möchte ich mich kurz einmischen: Vor 30 Jahren besuchte ich die Hunza’s. Schon damals gab es regen Austausch mit den verschiedensten Bevölkerungsgruppen aus den umliegenden Ländern. Die Menschen haben schon immer Kontakt mit den Nachbarstaaten und auch mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern gehabt. Auch historisch gesehen durch die Seidenstraße. Meine persönlichen Erfahrungen von damals auf dem Weg von Indien, Pakistan, China nach Tibet etc. war die Freundlichkeit der Hunzabewohner und die Vorbehalte die man gegen etliche pakistanische Besucher hegte. Wir sollten diese Menschen akzeptieren und nicht versuchen unsere ‘Errungenschaften’ dort einzubringen. Aber in Kontakt kommen – nur so ist nach meiner Überzeugung ein gemeinsamer Konsens möglich.

  2. RobSi

    Finde ich absolut Richtig CARLA WINKLER! !!!

    Nur eines hast du und der Rest der obigen “Kommentatoren” meiner Meinung nach nicht richtig verstanden!!!
    Mit dem Posten dieses Artikels ging es nicht darum den Tourismus dort anzukurbeln und diese alte wertvolle Kultur der Hunzas zu “verwestlichen” sondern genau um das GEGENTEIL! !!
    Der Artikel soll die Leute wachrütteln und den “westlich lebenden” Menschen klar machen und verdeutlichen dass sie von der “westlichen MEDIZIN” / Industrie / Pharmazie / Politik verarscht und betrogen werden!!!!!
    Es soll ihnen das “WAHRE LANGE LEBEN” vorzeigen und daran erinnern !!!!
    Die globalisierten Menschen werden seit Jahrzehnten von ihrer “POLITIK” BEWUSST und ABSICHTLICH von klein auf FALSCH ERZOGEN!!! Und das nur um PROFIT aus den MENSCHEN zu ziehen und um sie leicht kontrollieren und manipulieren zu können!!!

  3. Eddy

    Hallo, war 1980 oben in der Hunzaregion. Damals noch sehr schwer zugänglich. Angenehm war der “lockere” Islam. Die Menschen dort sind Ismaeliten, einer Form des schiitischen Islam. Die Frauen sind nicht verschleiert und man wird auch von ihnen angesprochen. Das war ein deutlicher Unterschied zu anderen Regionen in Pakistan. Es wurden damals schon reichlich Aprikosen und Maulbeeren angebaut. Ob die Leute wirklich gesünder und älter sind als in anderen Regionen lass ich hier mal offen. Ihr wirkliches Alter kennen die Leute eigentlich überhaupt nicht, da es sowas wie Geburtsregister überhaupt nicht gibt. Durch die Höhe der Region ist auch die UV-Strahlung viel höher, was wiederun die Haut schneller altern läßt. Wer dort wie 100-jährig aussieht, muß es nicht wirklich sein. Ich hab dort auch Formen von Hautkrebs gesehen. Vielen älteren Menschen fehlen auch Zähne. So mancher Alte hat auch einen krummen Rücken. Das Leben ist schon hart da oben. Hunza-Salz gibt es dort oben jedoch nicht, da es keine Salzvorkommen in der Gegend gibt. Das Wasser ist jedoch sehr mineralhaltig und gesund. Habe es direkt aus dem Bach getrunken, es hat eine silberen Farbe und der Geschmack ist gewöhnungsbedüftig.
    Es ist ne schöne Gegend mit sehr freundlichen Menschen. Lassen wir sie in Ruhe, vorallem mit den westlichen esoterisch angehauchten Vorstellungen von naturnahen Menschen. Auch Hunza ist kein Paradies (das verlorene Königreich). Ich wurde damals vom Film “Der König von Kafiristen” inspiriert die Gegend zu besuchen. Die Fahrt hoch steht für “der Weg ist das Ziel” und läuft nach so langer Zeit immer noch vor meinem geistigen Auge ab. Ich sehe und staune – atemlos.

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