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Mrz 02

Das Geheimnis des Volkes Hunza und wie sie das sagenhafte Alter von 140 Jahren erreichen

Mit all den Errungenschaften unseres Fortschrittes würde einer denken, wir schaffen uns durchdachte Lebensbedingungen, dank denen man sowohl bequem und angenehm, als auch gesund ein in seiner ganzen Länge einzigartiges Leben durchlebt. Das geschieht allerdings nur selten. In einigen abgelegenen Teilen der Welt, wo die Landschaft und ihre Bewohner noch nicht von unseren Technologien überschwemmt sind, bleiben die Menschen unvergleichlich länger jung und ohne jegliche gesundheitliche Beschwerden.

Etwas Außergewöhnliches isoliert in den Bergen

Es gibt allerdings noch einen Ort auf dieser Erde, der dank seiner Einzigartigkeit, dass seine Bewohner 120 bis unglaublich 140 Jahre erreichen, weltberühmt und heutzutage sogar touristisch attraktiv geworden ist. Die Rede ist von dem Hunza Tal, das sich im Himalaya im Norden Pakistans befindet, in der Nähe von der chinesischen und afghanischen Grenze. Das Volk, das in dieser beeindruckend schönen, sich auf bis 3000 m.ü.M. erstreckenden Landschaft friedlich lebt, nennt sich die Hunzakuts. Diese Menschen kennen die vorzeitigen Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Adipositas nicht und sie freuen sich noch im Alter von 100 Jahren über perfekte Gesundheit, Augenlicht, Zähne und mentale Fähigkeiten. Seit den 30. Jahren des 20. Jahrhunderts untersuchen Forscher und Ärzte regelmäßig ihren Gesundheitszustand und stellen keine Zivilisationskrankheiten fest.hu2“Alte” Frau in der Hauptstadt von Hunza, Karimabad, Shaun D Metcalfe,CC BY 2.0

Klingt erstaunlich. Woran liegt das, dass die einfachen Menschen des Hunza Tals, so lang leben, mag die Frage sein? Es gibt eine Menge von Faktoren, die den körperlichen und mentalen Gesundheitszustand bestimmen. Was den Körper betrifft, spielt bei ihnen sowohl das richtige Verhältnis zwischen der Ernährung und der Bewegung, als auch die Wahl und das Durchführen eine große Rolle. Sie kultivieren ihre eigenen Lebensmittel, trinken Gletscherwasser und atmen Himalayas Bergluft.

Die Weisheit der Hunza – „Alter hat nichts mit dem Kalender zu tun, sondern bedeutet lediglich das Reifen von Körper und Geist“, sagt eine alte Hunza-Weisheit. Ob ihre Vitalität bis ins hohe Alter ausschließlich auf die Lebensmittel zurückzuführen ist, die das kleine Bergvolk konsumiert, ist wissenschaftlich nicht bestätigt. Dass jedoch ein Volk, welches im Einklang mit der Natur lebt und auf industriell gefertigte Nahrungsmittel verzichtet, ein Kontrastbild zum Lebensstil moderner Gesellschaften bildet, ist klar. Und hier schließt sich der Kreis zu den Erkenntnissen moderner Ernährungslehren, die Konservierungs- und Aromastoffe auch als Grund für Zivilisationskrankheiten, wie Herz-Kreislaufstörungen oder Diabetes sehen.

Nach Dr. Max Otto Bruker, einem Verfechter der Vollwertkost, sind natürliche und unveränderte Lebensmittel für den menschlichen Organismus am wertvollsten, da nur in diesen noch sämtliche Vitalstoffe stecken.

Die Arbeit auf dem Feld begleitet sie fast den ganzen Tag. Regelmäßige 20 km lange Wanderungen in den Bergen sind für sie nichts Außergewöhnliches, eher üblich.

Elektrizität, Erdöl oder Kerzen benutzen sie nicht. Stattdessen züchten sie Tiere, stehen mit dem Sonnenaufgang auf und schlafen mit dem Sonnenuntergang ein. Schlicht und einfach leben sie im Einklang mit der Natur und ihren Gesetzen, im Hier und Jetzt. Mit Frieden in der Seele. Zweifel oder Versagensangst gilt in diesem Tal als unbekannt.

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Regelmäßige 20 km lange Wanderungen sind für die Bewohner von Hunza nichts Außergewöhnliches.

 

Alle führen tiefe Entspannungsstechniken durch, meditieren und praktizieren die yogische Atmung, die langsam, tief und rhythmisch durchgeführt wird. All diese Gewohnheiten sind für die Hunzakuts instinktiv. Die westliche Welt muss sie dagegen wiederfinden, um wieder gesund zu werden. Hauptsächlich essen sie frisches Obst und Gemüse, vorzugsweise Mandeln,Bohnen, Erbsen, Tomaten, Spinat, Karotten, Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Brombeeren und Godji-Beeren.

Sie sind gewöhnt, geringe Portionen zu essen. Insgesamt verzehren sie deshalb viel weniger Nahrung als die Menschen aus der westlichen Welt, oftmals 2 bis 3 Mal weniger. 

Ein wichtiges Element ihrer Ernährungsweise besteht darin, dass einmal pro Woche gefastet wird. Daher verfügen sie über, aus unserer Sicht, grenzenlose Energie und Enthusiasmus. Ihre Gelassenheit ist sofort erkennbar. Man kann darüber nur staunen, wenn man sich die Menschen von Hunza zum ersten Mal anschaut. Denken wir aber kurz darüber nach, enthält diese Tatsache viel Logik in sich.

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“Alter” Mann von Hunza, Autor: Maria Ly, CC BY 2.0

An diesem einzigartigen Beispiel, der Bewohner von Hunza, lässt sich feststellen, dass unsere Lebenseinstellung, regelmäßige Bewegung, bewusste Ernährung und das Praktizieren von Entspannungsübungen für die außergewöhnlichen Jahre voller perfekter Gesundheit, Zufriedenheit und Gelassenheit ausschlaggebend sind. Es bleibt nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass es uns mehr nachdenklich macht und wir einen richtigen Kurs einschlagen.

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