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Inspirationen und Weisheiten☼ Bewusstsein, Psyche, Leben und Tod

18 Wissenschaftlich bewiesene Geheimnisse, um dein Glück Sofort zu steigern

Es gibt viele Wege, unsere Stimmung zu heben. Und weil wir alle verschieden sind, wirkt bei jedem etwas anderes. Deshalb haben wir 18 Tipps zusammengetragen, jeder mit einer kleinen Portion Wissenschaft im Rücken. Such dir heraus, was sich für dich stimmig anfühlt.

18 wissenschaftlich belegte Geheimnisse, um dein Glück sofort zu steigern
18 wissenschaftlich belegte Geheimnisse, um dein Glück sofort zu steigern

1) Freue dich über das Glück anderer

Ein Geheimnis, über das kaum jemand spricht, ist die Mitfreude, also die Fähigkeit, sich aufrichtig am Glück anderer zu erfreuen. Wenn wir die guten Nachrichten und kleinen Siege der Menschen um uns feiern, bekommen wir selbst einen Schub durch das geteilte Glück. Freu dich also wirklich, wenn ein Freund befördert wird oder einen schönen Tag hatte. Wenn es uns selbst gerade nicht so gut geht, fällt das schwer, und manchmal suchen wir sogar nach dem Haar in der Suppe. Aber genau dann lohnt es sich. Echte Mitfreude wirkt wie ein Bumerang, der ein Stück Wärme zu uns zurückbringt.

2) Setze auf Erlebnisse statt Besitz

Erfahrungen machen uns glücklicher als angehäufte Dinge. Wer sein Geld für Erlebnisse ausgibt, für Zeit mit Freunden, ein Konzert, einen Ausflug, fühlt sich danach zufriedener als jemand, der dasselbe Geld in Kleidung, Technik oder Schmuck steckt. Erlebnisse werden ein Teil unserer Geschichte. Ein neues Gerät ist nach zwei Wochen einfach nur normal. Dass Geben und Erleben mehr Glück bringen als Besitzen, haben wir in unserem Beitrag Glück entsteht durch Geben und Helfen ausführlicher beschrieben.

3) Pflege soziale Kontakte

Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen der Zahl unserer Kontakte und unserem Glücksempfinden. Eine große Studie mit über 12.000 Menschen fand, dass die Geselligen glücklicher waren als die Zurückgezogenen. Und wer seine Kontakte über die Zeit ausbaute, wurde in der Folge ebenfalls glücklicher. Das ist keine eiserne Regel, eher ein sanftes Muster. Gute Begegnungen wirken wie ein Puffer, der die Härten des Lebens abfedert.
Der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen, und Untersuchungen zeigen, dass vor allem die Qualität der Begegnung zählt. Selbst ein kurzes Gespräch mit Fremden kann uns heben. In einer Studie mit Londoner Pendlern sollte eine Gruppe einen Fremden im Zug ansprechen, eine andere still sitzen bleiben. Wer sich unterhielt, fühlte sich danach deutlich positiver. (Erstaunlich, wo wir doch alle ungern den ersten Satz wagen.) Was am Ende wirklich trägt, hat übrigens eine berühmte Langzeituntersuchung gezeigt, nachzulesen in unserem Beitrag über die Harvard-Studie über das Glück.

4) Verbringe Zeit in der Natur

Studien zeigen, dass sich Krankenhauspatienten schneller erholen, wenn sie aus dem Fenster ins Grüne schauen statt auf eine Mauer. Sogar Pflanzen im Zimmer senken das Schmerzempfinden. Der Grund liegt tief in uns. Unser Nervensystem ist über Jahrtausende an Bäume, Wiesen und Wasser angepasst, nicht an Beton und Glas. Deshalb entspannen wir uns, sobald wir der Natur begegnen. Stress fällt ab, fast wie von selbst. Schon ein kurzer Aufenthalt reicht, wie wir im Beitrag 20 Minuten in der Natur senken den Stresslevel zeigen.


5) Sei freundlich

Anderen zu helfen macht uns selbst glücklicher, und dafür gibt es eine Fülle an Untersuchungen. Vergleiche zwischen Menschen, die Gutes tun, und solchen, die es lassen, fallen immer gleich aus: Die Freundlichen sind zufriedener. Auch ehrenamtliches Engagement tut der Psyche spürbar gut. Das Schöne daran ist der Doppeleffekt. Wir lenken den Blick von den eigenen Sorgen weg, das Nervensystem darf sich lösen, und gleichzeitig schüttet das Gehirn Botenstoffe wie Dopamin und Oxytocin aus, die uns warm ums Herz werden lassen.

6) Entrümple dein Umfeld

Manche fühlen sich im Chaos wohl, andere werden davon ausgebremst. Für viele ist ein unordentlicher Raum wie ein unordentlicher Kopf, beides scheint sich anzustecken. Unordnung kann als ständige visuelle Ablenkung wirken, die Konzentration und Gedächtnis schwächt. Aufräumen dagegen schafft Klarheit, senkt Stress und macht uns produktiver. Du musst nicht die ganze Wohnung umkrempeln. Eine Schublade reicht für den Anfang.

7) Sei dankbar

Dankbarkeit ist einer der einfachsten Wege zu mehr Wohlbefinden. Sie lenkt den Blick auf das Gute, gerade dann, wenn wir zum Grübeln neigen. Und sie ist mehr als ein Trick. Wer sich auf das Schöne richtet, kultiviert tatsächlich mehr positive Gefühle. In einer Studie schrieben rund 395 Eltern einen Dankesbrief, während eine Vergleichsgruppe nur notierte, was sie getan hatte. Bei den Dankbaren hellte sich die Stimmung deutlich auf.
In einer bekannten Untersuchung der Universität Kalifornien notierte eine Gruppe wöchentlich fünf Dinge, für die sie dankbar war, eine andere fünf Ärgernisse. Nach zehn Wochen waren die Dankbaren rund 25 Prozent glücklicher als die Klagenden. Wie tief das geht, zeigt sich sogar auf Zellebene, mehr dazu in unserem Beitrag, wie Dankbarkeit Herz und Gehirn verändert.

8) Achte auf deine Körpersprache

Man sagt, Gefühle stünden uns ins Gesicht geschrieben. Das stimmt, doch die Beziehung läuft in beide Richtungen. Das Innere formt die Haltung, und die Haltung formt das Innere. Wenn du dich übst, offen, aufrecht und entspannt zu sitzen, fühlst du dich mit der Zeit auch so. Eine randomisierte Studie verglich Menschen, die kurz aufrecht saßen, mit solchen, die zusammensackten. Die Aufrechten fühlten sich wacher, gelassener und selbstbewusster. Probier es im nächsten zähen Meeting einfach aus.

9) Meditiere achtsam

Auch Achtsamkeitsmeditation hebt die Stimmung, weil sie uns hilft, nicht in negativen Gedankenschleifen hängenzubleiben. In einer Studie absolvierten etwa hundert Erwachsene ein achtwöchiges Programm. Sie berichteten danach über eine viel bessere Stimmung als die Nichtmeditierenden, und der Effekt hielt ein halbes Jahr. Wahrscheinlich, weil sie dabeiblieben, als sie merkten, wie gut es ihnen tat.
Übe ruhig auch die Meditation der liebenden Güte, im Buddhismus „Metta“ genannt. Dabei richtest du gute Wünsche auf dich und auf andere. Mehrere Auswertungen zeigen ihren Nutzen, und eine wichtige Studie fand schon nach sieben Wochen mehr Freude, Liebe und Dankbarkeit. Was Meditation noch alles bewirkt, haben wir in unserem Beitrag über vier Studien zur Meditation gesammelt.

10) Bewege dich

Bewegung ist einer der zuverlässigsten Stimmungsheber überhaupt. Intensiver Sport bringt das Gehirn dazu, körpereigene Opioide auszuschütten, also die natürliche Version von Morphin. Aber auch sanfte Bewegung tut gut, das kennen die meisten aus eigener Erfahrung. In einer Studie machten über hundert Studierende einen kurzen Spaziergang von zwölf Minuten und fühlten sich danach spürbar besser als jene, die sitzen blieben. Zwölf Minuten. Mehr braucht es manchmal nicht.

11) Tu auch mal gar nichts

Manchmal liegt der Schlüssel zum Wohlbefinden darin, der Versuchung zum ewigen Tun, Tun, Tun zu widerstehen. Im Trubel des Alltags verlieren wir leicht unsere Mitte. Dann ist eine kleine Pause keine Faulheit, sondern eine echte Wohltat. Nichtstun darf sein.

12) Lächle bewusst

Wir lächeln, wenn es uns gut geht. Weniger bekannt ist, dass es auch andersherum funktioniert: Ein bewusst gesetztes Lächeln kann die Stimmung tatsächlich heben. Dahinter steckt die sogenannte Facial-Feedback-Hypothese, nach der ein Gesichtsausdruck eine Rückmeldung ans Gehirn schickt und das passende Gefühl verstärkt. Eine große Studie aus dem Jahr 2022 mit fast 4.000 Menschen aus 19 Ländern hat genau das bestätigt. Es geht dabei nicht ums Aufsetzen einer Maske, sondern um eine bewusste Geste, von der du weißt, dass sie wirkt.

13) Plane etwas Schönes

Schon die Vorfreude auf einen Ausflug, ein Treffen oder eine Reise gibt uns einen Schub. Manchmal sogar genauso viel wie das Ereignis selbst. Eine Studie mit rund 1.500 Menschen fand, dass allein die Urlaubsplanung das Glücksempfinden deutlich steigert, und der Effekt hielt etwa acht Wochen. Das Schöne im Kalender wirkt also lange, bevor es überhaupt da ist.

14) Übe dich in Selbstliebe

Den meisten fällt es leicht, freundlich zu anderen zu sein. Sich selbst zuzuwenden, das ist die Kunst. Dabei ist Selbstfürsorge eine wichtige Übung für die seelische Gesundheit, sonst laufen wir Gefahr, uns aufzureiben. Sie muss nichts Großes sein. Ein Bad mit einem guten Buch, ein Spaziergang, ein Lieblingsgetränk mit einem lieben Menschen. Was zählt, ist das „absichtlich“. Genau diese bewusste Entscheidung macht aus einer Kleinigkeit einen Akt der Selbstliebe.

15) Suche nach Sinn

Sinn ist etwas zutiefst Menschliches. Wir blühen auf, wenn wir ihn spüren, ob in der Arbeit, in einem Hobby oder in kleinen Taten. Untersuchungen zeigen das schön: Menschen fotografierten, was ihrem Leben Sinn gab, also Lieblingsorte, Erinnerungen, geliebte Gesichter, und dachten eine Woche später darüber nach. Danach empfanden sie mehr Sinn, mehr positive Gefühle und mehr Zufriedenheit. An ihren Lebensumständen hatte sich nichts geändert. Nur ihr Blick.

16) Schreibe Selbstaffirmationen

Selbstaffirmationen sind Sätze, die unsere Grundwerte bekräftigen. Anders als klassische Wunsch-Affirmationen verstärken sie das Gute, das schon in uns steckt. Sie gründen auf der Theorie der Selbstbestätigung, die der Psychologe Claude Steele 1987 prägte: Wir haben den tiefen Drang, uns selbst in einem guten Licht zu sehen. Studien zeigen, dass uns das Aufschreiben solcher Sätze ruhiger und widerstandsfähiger macht und das Selbstwertgefühl stärkt. Finde heraus, was dir wirklich wichtig ist, halte es in ein, zwei Sätzen fest und wiederhole sie täglich.

17) Nutze deine Stärken

Eng verwandt ist es, die eigenen Stärken bewusst einzusetzen. Ist Kreativität deine Stärke, dann schenk ihr eine Woche lang Raum. Liegt dir Freundlichkeit, dann lebe sie ganz gezielt. Manche Untersuchungen fanden, dass Menschen, die so üben, sich glücklicher und weniger niedergeschlagen fühlen. Und das Erstaunliche: Der Schub hielt bis zu sechs Monate an. Vermutlich, weil es einfach guttut und man dranbleibt.

Die größte Entdeckung meiner Generation ist, dass ein Mensch sein Leben verändern kann, indem er seine innere Einstellung verändert.

William James, Psychologe

18) Vergleiche dich nicht mit anderen

Dieser Tipp ist keiner zum Tun, sondern einer zum Lassen. Kaum etwas macht uns so zuverlässig unglücklich wie der Vergleich mit anderen. Wir kennen unser eigenes Leben mit all seinen Kämpfen ganz genau, sehen bei anderen aber nur die Hochglanzseite, ihr „Highlight Reel“. Wir sehen nie die ganze Geschichte, nur die Schnappschüsse, die man uns zeigt.
Es heißt, das Gras auf der anderen Seite sei immer grüner. In Wahrheit ist es dort am grünsten, wo du es gießt. Kümmere dich um deinen eigenen Garten, freu dich über deine kleinen Erfolge und sorg dich weniger darum, wie du von außen wirkst. Wie sehr ständiges Vergleichen und Grübeln das Gehirn umprägt, zeigen wir im Beitrag Wer oft negativ denkt, trainiert sein Gehirn zum Unglücklichsein.

Das waren die 18 Wege zu mehr Glück. Vielleicht ist einer dabei, der dich heute schon leichter macht. Und wenn du magst, teile ihn mit jemandem, der gerade ein bisschen Aufwind gebrauchen kann.


Empfehlungen zum Thema:

Wenn du eine dieser Übungen vertiefen möchtest, hier die besten Begleiter zu diesem Thema:
1) Das 6-Minuten-Tagebuch*, ein sanfter Begleiter für tägliche Dankbarkeit und Selbstaffirmationen, der die Tipps 7, 14 und 16 ganz praktisch in den Alltag holt.
2) Das kleine Buch vom achtsamen Leben*, kurze Übungen für mehr Ruhe und bewusste Momente, ideal als Einstieg in die Achtsamkeit aus Tipp 9.
3) Bücher zur Glücksforschung*, fundierte Begleiter, wenn du tiefer verstehen willst, was uns Menschen wirklich zufrieden macht.
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