«

»

Okt 03

Das Märchen von Bluthochdruck – 12 Wege den Blutdruck natürlich zu senken, ohne Medikamente zu verwenden

bluddruck

Bluthochdruck ist ein weltweit bedeutsames Gesundheitsrisiko, wobei sich bei bestehendem Bluthochdruck beispielsweise die Wahrscheinlichkeit für Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Schlaganfall, Einschränkung der Nierenfunktion oder Durchblutungsstörungen der Beine erhöht.

Jeder 5. Deutsche hat mittlerweile zu hohen Blutdruck. Aber das bedeutet nicht, dass man sich teuren und schädlichen Medikamenten mit unsäglichen Nebenwirkungen zuwenden muss.

Folglich wirken die Medikamente nicht nur gezielt gegen Bluthochdruck. Sie senken zwar den Blutdruck, beeinflussen nebenher jedoch noch viele andere Körperfunktionen.

Auf Dauer kann das früher oder später zu Problemen führen. Da diese aber nicht unmittelbar nach der Einnahme der Medikamente auftreten, fällt es nicht leicht, hier Zusammenhänge herzustellen.

Immer wieder jedoch widmen sich Forscher dieser Problematik und entdecken, bei offiziell als harmlos oder nebenwirkungsarm betitelten Medikamenten, plötzlich langfristige Nebenwirkungen, die alles andere als harmlos sind.

Dabei kann man den Blutdruck ganz natürlich mit einigen einfachen Lebensstiländerungen senken. Schau dir einfach mal die Liste unten an:

1) Aromatherapie

Der Gebrauch von ätherischen Ölen ist sehr beliebt geworden, und viele von ihnen haben eine entspannende Wirkung. In einer Studie von Wellnesseinrichtungen haben ätherische Öldämpfe, die eine Stunde angewendet wurden (aber nicht mehr), den Blutdruck und Puls reduziert. Dafür kann man folgende Öle anwenden: Lavendel, Ylang Ylang, Rosenholz, Zitrone und Weihrauch.

2) Probiotika

Eine im Juli 2014 in der Fachzeitschrift „Hypertension“ publizierte Studie untersuchte die Effekte von Probiotika auf den Blutdruck. Diese Metaanalyse (zusammenfassende Auswertung) von neun hochwertigen Studien bestätigte eine moderate Blutdrucksenkung durch die Einnahme von Probiotika. Dabei war der blutdrucksenkende Effekt abhängig von der bestehenden Blutdruckhöhe, d. h. bei hohem Blutdruck war die Blutdrucksenkung stärker ausgeprägt, während bei normalem Blutdruck keine relevante Blutdrucksenkung erzielt wurde. Empfehlenswert sind der Verzehr von fermentierten Nahrungsmitteln, wie Sauerkraut und eingelegte Gurken in Rohkostqualität. Aber auch Probiotika aus Topinambur. Eines der empfehlenswerten flüssigen Probiotika wird aus nur zwei Zutaten hergestellt: Wasser und 10% Topinambursaft aus Bioanbau plus den für den Fermentationsprozess erforderlichen Mikroorganismen. Das Produkt verzichtet gänzlich auf sonstige Zuckerzusätze, da die Topinamburknolle der kleinen Sonnenblume von Haus aus Inulin enthält. Inulin ist ein bekanntes Prebiotika, von dem sich die Probiotikabakterien ernähren und somit gut vermehren können. Da zum Aufbau einer gesunden Darmflora somit neben den Probiotika (Bakterien) auch immer Prebiotika (Essen für die Bakterien) eingenommen werden sollte, ist es ideal, beides in Kombination zu sich zu nehmen. Dieses ist bei Topinambur-Probiotika der Fall.

3) Spargel

Spargel hat einen positiven Effekt auf das Herz. Er kann helfen, den Blutdruck zu senken und ist reich an Balaststoffen, Vitaminen, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffen.

4) Meditation

Meditation ist in der Beliebtheit sehr gewachsen, und bei regelmäßiger Praxis läßt sich damit der Blutdruck senken. Es gibt viele verschiedene Meditationsrichtungen. Finde einfach die passende für dich heraus.

5) Yoga

Während Meditation auch ein Teil davon ist, erhält man durch die Bewegung und dem Schwitzen beim Yoga weitere gesundheitliche Vorteile. Das beste daran ist, dass diese Praxis sowohl von jung als auch von alt durchgeführt werden kann. Studien weisen darauf hin, dass Yoga helfen kann, den Blutdruck zu senken.

6) Leinsamen und Chia Samen

Chia Samen wirken blutdrucksenkend und blutverdünnend. im Jahr 2014 fand man in einer brasilianischen Studie heraus, dass der Blutdruck nach einer 12-wöchigen Einnahme von Chia-Samen (gemahlen) den Blutdruck senken konnte.
Leinsamen sind eine reiche Quelle der Alphalinolensäure, die Entzündungen reduzieren und den Blutdruck senken kann. Man empfiehlt, zwei Esslöffel geschrotete Leinsamen zur täglichen Ernährung hinzuzufügen — Man kann es wunderbar in Müslis verwenden.

7) Rote Beete

Rote Beete sind eine reiche Quelle an Nitraten und kann helfen, Blutgefäße zu entspannen, was auf niedrigeren Blutdruck hinausläuft.
Am besten nimmt man die rote Beete in roher Form zu sich, z.B. als Saft ausgepresst oder im Salat.

8) Blaubeeren

Diese bekannte Beere ist eine andere große Quelle an Stickstoffmonoxid und kann helfen den Blutdruck zu senken. Die zusätzlichen Vorteile von Heidelbeeren für die Gehirn- und Darmgesundheit machen aus ihr ein wahres Superfood.

9) Sauna

Ob Trocken-, Dampf- oder Infrarotsauna, wie es sich herausgestellt hat, wirkt saunieren vorteilhaft auf das Herz. In einer Studie wurde herausgefunden, dass bei älteren Erwachsenen eine Saunatherapie den Blutdruck ziemlich bedeutend gesenkt hat.

10) Schlaf-Therapie

Schlechter Schlaf kann auf Entzündung, verstopfte Arterien und erhöhten Blutdruck hinauslaufen. Deshalb sollte man vor dem zu Bett gehen Anreize vermeidend. Am besten schläft es sich in dunklen und kühlen Zimmern. Helle Lichter sollte man mindestens 30 Minuten vor dem schlafen gehen meiden. Der Blutdruck läßt sich durch besseren Schlaf deutlich senken.

11) Walnüsse

Kleine Nuss, große Kraft: Schon neun Walnüsse und ein Teelöffel Walnussöl täglich können den Körper vor zu hohem Blutdruck in Stresssituationen schützen. Zu diesem Ergebnis kommen US-Wissenschaftler der Pennsylvania State University.

Sie konnten auch zeigen, dass Walnüsse in Kombination mit Leinöl den Zustand der Blutgefäße verbessern können. Die Forscher um Sheila West von der Pennsylvania State University in University Park sehen in ihren Ergebnissen einen weiteren Beleg für die wichtige Rolle von Walnüssen im Rahmen einer gesunden Ernährung. Sie berichten über ihre Ergebnisse im Fachmagazin “Journal of the American College of Nutrition”.

12) Vegane (Rohkost)Ernährung

Neue Studie belegt: Veganer haben seltener Bluthochdruck

Die Datenauswertung zeigt, dass Bluthochdruck besonders selten bei den vegan lebenden Personen auftrat. Spezifisch wurde bei den veganen Teilnehmern eine im Vergleich zu den Mischköstlern um 63% erniedrige Auftretenswahrscheinlichkeit von Bluthochdruck beobachtet.

Vegetarier, die noch Milch und Eier verzehrten,  zeigten eine um 43% geringere Auftretenswahrscheinlichkeit von Bluthochdruck.

Demgegenüber betrug die Risikoreduktion bei den Semi-Vegetariern (Teilzeit-Vegetarier) lediglich 8% und verfehlte damit die statistische Signifikanz. Das höchste Risiko trat deskriptiv bei den Mischköstlern (Fleischessern) auf.

Die deutliche Risikosenkung durch die vegane Ernährung und die geringere Risikosenkung durch eine vegetarische Ernährung ließen sich teilweise, aber nicht ausschließlich, durch den Body Maß Index erklären, der bei vegan und vegetarisch lebenden Personen geringer ausfällt als bei Teilzeitvegetariern und Fleischessern.

Wie sind Befunde zu bewerten?

Die Befunde von Pettersen et al. (2012) sprechen für eine Schutzwirkung insbesondere der veganen Ernährung bezüglich der Herausbildung eines die Gesundheit gefährdenden Bluthochdruckes. Reine Fleischreduktion reicht demgegenüber nicht aus, wie sich anhand der Teilstichprobe der Teilzeit-Vegetarier erkennen lässt, die keine statistische signifikante Risikominderung erreichten.

Die neuen Befunde zur Schutzwirkung einer veganen Ernährung vor Bluthochdruck konvergieren mit Untersuchungen, die ein besonders geringes Risiko für Herzerkrankungen für fleischlos lebende Personen berichten. Untersuchungen weisen aber auch noch auf zusätzliche Schutzeffekte der veganen Ernährung hin, die offenbar außerdem die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen zu reduzieren vermag.

Auch aus Gesundheitsgründen “besser vegan”

Die stärkste Motivation für eine vegane Ernährung sind typischerweise ethische Überlegungen. Immer mehr stützen neue Untersuchungsbefunde aber zusätzlich eine gesundheitliche Motivation, da die vegane Lebensweise – offenbar noch über den ovo-lacto-Vegetarismus hinausgehend – die Erhaltung der menschlichen Gesundheit unterstützt.

Bereits jetzt ist Menschen mit Bluthochdruck oder Personen, die ein Risiko für Bluthochdruck aufweisen, dringend zu empfehlen, auf eine vegane (Rohkost)Ernährung umzustellen.

 

Empfehlung zum Thema:


Quelle: Pettersen, B.J., Anousheh, R., Fan, J., Jaceldo-Siegl, K., &  Fraser, G.E.  (2012). Vegetarian diets and blood pressure among white subjects: results from the Adventist Health Study-2 (AHS-2), Public Health Nutrition, 15 (10): 1909-1916.

Drucken

Kommentare

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://bewusst-vegan-froh.de/12-wege-den-blutdruck-natuerlich-zu-senken-ohne-medikamente-zu-verwenden/

3 Kommentare

  1. Cassio Peia

    ich finde es sehr schade, dass man eure berichte nicht kopieren und somit nicht an Personen, die über keine Internetverbindung verfügen weitergeben kann.
    es wird dadurch doch niemandem etwas genommen! im Gegenteil, nur geholfen. ist das nicht in eurem sinne!
    lieben gruß!

    1. Paul

      Hallo Cassio Peia,
      natürlich kannst du diesen Betrag kopieren bzw. drucken.
      Klicke einfach unten links auf das kleine Druckerzeichen, dann kannst du es ausdrucken und weitergeben.

      Gruss Paul

  2. Fatih

    Dass man den Blutdruck so sehr durch die Nahrung beeinflussen kann, wusste ich bis dato ja garnicht. Klar könnte man sich schon denken, dass ungesunde Lebensmittel ggf zu Fettleibigkeit führen können, welche dann Bluthochdruck verursachen kann. Aber dass Beispielsweise Spargel, Rote Beete, Blaubeeren oder auch Veganerohkost solch positive Auswirkungen auf unseren Blutdruck haben kann, ist wirklich Goldwert zu wissen!

    Aus der ganzen Liste ist mein persönlicher Favorit ja das Meditieren. Ich kann es jedem (selbst an nicht an Bluthochdruck erkrankten) zu Meditieren nur wärmstens empfehlen! Fühlt sich Top an!

    Im großen und ganzen, klasser Artikel! 🙂
    Kann man wirklich jedem, der an Bluthochdruck leidet wärmstens empfehlen. 🙂

    MfG Fatih

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Abonniere Jetzt unseren kostenlosen Newsletter und erhalte regelmäßig interessante Beiträge und Tipps per E-Mail.