Würmer loswerden ist ganz einfach: So nutzt du die Kraft der Natur gegen Parasiten
Gewürznelken gegen Parasiten: Das Hausmittel, das die Forschung erst jetzt einholt
Rund 1,5 Milliarden Menschen tragen weltweit bodenübertragene Würmer in sich, so eine Auswertung der weltweiten Krankheitslast (Infectious Diseases of Poverty). Und nein, das ist kein reines Tropenthema. Auch bei uns bleibt vieles jahrelang unbemerkt, weil die Anzeichen so unauffällig sind: Müdigkeit, Blähungen, Juckreiz, den niemand erklären kann.
Dagegen liegt in fast jeder Küche etwas, das seit Jahrhunderten genau dafür genutzt wird. Wir schauen uns an, warum ausgerechnet die getrocknete Nelkenknospe zu den am besten untersuchten Gewürzpflanzen der Welt gehört, was ihr Hauptwirkstoff Eugenol im Darm anstellt, warum er nicht nur Würmer trifft, sondern auch Bakterien und Hefepilze, und welchen simplen Anwendungsfehler die meisten machen. Am Ende weißt du, wie eine Nelkenkur wirklich aufgebaut ist.

Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin sei eure Nahrung.
Hippokrates von Kos
Gewürznelken kauen, die einfache Methode
Die Anwendung ist unspektakulär. Zweimal täglich zwei getrocknete Nelkenknospen gründlich kauen, jeweils etwa eine halbe Stunde vor dem Essen. Vier Stück am Tag genügen (warum nicht mehr, dazu weiter unten). Beim Kauen treten die ätherischen Öle aus und gehen zum Teil schon über die Mundschleimhaut in den Körper. Der Abstand zum Essen ist der eigentliche Trick: auf nüchternen Magen kommen die Wirkstoffe unverdünnt im Verdauungstrakt an.
Auch ohne akuten Verdacht lohnt sich das, etwa nach einer Fernreise, nach ungewaschener Rohkost oder bei engem Kontakt mit Tieren. Der bekannteste Übertragungsweg steht allerdings woanders: Bandwürmer der Gattung Taenia gelangen über rohes oder nicht durchgegartes Fleisch in den Menschen, Rindfleisch bei der einen Art, Schweinefleisch bei der anderen, so eine Übersichtsarbeit zu Bandwürmern beim Menschen (Tapeworms, Meat and Man). Roher Fisch bringt seine eigenen mit. Dieser Weg fällt von einem pflanzlichen Teller einfach weg. Nicht jedes Risiko, die ungewaschene Möhre bleibt eins, aber der größte Brocken ist vom Tisch. Wer betroffen ist, braucht Geduld: In der Erfahrungsheilkunde ist von einigen Tagen bis mehreren Wochen die Rede. Und bei einem bestätigten Befall gehört ohnehin jemand mit ins Boot, der den Verlauf begleiten kann.
Was in so einer kleinen Knospe steckt
Die getrocknete Knospe des Gewürznelkenbaums (Syzygium aromaticum) ist längst kein bloßes Küchengewürz mehr. Sie zählt zu den pharmakologisch am gründlichsten untersuchten Gewürzpflanzen überhaupt, das zeigt eine Übersichtsarbeit im Journal of Medicinal Plants Studies (Überblicksartikel zu Syzygium aromaticum). Was Generationen vor uns ausprobiert und weitergegeben haben, holt die Pharmakologie gerade Stück für Stück ein.
Das ätherische Öl
Getrocknete Nelken bestehen zu 15 bis 20 Prozent aus ätherischem Öl. Das ist enorm viel für eine so kleine Knospe.
Den Löwenanteil davon macht Eugenol aus, 70 bis 90 Prozent, und es ist auch der Stoff, der so unverwechselbar riecht. Eugenol wirkt gegen Parasiten, Bakterien, Pilze und Entzündungen zugleich. Eine Arbeit im Journal of Parasitology Research zeigte, dass es Beweglichkeit und Lebensfähigkeit verschiedener Wurmarten deutlich herunterfährt (Parasitology Research zu Eugenol). In Phytotherapy Research fand sich der Mechanismus dahinter: Eugenol setzt die Parasiten unter oxidativen Stress und beschädigt ihre Zellmembranen (Studie in Phytotherapy Research).
Dazu kommt Beta-Caryophyllen, ein Pflanzenstoff aus der Gruppe der Sesquiterpene. Er dockt an den Cannabinoid-Rezeptor CB2 an, also an eine körpereigene Andockstelle, die Entzündungen mitreguliert, und dämpft darüber genau die Reizungen, die einen Parasitenbefall so oft begleiten. Das European Journal of Pharmacology hat diesen Weg im Detail beschrieben (Studie zu Beta-Caryophyllen). Ylangene und Acetyleugenol verstärken das Ganze, sie arbeiten dem Eugenol zu.
Die Gerbstoffe, die kaum jemand erwähnt
Neben dem Öl stecken in Nelken reichlich Tannine, also Gerbstoffe. Die greifen Eiweiße in der äußeren Schicht von Parasiten an. Vereinfacht gesagt: sie beschädigen den Schutzmantel der Würmer und machen sie angreifbar. Nebenbei wirken sie zusammenziehend auf die Darmschleimhaut und beruhigen die gereizte Darmwand, die bei einem Befall ordentlich etwas abbekommt.
Und die Flavonoide
Kaempferol, Quercetin, Rhamnetin. Diese Pflanzenstoffe fangen freie Radikale ab, von denen bei einer Parasiteninfektion mehr entstehen als sonst. Das Journal of Agricultural and Food Chemistry stufte Nelken als eines der Lebensmittel mit der höchsten antioxidativen Kapazität überhaupt ein (Studie zur antioxidativen Kapazität). Ein Gewürz, das im Regal zwischen Zimt und Piment steht, und niemand redet darüber.
Was die Forschung zu Würmern sagt
Hier hört das Erfahrungswissen auf und die Datenlage fängt an. Eine Untersuchung im Asian Pacific Journal of Tropical Biomedicine testete Nelkenextrakt an verschiedenen Darmparasiten und fand eine deutliche wurmtötende Aktivität (Studie zur anthelminthischen Wirkung). Verantwortlich dafür ist nach Einschätzung der Forscher vor allem das Eugenol im Zusammenspiel mit den übrigen Inhaltsstoffen.
Noch interessanter ist eine zweite Arbeit in Parasitology Research. Sie zeigt, dass ätherisches Nelkenöl die Entwicklung der Eier hemmt (Studie zur Hemmung der Ei-Entwicklung). Und genau das ist der Punkt, an dem die meisten Kuren scheitern. Man bekämpft die erwachsenen Würmer, freut sich über die Besserung, und drei Wochen später ist die nächste Generation geschlüpft.
Aus demselben Grund taucht die Nelke in der traditionellen Parasitenkur immer zusammen mit Wermutkraut (Artemisia absinthium) und Schwarzwalnussschale auf, bekannt als „Drei-Kräuter-Kur“ nach Hulda Clark. Die Nelke übernimmt darin die Eier und Larven, die beiden anderen die ausgewachsenen Würmer. Diese Kombination ist überliefert und nicht klinisch geprüft, und trotzdem sagt es einiges, dass altes Anwendungswissen dieser Art in der Schulmedizin bis heute kaum vorkommt.
Nicht nur Würmer
Was die Nelke so wertvoll macht, ist ihre Reichweite. Eugenol wirkt nachweislich gegen Staphylococcus aureus, gegen Diphtheriebazillen und sogar gegen den Tuberkulose-Erreger. Letters in Applied Microbiology belegt die starke antibakterielle Wirkung sogar gegen antibiotikaresistente Staphylokokken (Studie zu antibakterieller Wirkung). Und im Journal of Antimicrobial Chemotherapy zeigte sich, dass Eugenol die Biofilmbildung hemmt, also jene zähe Schutzschicht, hinter der sich Bakterien vor unseren Abwehrzellen verstecken (Studie zur Biofilmhemmung). Bei chronischen Infekten ist das ein großes Thema.
Gegen Hefepilze läuft es ähnlich. Nelkenöl wirkt gegen Candida albicans, und zwar selbst gegen widerstandsfähige Stämme, wie das Journal of Medical Microbiology zeigt (Studie zur antifungalen Wirkung). Das passt zusammen, denn Candida tritt bei Parasitenbefall oft als Begleiter auf. Bei Viren steht die Forschung noch am Anfang, erste Ergebnisse deuten aber auch dort auf hemmende Eigenschaften hin (Übersicht zur antiviralen Wirkung).
Die Natur ist die beste Apotheke.
Paracelsus
Vier Dinge, die den Unterschied machen
1) Qualität. Nimm ganze, biologisch angebaute Knospen, dunkelbraun und beim Drücken mit dem Fingernagel leicht ölig. Es gibt einen alten Test dafür: Leg eine Nelke in ein Glas Wasser. Steht sie senkrecht oder sinkt sie, ist der Ölgehalt hoch. Schwimmt sie flach obenauf, ist sie ausgetrocknet und du kaust im Grunde Holz.
2) Dosierung, und hier lohnt sich Rechnen. Fang mit einer einzigen Knospe an und steigere langsam auf zwei pro Anwendung. Das Öl ist intensiv, bei empfindlichen Menschen brennt es anfangs leicht im Mund. Mehr als vier Knospen am Tag brauchst du nicht. Eine Nelke wiegt rund 0,18 Gramm und liefert etwa 19 bis 32 Milligramm Eugenol. Als unbedenkliche Dauermenge gelten in der Toxikologie 2,5 Milligramm Eugenol je Kilogramm Körpergewicht und Tag (Sicherheitsbewertung zu Eugenol), bei 70 Kilogramm also 175 Milligramm. Vier Nelken bleiben darunter, sechs können ihn überschreiten, gerade bei kräftigen Knospen und geringerem Körpergewicht.
3) Dauer. Zur Vorbeugung genügen sieben bis vierzehn Tage, alle drei bis vier Monate wiederholt. Bei aktivem Befall solltest du mindestens drei bis vier Wochen durchhalten, sonst erwischst du den Fortpflanzungszyklus nicht (genau der Punkt aus der Studie zur Ei-Entwicklung oben).
4) Wenn Kauen nicht geht. Dann mahl die Nelken in der Kaffeemühle fein und füll das Pulver in Kapseln, oder setz einen kräftigen Tee auf. Am schnellsten und vollständigsten kommen die Wirkstoffe allerdings beim Kauen frei.
Wer vorsichtig sein sollte
Natürlich heißt nicht harmlos. In der Schwangerschaft und Stillzeit gehören hochdosierte Nelkenanwendungen nicht auf den Plan, denn Eugenol kann in hohen Dosen wehenfördernd wirken. Kinder unter sechs Jahren sollten keine ganzen Nelken kauen, für sie ist ein milder Tee der bessere Weg. Und wer Blutverdünner nimmt, klärt es vorher ab, weil Eugenol die Blutgerinnung beeinflusst (Studie zur Wirkung auf die Blutgerinnung). Bei einer bekannten Allergie gegen Nelken bleibt die Kur ohnehin außen vor.
Und was ist mit der Leber? Die dokumentierten Leberschäden durch Eugenol stammen ausnahmslos von konzentriertem Nelkenöl, nicht von Knospen. Bei einem Kleinkind reichten dafür 10 Milliliter Öl, also etwa 8.000 Milligramm Eugenol auf einen Schlag (Fallbericht zu Eugenol und Leberversagen). Vier gekaute Knospen kommen auf gut ein Prozent dieser Menge. Der Unterschied zwischen Gewürz und Öl ist hier der entscheidende. Ätherisches Nelkenöl gehört deshalb nach außen und niemals löffelweise in den Mund. Wer eine Lebererkrankung hat oder dauerhaft Medikamente nimmt, bespricht die Kur trotzdem vorher ab. Länger als drei bis vier Wochen am Stück braucht sie ohnehin niemand.
Was die Kur erst rund macht
Eine Nelke allein richtet wenig aus, wenn drumherum alles bleibt wie bisher. Hier trifft sich die alte Heilkunde erstaunlich genau mit der Mikrobiomforschung.
1) Zucker runter. Parasiten leben bevorzugt von Zucker und einfachen Kohlenhydraten. Stattdessen: fermentiertes Gemüse, frischer Knoblauch, Kürbiskerne mit ihrem Cucurbitin und alles, was Faserstoffe mitbringt. Hildegard von Bingen empfahl Kürbis und Bitterkräuter zur Darmreinigung, ein paar Jahrhunderte bevor jemand das Wort Mikrobiom kannte.
2) Darmflora aufbauen. Eine dichte, gut besiedelte Darmflora ist die eigentliche Abwehr. Probiotische Lebensmittel und präbiotische Ballaststoffe, also Futter für die guten Bakterien, machen den Darm zu einem ungemütlichen Ort für ungebetene Gäste.
3) Hygiene mitdenken. Händewaschen, Obst und Gemüse gründlich waschen, sauberer Umgang mit Haustieren. Klingt banal, entscheidet aber darüber, ob nach der Kur alles von vorn losgeht.
Und noch etwas, das in keiner Studie steht: Es tut gut, dem eigenen Körper wieder etwas zuzutrauen. Eine Handvoll Nelkenknospen im Schraubglas neben dem Herd, morgens und abends zwei Stück, mehr braucht dieser Anfang nicht. Wer bei ernsteren Beschwerden jemanden an seiner Seite hat, der untersuchen und begleiten kann, macht es genau richtig. Das eine schließt das andere nie aus.
Empfehlungen zum Thema:
Wenn du tiefer in das Thema Parasitenkur einsteigen möchtest, findest du hier die besten Begleiter zu diesem Thema:
1) Bio-Gewürznelken, ganze Knospen*, ideal zum Kauen und für Tees, in geprüfter Bio-Qualität und unbehandelt.
2) Hulda Clark, Heilung ist möglich*, das Standardwerk zur Drei-Kräuter-Kur mit Nelke, Wermut und Schwarzwalnuss.
3) Bio-Nelkenöl, ätherisch*, für die äußere Anwendung und die Aromatherapie, pur und kraftvoll.
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Hast du bereits Erfahrungen mit Gewürznelken gegen Parasiten gemacht? Wir freuen uns, wenn du deine Beobachtungen in den Kommentaren mit uns teilst.








Nelke, so habe ich mein Zahn ruhig gestellt bis ich zum Zahnarzt ging- fantastisch.Ich kaute 5 Nelken wo Zahn weh tat.
Wir hatten schlimme Zahnfleisch Entzündung, mit Nelken Wasser spülen:
10 Nelken mit heißem Wasser übergießen und zudecken. Nach 5 Stunden kann man benutzen,Nelken drin lassen bis Wasser alle ist. Es hat geholfen,nach 1 Woche ein Wunder,keine Entzündung da,Zahnfleisch tat nicht mehr weh. Jetzt wird weiter alle 2 Wochen Mund 1 Woche gespült.
Danke Euch für alle wunderbare Tipps. Ich liebe euch.
Alles gute für euch und auch danke für so wunderbare Berichte ❤❤❤❤❤❤❤❤
Fünf Nelken direkt auf den Zahn, das klingt nach echter Not, und dass es dich bis zum Termin durchgetragen hat, freut uns sehr. Dass du jetzt weiter spülst, obwohl längst nichts mehr weh tut, ist genau der Teil, den die meisten weglassen. Danke, dass du es so genau aufgeschrieben hast, das liest irgendwann jemand um drei Uhr nachts mit pochendem Zahn und weiß dann, was zu tun ist. ❤️