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4 Trinkzeiten für Wasser: Kardiologe verrät, wann ein Glas das Herzinfarktrisiko halbiert

Fünf Gläser Wasser am Tag, und das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, sinkt ungefähr auf die Hälfte. Das ist das Ergebnis einer Studie der Loma Linda University an rund 20.000 Menschen. Und ein Kardiologe sagt: Auf das Wann kommt es fast noch mehr an als auf das Wie viel.

Kennst du das? Du schläfst tief, und irgendwann gegen drei holt dich dein Körper sanft, aber bestimmt aus dem Traum. Toilette. Viele stellen deshalb abends das Wasserglas weg, manche trinken ab 18 Uhr gar nichts mehr. Ehrlich gesagt berauben sie sich damit einer der einfachsten Schutzmaßnahmen, die es für das Herz gibt.

Hier geht es um vier Momente am Tag, in denen ein einziges Glas Wasser mehr bewirkt als zu jeder anderen Zeit. Darum, warum das nächtliche Aufwachen ein gutes Zeichen ist, warum das Blut in den frühen Morgenstunden dicker wird und weshalb Menschen mit fünf Gläsern täglich in der Loma-Linda-Studie nur etwa halb so oft an einer Herzkrankheit starben wie Menschen mit zwei Gläsern. Und darum, warum nicht jedes Wasser gleich ist. Fangen wir nachts an.

Warum du nachts aufstehen musst, und warum das gut so ist

Was hier passiert, ist im Grunde Folgendes: Solange du stehst und sitzt, zieht die Schwerkraft Wasser in deine Beine. Das sind die geschwollenen Knöchel am Abend, die Socken mit Abdruck. Sobald du dich hinlegst, liegen Beine und Nieren auf einer Höhe. Das Wasser, das tagsüber unten festhing, fließt zurück in den Kreislauf, und die Nieren bekommen es endlich zu fassen. Deshalb meldet sich die Blase nachts, nicht weil du zu viel getrunken hast, sondern weil dein Körper gerade aufräumt.

Die Nieren brauchen Wasser, um Abfallstoffe aus dem Blut zu holen und ihre eigenen Gefäße offen zu halten. Die National Kidney Foundation beschreibt es nüchtern: Bei Wassermangel kommen Blut und Nährstoffe nicht mehr richtig an, schwerer Wassermangel kann die Nieren dauerhaft schädigen. Jeder nächtliche Gang ist also, wenn man so will, ein Beleg dafür, dass die Filteranlage läuft. (Wer regelmäßig drei- oder viermal raus muss, lässt das trotzdem einmal abklären, das kann andere Gründe haben.) Was den Nieren dagegen wirklich zusetzt, steht in unserem Beitrag über die zehn Alltagsgewohnheiten, die still die Nieren ruinieren.


„Alles ist aus dem Wasser entsprungen! Alles wird durch das Wasser erhalten!“

Johann Wolfgang von Goethe, Faust II (Thales in der Klassischen Walpurgisnacht)

Die Timing-Formel des Kardiologen

Der Rat stammt von einem Herzarzt und kursiert seit Jahren, weil er so einfach ist. Sein Kern: Wasser ist nicht nur Wasser, es ist Medizin, wenn es zur richtigen Zeit kommt. Vier Zeitpunkte nennt er.

1) Zwei Gläser direkt nach dem Aufwachen. Nach sieben oder acht Stunden ohne einen Schluck sind deine Organe wie Pflanzen nach einem heißen Tag. Das erste Wasser weckt Nieren, Darm und Kreislauf, bevor der Kaffee überhaupt eine Rolle spielt. Mehr dazu in unserem Beitrag darüber, was passiert, wenn du direkt nach dem Aufstehen drei Gläser reines Wasser trinkst.

2) Ein Glas etwa 30 Minuten vor jeder Mahlzeit. Das bereitet die Verdauung vor wie ein gewässertes Beet, das die Nährstoffe aufnehmen kann, denn Verdauungssäfte und Enzyme arbeiten mit Wasser. Viele merken außerdem, dass sie so langsamer und weniger essen, ganz ohne Vorsatz.

3) Ein Glas vor dem Baden oder Duschen. Der überraschendste Punkt: Warmes Wasser weitet die Gefäße, der Blutdruck sinkt, und mit einem Glas im Kreislauf fällt dieser Übergang sanfter aus, das Herz muss weniger nachregeln. Der Kardiologe nennt es eine natürliche Blutdrucksenkung. Weitere Wege ohne Tabletten findest du in unserem Beitrag über 14 Wege, den Blutdruck natürlich zu senken.

4) Ein Glas vor dem Schlafengehen. Das ist der Lebensretter in seiner Liste: Es soll Schlaganfall und Herzinfarkt im Schlaf verhindern helfen. Über Nacht verliert der Körper Wasser über Atem und Haut, das Blut wird dicker, und dickes Blut fließt schlechter durch enge Gefäße. Genau deshalb passieren viele Infarkte in den frühen Morgenstunden. Ein Glas vor dem Schlafen hält das Blut länger dünn. Und ein Glas ist ein Glas, kein halber Liter.

Ein Bonus kommt gratis dazu: nächtliche Wadenkrämpfe. Oft steckt schlicht Wassermangel dahinter, der Muskel bekommt zu wenig Flüssigkeit und Mineralien nachgeliefert. Das Glas vor dem Schlafen gibt ihm beides. Bei manchen verschwinden die Krämpfe nach ein paar Tagen.

Was die Forschung dazu sagt

Die Idee klingt fast zu einfach. War sie aber nicht. Die Loma Linda University hat in ihrer Adventist Health Study rund 20.000 herzgesunde Männer und Frauen über sechs Jahre begleitet und nachgezählt, wer an einer koronaren Herzkrankheit starb. Wer fünf oder mehr Gläser Wasser am Tag trank, hatte bei den Männern nur 46 Prozent des Risikos, bei den Frauen 59 Prozent, verglichen mit Menschen, die höchstens zwei Gläser tranken. Die Studie erschien 2002 im American Journal of Epidemiology, und die Loma-Linda-Ärztin Synnove Knutsen fasst es in der Gesundheitssendung ihrer Universität mit einem Satz zusammen: etwa das halbe Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, bei Männern wie Frauen.

Was dabei gern unterschlagen wird: Der Schutz galt nur für Wasser. Wer stattdessen viel Saft, Kaffee oder Limonade trank, hatte keinen Vorteil, bei den Frauen war das Risiko damit sogar deutlich höher. Mehr Flüssigkeit gleich mehr Schutz, so wäre die Erwartung gewesen. In der Realität zählte nur das reine Wasser. Die Forscher erklären sich das über die Blutdicke: Wassermangel macht das Blut zähflüssiger, und das gilt als eigener Risikofaktor für das Herz.

Zwanzig Jahre später kam das National Heart, Lung, and Blood Institute in den USA aus einer anderen Richtung zum selben Ergebnis. Natalia Dmitrieva und ihr Team nutzten den Natriumwert im Blut als Maß dafür, wie gut jemand über Jahre hydriert ist, und verfolgten fast 12.000 Erwachsene mittleren Alters über 25 Jahre. Wer im mittleren Alter einen Natriumwert über 143 mmol/l hatte, was ungefähr einem Prozent Wasserdefizit im Körper entspricht, hatte ein um 39 Prozent höheres Risiko für eine Herzschwäche, so die Studie im European Heart Journal 2022. Ein Prozent. Das ist der Unterschied zwischen Trinken, wenn der Durst kommt, und Trinken, bevor er kommt.

„Eine gute Hydratation ein Leben lang aufrechtzuerhalten, kann den Abbau der Herzfunktion verlangsamen und das Auftreten von Herzschwäche verringern.“

Natalia Dmitrieva et al., European Heart Journal, 2022, Schlussfolgerung der Studie

Aber Achtung: Nicht jedes Wasser ist gleich

Jetzt kommt der Teil, der über Nutzen oder Schaden entscheidet. Leitungswasser wird in Deutschland kontrolliert, aber die Kontrolle prüft Grenzwerte, nicht Reinheit. Chlor, Schwermetalle aus alten Rohren, Nitrat aus der Landwirtschaft, Rückstände von Medikamenten und Hormonen, dazu Fluoride, das alles kann in kleinen Mengen aus dem Hahn kommen, und keine dieser Substanzen nutzt deinem Körper. Warum selbst Ärzte davor warnen, steht in unserem Beitrag über Mineral- und Leitungswasser, die gesunden Alternativen in unserem Beitrag zur Wahrheit über Leitungswasser.

Die Lösung ist gefiltertes Wasser, und dabei lohnt es sich, zwei Typen auseinanderzuhalten. Ein Aktivkohlefilter holt Chlor, viele organische Verbindungen und einen Teil des Bleis heraus, er ist günstig und passt in jede Küche. Eine Umkehrosmose-Anlage drückt das Wasser durch eine Membran, deren Poren kaum größer sind als ein Wassermolekül, und entfernt damit auch das, woran Aktivkohle scheitert: Nitrat, Arsen, Chrom, Blei, die Ewigkeitschemikalien PFAS und Fluorid, wie die Environmental Working Group aufschlüsselt. Was selten zur Sprache kommt: Die Membran nimmt auch Magnesium und Kalzium mit. Deshalb gehören zu Osmosewasser Mineraltropfen oder eine Mineralisierungsstufe, denn mineralreiches Wasser ist das, was der Körper eigentlich will, wie diese Übersicht zu gefiltertem Trinkwasser betont. Und ganz praktisch: Wasser, das nicht nach Schwimmbad riecht, trinkt man einfach mehr.

Die nächste Stufe: energetisiertes und strukturiertes Wasser

Und dann gibt es eine Ebene, die die Forschung gerade erst zu fassen beginnt. Strukturiertes Wasser, auch hexagonales Wasser genannt, ist Wasser, dessen Moleküle sich in geordneten, sechseckigen Verbänden anordnen, wie Healthline es beschreibt. Die Idee: Zellen nehmen solches Wasser leichter auf, und das zeigt sich als bessere Hydratation, mehr Energie und weniger Müdigkeit. Wer denkt, dafür gebe es keinerlei Daten, liegt daneben. Eine Übersichtsarbeit im Journal of Animal Science von 2021 fasst zwanzig Jahre Versuche zusammen: Wer über einen Monat oder länger strukturiertes Wasser trank, zeigte in mindestens drei unabhängigen Studien übereinstimmend weniger Marker für oxidativen Stress, bessere Blutzucker- und Insulinwerte und ein besseres Blutfettprofil. Wie das funktioniert, weiß bis heute niemand. Ehrlich gesagt ist genau das der spannende Teil.

Zu Hause lässt sich Wasser auf mehreren Wegen beleben. Ein Wasserverwirbler ahmt den Gebirgsbach nach, in dem Wasser nie geradeaus fließt, sondern in Spiralen. Edelsteine wie Rosenquarz oder Amethyst in der Karaffe sind der älteste Weg, Magnete am Zulauf verändern die Anordnung der Moleküle, und die Vortex-Technik erzeugt den Wirbel gezielt in einem Gerät. Wer tiefer einsteigen will, liest unseren Beitrag über energetisiertes Wasser und das unbekannte Potenzial unseres Lebenselements oder die Forschung an Wassertropfen und dem Gedächtnis des Wassers.

So fängst du heute an

Die Reihenfolge ist im Grunde egal, Hauptsache, es fängt heute an. Am einfachsten ist das Glas neben dem Bett: abends hinstellen, morgens vor dem Aufstehen leeren, das zweite in der Küche hinterher. Das Glas vor dem Essen braucht ein paar Tage, dann fehlt es, wenn es fehlt. Das Glas vor dem Schlafen ist das wichtigste der vier, weil es die gefährlichsten Stunden abdeckt. Wer eine Nieren- oder Herzschwäche hat, bespricht die Trinkmenge am besten mit seinem Arzt, denn dort kann zu viel Flüssigkeit das Herz belasten, und die Formel ist dann eine Begleiterin, keine Vorschrift. Für alle anderen sind es ein paar Gläser mehr am Tag, und keines davon kostet etwas.

Und trinke nicht nebenbei. Ein Glas bewusst zu trinken, mit kurzem Innehalten, ist eine kleine Geste der Fürsorge für den Körper, der dich den ganzen Tag trägt. Vielleicht spürt er so etwas mehr, als man denkt.

Die Botschaft, die Leben rettet

Der Kardiologe, von dem die Formel stammt, hat sie mit einem Satz in Umlauf gebracht: „Wenn jede Person diese Nachricht an zehn Menschen weiterleitet, könnte ein Leben gerettet werden.“ Das klingt nach Kettenbrief. Aber dahinter stehen eine Studie mit 20.000 Menschen und eine mit 12.000, und beide sagen dasselbe wie er. Also schick diesen Beitrag den Menschen, die dir am Herzen liegen, dem Vater, der abends nichts mehr trinkt, der Freundin mit den Wadenkrämpfen. Das Wasser dafür fließt schon durch deine Küche, jeden Morgen, kostenlos und klar, und es wartet nur darauf, zur richtigen Zeit getrunken zu werden.


Empfehlungen zum Thema:

Wenn du tiefer in das Thema reines und lebendiges Wasser einsteigen möchtest, findest du hier die besten Begleiter zu diesem Thema:
1) OsmoFresh Osmoseanlage Proline X3*, entfernt Nitrat, Schwermetalle, Medikamentenrückstände und Fluorid, 1,6 Liter reines Wasser pro Minute für die ganze Familie.
2) MAYU Swirl Wasserwirbler*, belebt gefiltertes Wasser durch die Spiralbewegung eines Gebirgsbachs und macht es spürbar weicher im Geschmack.
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Trinkst du abends bewusst nichts mehr, um nachts durchzuschlafen, oder steht bei dir schon ein Glas neben dem Bett? Wir freuen uns sehr, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns teilst.

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