Borax: Das vergessene Mineral, das unsere Knochen, Gelenke und Zellen dringend brauchen. Warum kaum jemand davon weiß und wie die richtige Dosierung aussieht
Es gibt Naturmittel, die so einfach und so wirkungsvoll sind, dass man sich fragt, warum sie nicht längst zum Allgemeinwissen gehören. Borax gehört zweifellos dazu. Ein unscheinbares, weißes Pulver, das seit Jahrhunderten in der Volks- und Naturheilkunde geschätzt wird und dessen Wirkung auf Knochen, Gelenke, Hormone und sogar das Gehirn durch immer mehr Forschungsergebnisse bestätigt wird. Doch statt dass dieses Wissen verbreitet wird, wurde Borax in der EU als „reproduktionstoxisch“ eingestuft und der freie Verkauf eingeschränkt. Dass Speisesalz mindestens 50-mal giftiger ist als Borax, erfährt dabei kaum jemand. Wer sich die Frage stellt, wer davon profitiert, wenn ein günstiges, patentfreies Naturmittel vom Markt verschwindet, kommt schnell auf interessante Zusammenhänge.

Was viele Menschen intuitiv ahnen, bestätigt die Forschung immer deutlicher: Bor, das in Borax enthaltene Spurenelement, ist essenziell für gesunde Knochen und Gelenke. Der Forscher Rex E. Newnham widmete dem Thema Jahrzehnte seines Lebens und zeigte in einer vielbeachteten Übersichtsarbeit, dass Bor für die Knochengesundheit unverzichtbar ist. Ein umfassender Übersichtsartikel im Journal of Trace Elements in Medicine and Biology mit dem vielsagenden Titel „Nothing Boring About Boron“ fasst zusammen: Bormangel kann mit Arthrose, Osteoporose, hormonellen Störungen und kognitiven Einschränkungen zusammenhängen.
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.
Paracelsus (1493 bis 1541)
Was ist Borax und warum brauchen wir Bor?
Borax (Natriumtetraborat) ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das 11,3 Prozent reines Bor enthält. Bor selbst ist ein Spurenelement, das im Körper eine erstaunliche Vielfalt an Aufgaben übernimmt: Es unterstützt den Kalzium- und Magnesiumstoffwechsel, beeinflusst die Hormonproduktion, stärkt die Knochen und spielt eine Rolle bei der Gehirnfunktion.
Das Problem: Unsere Böden sind in vielen Regionen der Welt zunehmend an Bor verarmt. Intensive Landwirtschaft, Pestizide und Monokulturen haben den natürlichen Borgehalt drastisch reduziert. Die Folge: Wir nehmen über die Nahrung immer weniger Bor auf. In Regionen mit borreichen Böden wie Israel liegt die tägliche Bor-Aufnahme bei fünf bis acht Milligramm, und die Arthroserate beträgt dort nur 0,5 bis 1 Prozent. Zum Vergleich: In Jamaika, wo Zuckerrohranbau und Pestizide die Böden ausgelaugt haben, leiden bis zu 70 Prozent der Bevölkerung unter Arthrose.
Knochenanalysen bestätigen den Zusammenhang eindrucksvoll: Von Arthrose befallene Gelenke enthalten nur halb so viel Bor wie gesunde Gelenke. Ebenso weist die Synovialflüssigkeit (die „Gelenkschmiere“, die auch die Knorpel mit Nährstoffen versorgt) einen deutlich geringeren Borgehalt auf, wenn das Gelenk erkrankt ist.
Borax für Knochen und Gelenke: Was die Forschung zeigt
Rex E. Newnham, ein australischer Forscher, der selbst unter Arthrose litt, entdeckte in den 1960er Jahren, dass die Einnahme von etwa 30 mg Borax zweimal täglich über drei Wochen seine Symptome deutlich linderte. In einer doppelblinden Pilotstudie zeigte sich: Von zehn Patienten, die Bor erhielten, verbesserten sich fünf deutlich, während in der Placebogruppe nur einer eine Verbesserung erlebte. Newnham berichtete, dass Patienten in der Regel innerhalb von ein bis drei Monaten von Schmerzen, Schwellungen und Gelenksteifheit befreit wurden. Danach reichte eine Erhaltungsdosis von drei Milligramm Bor pro Tag.
Eine 2020 veröffentlichte Übersichtsarbeit bestätigt die zentrale Rolle von Bor für die Knochengesundheit: Durch den erhöhten Borgehalt werden die Knochen härter, und Chirurgen berichteten, dass sie bei Operationen größere Schwierigkeiten hatten, diese Knochen zu durchsägen. Noch beeindruckender: Mit zusätzlichem Bor heilen Knochenfrakturen bei Mensch und Tier in etwa der halben Zeit aus. Pferde und Hunde mit gebrochenen Beinen, selbst mit Hüftfrakturen, genasen vollständig.
Hormone, Gehirn und mehr: Die vielseitige Wirkung von Bor
Die Wirkung von Bor geht weit über die Knochen hinaus. Wachsende Forschungsergebnisse zeigen, dass Bor den Sexualhormonspiegel positiv beeinflusst, insbesondere bei Menschen ab 50 Jahren. Der niedrige Östrogenspiegel nach den Wechseljahren ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum so viele ältere Frauen unter Osteoporose leiden. Bor scheint auf den Hormonspiegel einen ähnlich ausgleichenden Effekt zu haben wie Maca-Wurzel-Pulver.
Auch das Gehirn profitiert: Studien zur Gehirnfunktion ergaben, dass ein niedriger Bor-Spiegel zu schlechterer Leistung bei Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis und Feinmotorik führt. Die EEG-Analyse zeigte bei Bormangel eine Verschiebung zu langsameren Gehirnwellen. Verbesserte Gedächtnis- und Kognitionsleistungen bei älteren Menschen sind offenbar zum Teil auf einen erhöhten Sexualhormonspiegel durch Bor zurückzuführen, ebenso auf verbesserte Membranfunktionen der Gehirnzellen.
Weitere dokumentierte Wirkungen aus Forschung und Anwendungspraxis:
1) Arthrose und rheumatische Arthritis verbessern sich häufig schon nach wenigen Wochen der Einnahme, ebenso juvenile Arthritis und Lupus.
2) Herz-Kreislauf-Probleme können sich bessern, zusammen mit einem insgesamt besseren Allgemeinbefinden und weniger Ermüdung.
3) Starke fungizide Wirkung, besonders gegen Candida-Pilze im Darm. Borsäure wurde traditionell genau aus diesem Grund als Lebensmittelkonservierungsstoff verwendet.
4) Fluorid-Entgiftung und Schwermetallausleitung: Borax reagiert mit Fluorid-Ionen zu Bor-Fluoriden, die mit dem Urin ausgeschieden werden. Forschungen bestätigen die Wirksamkeit von Bor als Gegenmittel bei Fluoridbelastung. Fluorid ist knochenschädigend, verursacht Verkalkungen in der Zirbeldrüse und kann zu Schilddrüsenunterfunktion führen.
5) Kalzium- und Magnesiumhaushalt: Bormangel führt dazu, dass viel Kalzium und Magnesium mit dem Urin verloren gehen. Der tägliche Kalziumverlust lässt sich mithilfe von Bor um fast 50 Prozent reduzieren. Dieses Kalzium stammt hauptsächlich aus Zähnen und Knochen. Bormangel könnte sogar der wichtigste Faktor bei der Entstehung von Osteoporose und Zahnschäden sein.
Verkalkung, Magnesium und warum beides zusammenhängt
Ein faszinierender Aspekt, der oft übersehen wird: Bor reguliert die Zellmembranfunktionen, besonders den Durchlass von Kalzium und Magnesium. Bei Bormangel reichert sich zu viel Kalzium in den Zellen an, während Magnesium nicht hineingelangen kann. Dieses Ungleichgewicht kann die Übermittlung von Nervenimpulsen stören, in den Augenlinsen grauen Star verursachen und in den Hormondrüsen die Hormonausschüttung behindern.
Je älter wir werden, desto mehr Magnesium und weniger Kalzium benötigen wir. Durch Nahrungsergänzung mit Bor und Magnesium sollte das fehlplatzierte Kalzium zurück in die Knochen umgelagert werden, wo es tatsächlich gebraucht wird.
Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.
Hippokrates (ca. 460 bis 370 v. Chr.)
Die richtige Dosierung: Schritt für Schritt
Die Dosierung von Borax ist einfacher als gedacht. Ein gestrichener Teelöffel Borax-Pulver wiegt ungefähr 4 Gramm, ein leicht gehäufter Teelöffel 5 bis 6 Gramm.
Schritt 1: Die Grundlösung (das Konzentrat) herstellen. Ein leicht gehäufter Teelöffel Borax-Pulver (5 bis 6 Gramm) wird in einem Liter stillem, chlor- und fluoridfreiem Trinkwasser aufgelöst. Auch destilliertes Wasser ist geeignet. Die Flasche außerhalb der Reichweite von Kleinkindern aufbewahren.
Schritt 2: Die Standarddosis bestimmen. Ein Teelöffel (5 Milliliter) des Konzentrats enthält 25 bis 30 Milligramm Borax und versorgt mit 3 Milligramm elementarem Bor.
Schritt 3: Langsam beginnen. Zunächst eine Standarddosis pro Tag zu einer Mahlzeit einnehmen. Fühlt sich das gut an, eine weitere Dosis zu einer anderen Mahlzeit dazunehmen. Ohne spezifische Beschwerden reichen ein bis zwei Standarddosen pro Tag als Erhaltungsdosis.
Bei Arthrose, Osteoporose und ähnlichen Beschwerden: Die Menge auf drei oder mehr Standarddosen erhöhen, über den Tag verteilt. Das über mehrere Monate fortführen, bis eine deutliche Besserung spürbar ist, dann auf ein bis zwei Standarddosen zurückgehen. Die beste Erfahrung wird gemacht, wenn die Tagesdosis bei 9 bis 10 Milligramm elementarem Bor liegt. Empfohlen sind ein bis zwei Pausentage pro Woche. Höhere Dosierungen sind nicht schädlich, werden vom Körper aber nicht verwertet.
Höhere Dosierungen bei akuten Beschwerden
Für die Behandlung von Candida oder zur intensiveren Fluorid-Entgiftung werden bei Earthclinic.com höhere Dosierungen empfohlen: Niedrige Dosis für schlanke Menschen: 100 Milliliter des Konzentrats (ca. 1/8 Teelöffel Borax-Pulver) über den Tag verteilt trinken. Hohe Dosis für schwergewichtige Menschen: 200 Milliliter des Konzentrats (ca. 1/4 Teelöffel Borax-Pulver) über den Tag verteilt trinken.
Alternativ: Auf einen halben Liter Wasser einen halben Teelöffel Borax geben. Von dieser stärker konzentrierten Lösung 2 x täglich je 3 Teelöffel (15 ml) = 18 mg Bor pro Tag oder 2 x täglich je 5 Teelöffel (25 ml) = 30 mg Bor pro Tag. Stets mit der Standarddosis beginnen und langsam steigern. Die Maximaldosis vier bis fünf Tage pro Woche nehmen, solange es nötig ist. Borax-Lösung ist ziemlich alkalisch und schmeckt bei höherer Konzentration seifig. Mit Zitronensaft, Essig oder Ascorbinsäure (Vitamin C) lässt sich das überdecken.
Erfahrungsberichte aus der Praxis
Was die Forschung zeigt, bestätigen unzählige Erfahrungsberichte:
„Nach einem Tag waren die Schmerzen in meinen Knien verschwunden! Auch die Schuppenflechte sieht nach zwei Tagen Borax schon viel besser aus. Ich nehme 1/4 TL in einem Liter Wasser pro Tag.“
Besonders beeindruckend ist der Bericht einer Frau, die mehr als zehn Jahre lang unter Fibromyalgie, Rosazea, chronischem Erschöpfungssyndrom und Kiefergelenkschmerzen gelitten hatte. Als Ursache vermutete sie Fluoridbelastung. Sie löste 1/8 Teelöffel Borax und 1/8 Teelöffel Meersalz in einem Liter chlorfreiem Wasser und trank die Mischung fünf Tage pro Woche. Innerhalb von zwei Wochen klärte sich ihre Gesichtshaut, die Röte verblasste, ihre Körpertemperatur normalisierte sich. Sie hatte wieder mehr Energie und konnte ihr Übergewicht stetig reduzieren. Die einzige Nebenwirkung war eine anfängliche Verschlechterung ihrer Rosazea-Symptome, eine typische Herxheimer-Reaktion.
Mögliche Nebenwirkungen und Heilreaktionen
Bei einem Naturmittel wie Borax handelt es sich bei Nebenwirkungen meist um Heilreaktionen mit förderlicher Langzeitwirkung. Die Herxheimer-Reaktion bei der Eliminierung von Candida tritt am häufigsten auf. Bor, speziell in Kombination mit Magnesium, kann eine schnelle Muskelentspannung herbeiführen und Schmerzen lindern.
Bei langjährigen, starken Verkalkungen kann die große Kalziummenge nicht in kurzer Zeit umgelagert werden. Durch den erhöhten Kalziumspiegel, insbesondere in Hüften und Schultern, kann es vorübergehend zu stärkeren Beschwerden kommen: Krämpfe, Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Taubheitsgefühle in Händen und Füßen oder vorübergehende Nierenschmerzen. Bei unangenehmen Nebenwirkungen: Die Borax-Dosis reduzieren oder die Einnahme pausieren, bis das Problem abklingt, dann langsam wieder steigern. Hilfreich ist eine stark gesteigerte Flüssigkeitszufuhr mit organischen Säuren wie Zitronensaft, Ascorbinsäure und Essig sowie eine Verbesserung des Lymphflusses durch Trampolinspringen oder Spaziergänge.
Magnesiumreiche Lebensmittel als ideale Ergänzung
Da Bor und Magnesium Hand in Hand arbeiten, lohnt es sich, parallel zur Borax-Einnahme auf eine magnesiumreiche Ernährung zu achten. Besonders reich an Magnesium sind: Brokkoli, Vollkornbrot, Naturreis, Hülsenfrüchte, Nüsse und Erdnüsse, Kartoffeln, Sonnenblumenkerne und Bananen. Je älter wir werden, desto wichtiger wird dieses Zusammenspiel von Bor und Magnesium für unsere Knochen, Nerven und Zellen.
Warum hören wir davon so selten?
Die Frage drängt sich auf: Warum ist ein so wirksames, günstiges und gut erforschtes Mittel wie Borax so wenig bekannt? Die Antwort liegt in den Strukturen, die unser Gesundheitswissen kuratieren. Borax ist ein natürliches Mineral, es lässt sich nicht patentieren und kostet nur wenige Euro pro Kilogramm. Es gibt schlicht keinen finanziellen Anreiz für die pharmazeutische Industrie, dieses Wissen zu verbreiten oder groß angelegte klinische Studien zu finanzieren. Im Gegenteil: 2010 wurde Borax in der EU als „reproduktionstoxisch“ eingestuft und der Verkauf an Privatpersonen eingeschränkt, obwohl die zugrunde liegenden Tierversuche mit Dosierungen durchgeführt wurden, die einem Vielfachen der empfohlenen Nahrungsergänzung entsprechen.
Dass dieses Wissen nicht zum medizinischen Alltag gehört, sagt weniger über seine Wirksamkeit als über die Strukturen, die bestimmen, welches Wissen sichtbar wird und welches nicht. Was viele Menschen längst spüren, findet in der unabhängigen Forschung immer mehr Bestätigung: Einfache, natürliche Mittel haben oft eine Kraft, die synthetische Produkte nicht erreichen.
Empfehlungen zum Thema:
Wer tiefer in das Thema Borax und Bor einsteigen möchte, findet hier die besten Begleiter zu diesem Thema, handverlesen und aus voller Überzeugung empfohlen:
1) Borax: Das wundersame Heilmineral und basische Multitalent (Amelie Ulmer)*, ein kompakter Ratgeber über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Borax für Zirbeldrüse, Hormone und Schwermetallausleitung.
2) Ideal für den Einstieg mit verständlichen Erklärungen zu Dosierung und Anwendung bei Arthrose und Osteoporose.
3) Das Magnesium-Buch: Schlüsselmineral für unsere Gesundheit*, die perfekte Ergänzung, denn Bor und Magnesium entfalten ihre volle Kraft erst gemeinsam.
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