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Feb 27

5 spirituelle Praktiken, die dein Leben transformieren werden

5 spirituelle Praktiken11

Verbessere dein Verhältnis zwischen deinen Gedanken und deinem Geist – das ist alles, was du brauchst, um dich von deinem Leiden zu befreien und es wird dein Leben nachhaltig verändern. Keine Religion, Ideologie oder Pillen, kein Dogma oder Wunschdenken. Einzig und allein Bewusstsein und Verständnis sind vonnöten.

 Die folgenden 5 spirituellen Praktiken haben sich auf meiner Reise zurück zur Kontrolle über meinen Geist und mein Leben entwickelt. Ich verspreche dir, dass du mehr Ruhe und innerer Frieden finden wirst, wenn du sie in dein Leben integrierst und das schon ab dem ersten Tag:

1) Stopp! Nimm dir 10 Sekunden

Aus unerklärlichen Gründen ist der Geist völlig davon überzeugt, Probleme nur lösen zu können, indem wir den ganzen Tag darüber nachdenken. Es ist erstaunlich, egal welches Problem es auch sein mag, du schaffst es nicht, länger als 10 Minuten nicht daran zu denken.

Es ist eine Sucht. Ich selbst konnte nicht aufhören es zu tun, es fühlte sich so gut an. Das Denken ist eine Droge. Wir können nicht aufhören. Unser Geist sehnt sich danach, und wir können dem Heißhunger nicht widerstehen. Und das Schlimmste daran ist, dass wir am Ende zu emotionalen Opfern werden.

Jedoch können wir uns tatsächlich dazu entscheiden nicht zu denken!

Und das gleich jetzt. Sage dir folgendes in Gedanken:
„Für die nächsten 10 Sekunden werde ich an keine einzige Sache denken, welche mein Verstand mir sagt, denn ich werde mich dafür entscheiden nicht zu denken. Jeder Gedanke, der entsteht, ist nur ein Muster und reflektiert weder meinen Willen, noch meine Absichten“.

Klar, kurz danach wird sofort ein Gedanke entstehen. Aber es sind nicht deine Gedanken. Es sind Muster. Und du weißt das, weil du dich bereits dazu entschieden hast, dass jeder Gedanke, der aufkommen wird, nicht deiner ist. Versuche nur für 10 Sekunden nichts zu denken. Achte auf die unwillkürlichen Gedankenmuster, die entstehen.

2) Sei im Jetzt

Das Denken zieht unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich. Es kommt schon mal vor, dass wir den ganzen Tag am Tagträumen sind. So überzeugend und verlockend unsere Gedanken auch sind, die Wahrheit ist, dass das Denken kein essentieller Bestandteil unserer Realität ist. Die Gedanken sind nur Stimmen, die in unseren Köpfen entstehen und fast alle von diesen Stimmen liegen in der Vergangenheit oder in möglichen zukünftigen Situationen, die eigentlich gar nicht in der Realität existieren.

Wenn du plötzlich kein Deutsch mehr sprechen könntest, würdest du nicht mehr verstehen, was dir dein Verstand sagen würde und du wärst wahrscheinlich der friedlichste Mensch, der jemals existierte. Was sagt uns das über die Herkunft der Stimmen in unserem Kopf? Dass sie nur die Macht über unsere Gefühle haben, wenn wir sie in unsere Realität lassen.

Nimm dir jetzt einen Moment Zeit, um still zu werden und den gesamten Inhalt dieses Momentes zu beobachten. Das Gefühl deines Pos auf dem Stuhl. Das einfallende Licht. Vielleicht gibt es Geräusche in einem anderen Raum oder von draußen. Wie fühlt es sich an in deinem Körper? Das ist die Realität!

Der Geist kann sich nicht gegen die Tatsache wehren, dass dieser Moment real ist. Die Vergangenheit existiert als Geschichte, als eine Reihe von Gedanken im Kopf. Die Zukunft existiert als hypothetischer gegenwärtiger Augenblick, nur die Inhalte dieses Momentes existieren tatsächlich. Gerade jetzt. Dieser Moment ist alles was du hast und alles was du jemals für den Rest deines Lebens haben wirst. Wir leben so, als ob der jetzige Moment zweitrangig gegenüber den Möglichkeiten der zukünftigen Momente steht. Aber was könnte wichtiger sein als die Realität?

Es gibt nichts schöneres, als es sich zur Gewohnheit zu machen, sich selbst zu fragen „Was passiert gerade?“ Höre die Vögel. Spüre die Luft auf der Haut. Denke nicht über das Gefühl nach, fühle es einfach. Du brauchst dich nicht selbst zu fragen: „Fühle ich gerade die Luft?“, um sie fühlen zu können. Du sollst einfach nur feststellen, was ist, ohne dabei zu urteilen oder zu interpretieren. Der Geist wird anfangen wollen, die Dinge, die wir sehen, zu benennen und zu klassifizieren. Unser Geist hat sich daran gewöhnt alles zu kommentieren, aber konzentriere dich auf das, was gerade ist, ohne zu kommentieren. Sei einfach nur da und höre. Versuche es, jetzt.

3) Achte auf deine Gedanken und wähle sie bewusst

Wusstest du, dass du tatsächlich wählen kannst, was du denken willst? Sage das Wort „Delphin“. Sage es in deinem Kopf. Sage es so laut, als würdest du es jemandem auf der anderen Straßenseite zurufen: „DELPHIN“. Und jetzt sage deine Lieblingsfarbe im Kopf. Sage deine Lieblingsfarbe drei mal schnell im Kopf. Achte auf das Gefühl. Wie fühlt es sich an, einen Gedanken selbst und bewusst zu wählen? Wie unterscheidet sich das von dem Gefühl über den Gedanken, über die du keine Kontrolle hast? Wenn du ein Glas Wasser verschüttest, kann dein Verstand sagen: „Toll, jetzt schau, was du getan hast. Warum muss das immer mir passieren?“. Würdest du das denken? Fühlt es sich dann so an, als entscheidest du über deine Gedanken? Aus den zehntausend Gedanken, die du jeden Tag denkst, wie viele von ihnen sind tatsächlich von dir? Welche davon fühlen sich so an, als du beschlossen hast an deine Lieblingsfarbe zu denken?

Es ist eine gute Angewohnheit, die Wahl über seine eigenen Gedanken zu haben. Wenn du z.B. depressiv bist und nicht mehr weiter weißt und dir Gedanken durch den Kopf gehen wie: „Ich weiß nicht was ich tun soll, ich weiß nicht wohin ich gehe, mein Leben ist nicht wie ich es mir wünsche.“ Denke stattdessen: „Die aktuelle Phase ist nur ein Sprungbrett, welches mich dorthin führt, wo ich es mir in meinem Leben wünsche.

Achte darauf, wie dein Körper auf einen positiven Gedanken reagiert. Dein Körper wird es lieben. Serotonin wird ausgeschüttet. Du wirst fühlen, wie Stress und Angst sich deutlich abbauen. Und alles was du dafür tun musstest, ist an ein paar positive Worte zu denken. Wieso entscheidest du dich also nicht öfter für die positive Variante? Je mehr du fühlst, desto produktiver wirst du, desto mehr Klarheit und desto mehr Energie in deinem Leben. Du wirst wissen, wohin du willst und was du willst.

4) Bewusstsein in jeder Situation

Eine hervorragende Übung ist es, deine volle Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken, welcher man normalerweise keine große Beachtung schenken würde. Nehmen wir Tagträume, die aufkommen, während du zu deinem Auto läufst und die Gedanken, die aufkommen, wenn du im Auto sitzt und dir überlegst wohin du fahren könntest und was du tun wirst, wenn du angekommen bist. Diese Tagträume sind normalerweise voll von unnötigen Gedanken. Wir verschwenden die meiste Zeit im Jetzt für Tagträume, weil unser Geist so besessen davon ist, immer wieder zum nächsten Moment zu springen, so als ob der nächste Moment viel wichtiger ist als der jetzige.

Versuche also, jeder noch so kleinen Handlung deine Aufmerksamkeit zu schenken. Eine Sache bei der du normalerweise nie gedacht hättest, wie wichtig sie ist. Warst du heute schon im Bad? Befinde dich mal im Jetzt, wenn du aufstehst und ins Badezimmer läufst. Spüre deine Füße auf dem Fußboden bei jedem Schritt, fühle jede Bewegung deines Körpers. Deine Gedanken werden versuchen abzuschweifen, aber lasse dies nicht zu, nicht für eine Minute. Geschirr einräumen? Tue es, fühle das Geschirr in deiner Hand. Wie fühlt es sich an? Spüre die Textur der Teller. Denke nicht darüber nach wie es sich anfühlt, fühle es einfach. Richte deine Aufmerksamkeit auf das Gewicht, welches nachlässt, sobald du das Geschirr abstellst. Höre die Geräusche, welche dabei entstehen, wenn das Geschirr aneinander knallt. Das alles kann dir dabei helfen, die Momente im jetzt bewusst wahrzunehmen. Bewusst zu Atmen ist hierfür ebenfalls eine gute Übung. Es ist immer eine gute Entscheidung, sich ein paar Minuten vom Autopiloten zu verabschieden, und die ganze Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten, welche normalerweise keine so große Aufmerksamkeit geschenkt bekommt.

5) Sei der Beobachter

Das ist das meist gehütete Geheimnis von allen. Egal wie beschäftigt und überladen dein Geist ist und egal wie viel Schmerzen durch ihn verursacht wurden, du hast die Möglichkeit, sein Beobachter zu sein. Anstatt nur der Charakter in der Entfaltung des Lebens zu sein, hast du die Möglichkeit, Zeuge dieses Charakters zu werden.

Was ich mich momentan oft frage, wann auch immer ein unangenehmes Gefühl auftaucht oder sich in meinem Energiefeld befindet, ist: „Kann es betrachtet werden?“. Die Antwort ist immer ja. Wenn es von dir erkannt wird und wenn du dies deuten kannst, dann bist das nicht du. Wenn du wahrnimmst, es passiert mit dir, dann ist hier eine implizite Trennung zwischen dir (dem Wahrnehmenden) und der Aktivität, welche wahrgenommen wird.

Da ist der Gedanke oder die Emotion, und dann ist da das Bewusstsein außerhalb des Denkens oder der Emotion, welches in der Lage ist, dies zu bemerken. Selbst jetzt denkst du. Aber dir ist bewusst, dass du denkst. Welcher Teil von dir existiert außerhalb des Denkens, welcher Teil weiß, dass es stattfindet? Welcher Teil von dir ist realer? Welcher Teil von dir ist grundlegender und wichtiger? Eine erstaunliche Erkenntnis ist, dass der Denker nicht du bist. Du bist nicht dein Verstand, und du bist nicht die Stimmen in deinem Kopf.

Du bist stattdessen der bewusste Raum indem das Denken existiert. Gehe zu diesem Platz und ruhe dich als die Hintergrund-Wahrnehmung dieser Aktivität aus.

Um einen Gedanken zu „beobachten“, muss man bemerken, dass er da ist. Denke nicht darüber nach die Gedanken zu beobachten oder zu beurteilen und zu interpretieren, denn dann würdest du dich mit dem mentalen Geschwätz reidentifizieren. Zu hören ist ebenso wirksam und du wirst schnell merken, wenn du zuhörst, dann ist da eine Stimme, welche den ganzen Tag Worte in deinem Kopf spricht. Dieser Stimme zum ersten Mal als das Bewusstsein dahinter zuzuhören und zu realisieren das diese Stimme nicht du bist ist schon fast gruselig. Es ist wie irgendeine fremde Entität, getrennt von deinem Willen und deiner Intention, welche den ganzen Tag über irgendwelchen Müll rumschnattert. Wir sind buchstäblich besessen von diesen Stimmen und sie führen uns oftmals ins Verderben und manchmal in den Wahnsinn.

So wie der Raum ist und nicht die Möbel in ihm, bist du der Raum von Bewusstsein und nicht die Objekte in ihm. Übe die Inhalte innerhalb deiner Wahrnehmung zu beobachten. Entscheide dich dazu, kein Drama deswegen zu machen und ihnen nicht mehr deine Aufmerksamkeit zu schenken. Bemerke nur, dass sie da sind. Erinnere dich, kann es gesehen werden? Wenn ja, von wem? 

Der Schlüssel ist, wirklichen Wechsel in deinem Bewusstsein weg vom kontinuierlichen Denken zu trainieren. Nimm einen großen Atemzug. Höre den Stimmen in deinem Kopf zu. Du bist ihr Beobachter. Sieh dich um. Was passiert gerade jetzt?

Du bist hier, genau jetzt, und du bist im Frieden.

Nur dieser Moment existiert, und in diesem Moment bist du frei!


Autor: Steven Bancarz von Spirit Science and Metaphysics
Übersetzung: Daniel Schröer von
Wach Auf

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