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Mrz 24

Wie wir unseren Körper durch Erdung und Barfußgehen selbst heilen können

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Können Sie sich noch daran erinnern, dass Sie als kleines Kind am liebsten barfuß die große, weite Welt erobern wollten? Was Kinder so instinktiv tun, sollten wir Erwachsenen auch wieder beginnen. Denn barfuß gehen hält gesund und fit bis ins hohe Alter – und das auch noch kostenlos! Durch barfuß gehen verbinden Sie sich mit der Quelle der Energie unserer Erde, die Ihre „Batterien“ wieder auflädt. Die Erdenergie stärkt und aktiviert die enormen Selbstheilungskräfte des Körpers. Nicht, dass dieses Wissen neu wäre. Auch heute noch gibt es „unzivilisierte“ Naturvölker, die stets barfuß unterwegs sind. Mitglieder des Rarámuri-Volkes in Mexiko beispielsweise vermögen am Stück bis zu 170 Kilometer ohne jegliches Schuhwerk zu laufen.

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Über unsere Füße wären wir mit Mutter Erde verbunden. Doch leider schirmen wir uns fast immer energetisch vom Erdboden ab – eine oft folgenschwere Isolation.

Leider leben wir in einer hoch technologischen Welt, wo das alte Wissen keinen Platz mehr hat. Doch das alte Wissen war nicht ohne. Die damaligen Menschen hatten keine Krankenhäuser, und benötigten sie auch nicht, denn sie heilten sich durch die Natur selbst.
Alles ist mit allem verbunden, alles ist EINS, und jeder Mensch kann durch diese Verbindung nutzen ziehen. Wir haben es nur verlernt. Z.B.: die Erdheilung.

Erdung – die ultimative Heilmethode?

Der Heilung stehen viele Hürden im Weg, angefangen mit belasteten Nahrungsmitteln, Wasser und Luft. Nimmt man dazu noch ein schlechtes Verhältnis zu Sonne und Erde, wird eine echte Heilung sehr schwierig. Wenn es uns allerdings gelingt, unsere Verbindung zur Erde wiederzufinden, so könnten wir erleben, dass Heilung viel einfacher wird.

Was ist Erdung?

Erdung beruht auf Untersuchungen, wonach eine Verbindung zur elektrischen Energie der Erde das körperliche Wohlbefinden fördert. Diese Verbindung wird zwischen den elektrischen Frequenzen des menschlichen Körpers und denen der Erde hergestellt, was direkt (z.B. durch Barfußlaufen im Gras oder am Strand) gelingt oder ersatzweise durch technische Hilfsmittel zur Erdung.

Der Pionier und die Wissenschaft

Clinton Ober, anerkannter Pionier des Konzepts der Erdung, wusste, dass die Erdoberfläche aus negativ geladenen Ionen besteht, die zusätzliche Elektronen enthalten. Diese Elektronen sind in der Lage, positive Ladungen, wie beispielsweise die der freien Radikale, zu reduzieren. Freie Radikale zirkulieren in unserem Körper auf der Suche nach Elektronen, um sich zu vervollständigen. Sobald sie damit Erfolg haben, werden sie »neutralisiert« und tragen nicht mehr länger zu entzündlichen Prozessen im Körper bei.

2004 erhielt Ober endlich Unterstützung, als nach jahrelanger eigener Forschungsarbeit die Zeitschrift Journal of Alternative and Complementary Medicine eine seiner Studien veröffentlichte. Die Ergebnisse zeigten, dass »Erdung während des Schlafs die Cortisolausscheidung entsprechend ihrem natürlichen normalen Rhythmus resynchronisiert«. Diese Forschung liefert uns einen völlig neuen Weg, die Erde wertzuschätzen. Leiden, die durch Erdung gebessert werden
Der wichtigste Faktor in Verbindung mit der Erdung ist wohl die Minderung der Entzündung. Da es über 80 Krankheiten gibt, die mit entzündlichen Prozessen in Verbindung stehen – darunter Krebs und Typ-2-Diabetes –, stellt die Erdung vielleicht sogar eine der großartigsten »Wiederentdeckungen« unserer Zeit dar.

Studien zeigen eine positive gesundheitliche Wirkung der Erdung:

  • Besserer Schlaf
  • Weniger Schmerzen und Entzündung
  • Gestärktes Immunsystem
  • Weniger Ängstlichkeit und Stress
  • Linderung von Magen-Darm-Symptomen
  • Verbesserte Herz-Kreislauf-Funktion
  • Mehr Energie
  • Verbesserung der hormonellen Zyklen
  • Schnellere Heilung von Sportverletzungen
  • Weniger Jetlag.
Eine beeindruckende Liste – dafür, dass nur der Kontakt mit dem Boden wieder hergestellt werden muss.

Erdung: Barfuß ins Glück

Am Ende behalten die Hippies doch recht: Wir brauchen vor allem viel Liebe, Sonne – und nackte Füße. Dass Barfußgehen ein besonderes Wohlgefühl verursacht, dürften die meisten Menschen schon selbst erlebt haben – warum allerdings, dass haben einige Forscher um Clint Ober erst vor wenigen Jahren herausgefunden. Ihre Theorie: Der Mensch braucht den direkten Hautkontakt mit der Erde, um sich elektrisch zu erden. Was klingt wie eine New-Age-Fabel – und von Skeptikern auch nach wie vor als solche betrachtet wird – hat nach Meinung einer kleinen Gruppe von Forschern tatsächlich weniger mit wundersamen Energien zu tun, als mit schnöder Elektrizität. Mit zahlreichen Studien versuchen sie, ihre Theorie zu beweisen.

Für Jahrtausende ist der Mensch barfuß über diesen Planeten gelaufen, hat auf der Erde gesessen und teils auch geschlafen. In modernerer Zeit allerdings ist uns dieser direkte Kontakt mit der Erde immer mehr abhanden gekommen. Das hat nicht nur in geistig-seelischer Hinsicht schwere Konsequenzen, sondern vielleicht auch ganz und gar körperliche, wenn man dieser Theorie Glauben schenkt.

 Fehlende Erdung ist wie abgeschnittene Wurzeln

Die Idee zu Earthing entstand eines sonnigen Tages im Jahre 1998, als der Amerikaner Clint Ober in der überwältigenden Landschaft von Sedona saß und eine Gruppe Touristen beobachtete. Ihm wurde etwas gewahr, was er bis dahin schlicht übersehen hatte: Inmitten dieser wundervollen Natur trugen alle von ihnen Schuhe mit einer Kunstoff- oder Gummisohle – und waren so zwar irgendwie in der Natur, aber auch seltsam entkoppelt von ihr, getrennt durch zentimeterdicken Kunststoff. Was anderen Menschen vielleicht weniger zu denken gäbe, warf für den ehemaligen Nachrichtentechniker eine interessante Frage auf:

Wenn der Mensch bekanntermaßen ein elektromagnetisches Wesen ist, dessen sämtliche Nerven- und Gehirnfunktionen auf der Übertragung von schwachen elektrischen Signalen beruhen, welchen Effekt hat es dann, dass er sich mit Kleidung, Behausung, Sitz- und Schlafgelegenheiten über die Zeit fast komplett der elektrischen Erdung beraubt hat?

Die Idee ließ ihn nicht mehr los. Denn in seinem ehemaligen Job hatte er viel mit Kabelfernsehen zu tun gehabt – Erdung und Abschirmung der Kabel war hier enorm wichtig, um das Fernseh-Signal von elektromagnetischen Fremdeinflüssen zu schützen – war es beim Menschen vielleicht genauso? Eine interessante Frage insbesondere, da der Elektrosmog immer gröbere Ausmaße annahm. Dies gab den Startschuss zu einer jahrelangen Erforschung des Phänomens Erdung – oder Earthing und Grounding, wie Ober es später nannte.

Vielleicht, so überlegte Ober, gleicht Erdung genau wie beim Kabelfernsehen auch im Körper den Einfluss des elektromagnetischen ‘Kraches’ auf das Nervensystem aus. Eine These, die unter alternativ denkenden Wissenschaftlern 2001 Aufsehen erregte, denn Elektrosmog wurde ein immer größeres Thema.

Nach einigen vielversprechenden Hobby-Versuchen und einer ersten durchweg positiven Studie über den Einfluss von Earthing auf den Cortisol-Spiegel fand er bald in den Forschern James Oshmann und Stephen Sinatra wissenschaftlich versierte Mitstreiter, die seine Fragen ebenso faszinierend fanden wie er und eine Reihe von Studien durchführte, um die Wirkung von Earthing zu erforschen.

Die Erde: ein elektrisches System

Die Theorie hinter der Theorie: Wie unser Körper so hat auch die Erde ein elektrisches System. In der Atmosphäre wie auch an der Erdoberfläche wimmelt es von elektrisch geladenen Teilchen. Die Erdoberfläche hat dabei eine negative elektrische Überschussladung und die gesamte Atmosphäre nahe der Oberfläche bildet ein elektrostatisches Feld. Aber auch weit unter der Erdoberfläche gibt es regelrechte Ströme solcher Ionen, die der Wissenschaft lange ein Rätsel waren, bis entdeckt wurde, dass diese Schichten größere Mengen flüssiges Karbonats enthalten. Die Forschungsrichtung der Magnetotellurik widmet sich ganz der Erforschung dieser manchmal auch als ‘tellurische Ströme’ bezeichneten elektrischen Ströme der Erde, die auch an der Erdoberfläche noch ihre Auswirkung in Form elektromagnetischer Felder zeigen.

Wie beim Wasser gibt es auch für die elektrischen Ströme einen globalen Kreislauf (global electrical circuit), winzige Ionenströme fließen zwischen der Erdoberfläche und der Ionosphäre und von dort zurück. Zudem spielen vor allem Blitze und auch die ionisierende Strahlung aus dem Weltraum eine große Rolle in diesem Kreislauf-System.

Unser Körper – so die Earthing-Theorie – ist an dieses System perfekt angepasst. Das Körper-System funktioniert dann perfekt, wenn es durch Erdung die Chance hat, sich mit dem Potenzial der Erde auszugleichen. Induzierte Ladungen können wie bei einem Blitzableiter einfach an die Erde abgegeben werden, ohne dass es den Menschen beeinflusst. Besonders der negative Einfluss von Elektrosmog soll so durch Erdung minimiert werden können. Außerdem, so postulieren die Forscher gibt es durch diesen Ausgleichs-Mechanismus andersherum auch einen steten Strom von Elektronen von der Erde in den Körper, der helfen soll, sogenannte freie Radikale zu neutralisieren. Das ganze Nervensystem beruhigt und entspannt sich, der Körper findet wieder zu seiner natürlichen Harmonie und den natürlichen Rhythmen zurück.

Verliert der Körper jedoch seine Erdung, bringt das unser ganzes Nervensystem durcheinander, so behaupten die Wissenschaftler. Ihre Empfehlung: Täglich mindestens 30-40 Minuten mit nackten Füßen auf der Erde laufen – oder nackt auf ihr liegen. Dies lässt sich wunderbar mit einem Sonnenbad verbinden – und deren Heilwirkung ist nun mittlerweile wissenschaftlich unumstritten.

Die Verbindung zu ‘Vater Sonne’ und ‘Mutter Erde’ – für fast alle indigenen Völker auf der Welt ein heiliger Bund – ist also vielleicht mehr als nur eine nostalgische Idee. Und vielleicht würden viele unserer sogenannten „Zivilisationskrankheiten” verschwinden, wenn wir etwas mehr zu einem Lebensstil zurückkehren würden, wie ihn diese alten Völker praktizieren. Vielleicht sind Nahrung, Luft, Wasser, Sonne und Erde die wichtigsten Heilmittel, die wir haben. Die Pflanzen, mit ihren tiefen Wurzeln und den der Sonne entgegengestreckten Blättern erinnern uns täglich daran.

Der moderne Schuh trennt von der Erdenergie

Unglücklicherweise ging uns mit Einführung der modernen Schuhe mit isoliertem Material unsere natürliche Verbindung zur Erde verloren. Gummi und Plastik haben seit den 1960er-Jahren das traditionelle leitfähige Ausgangsmaterial – Leder – abgelöst. Plastik kommt heute fast überall vor, obwohl es doch erst vor ca. sechzig Jahren erfunden wurde: in unserer Kleidung und Schuhen, die zum Teil gänzlich aus Plastik bestehen, in unseren Betten, Teppichen, Haushaltsgeräten und vielem mehr.[2] Unabhängige Wissenschaftler gehen davon aus, dass mit Anstieg des Plastikkonsums, vor allem aber dem Plastikgehalt in den Sohlen unserer Schuhe, auch die chronischen und stressbedingten Erkrankungen gestiegen sind. Dies würde mit erklären, warum in den letzten Jahrzehnten immer mehr Menschen an Autoimmunkrankheiten, chronischen Krankheiten, Allergien und Schlaflosigkeit leiden. Weshalb die natürliche Verbindung mit unserer Erde so wichtig ist, erklärte Dr. William Rossi, ein Fußorthopäde aus Massachusetts und Experte für die Geschichte der Schuhindustrie, 1997 in einem Artikel der Footwear News:

„Die Fußsohle ist dicht mit ungefähr 1’300 Nervenenden pro Quadratzoll (ca. 6,5 cm²) durchzogen. Das sind mehr, als man an jedem anderen Körperteil vergleichbarer Größe findet. Warum konzentrieren sich hier so viele Nervenenden? Um uns mit der Erde in Kontakt zu halten.“ Der menschliche Fuß ist ein Wunderwerk der Natur, besteht er doch aus 26 Knochen, 100 Muskeln, Sehnen und Bändern sowie 33 Gelenken. David Wolfe, ausgewiesener Experte für Gesundheit und Lebensweise, geht sogar so weit, den normalen Schuh als die vielleicht gefährlichste Erfindung der Welt zu betiteln. Der Fuß, so Rossi, ist als eine Radarantenne mit einer lebenswichtigen Funktion zu sehen: Lebensenergie aus der Erde aufzunehmen, ähnlich einer Pflanze, die mit ihren Wurzeln Nahrung aus dem Boden zieht.

Wie wir die Sonne unter anderem zur Wärmung und Bildung von körpereigenem Vitamin D benötigen, so brauchen wir die natürliche und sanfte Energie der Erde. Eine Energie, die man mit bloßem Auge nicht zu sehen vermag, die aber manche Menschen trotzdem als warm, angenehm, wohltuend, kribbelnd und prickelnd beschreiben.

Was bedeutet die Erdenergie für uns? Vielleicht den Unterscheid zwischen gut und schlecht schlafen, zwischen viel und wenig Energie zur Verfügung haben, oder zwischen sich gut oder unwohl fühlen?

Wie „Earthing“ funktioniert

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An der Erdoberfläche befindet sich überwiegend elektrische Energie. Diese wird durch etwa 5’000 Blitzeinschläge, die pro Minute auf die Erde treffen, mit freien negativ geladenen Elektronen angefüllt. Der menschliche Körper funktioniert durch Elektrizität. Nur dadurch können wir uns beispielsweise bewegen. Wie allgemein bekannt ist, besteht der menschliche Körper zu zwei Dritteln aus Wasser und Mineralstoffen, wenn sie denn vorhanden sind bzw. zugeführt werden. Das Wasser ist ein wunderbarer Leiter von Elektronen. So können die freien Elektronen auf der Erdoberfläche mühelos in unseren Körper gelangen, unseren Körper dem elektrischen Energiepotenzial der Erde angleichen und unseren elektrischen Grundzustand wiederherstellen und erhalten. Beispiel: Sie stehen an einem herrlichen Sommermorgen auf dem taufrischen Gras, welches durch den Tau sehr leitfähig ist. Wenn Sie barfuß sind, können die freien Elektronen mühelos in Ihren Körper eindringen und Ihren Körper dem Niveau der Erde angleichen. Unsere Batterie an Elektronen wird aufgefüllt. Diese zusätzlichen Elektronen sind für den Körper essenziell wichtig, da sie ihm dabei helfen, in sein normales elektrisches Gleichgewicht zu kommen. Dadurch kann er sich besser selbst heilen und regulieren.

Wozu benötigt der Körper Elektronen?

Auf dem Land und in den Meeren sind Elektronen (negativ gepolt) in einer unvorstellbaren Menge vorhanden und werden nie weniger. Gut für uns, denn sie sind für ein langes und gesundes Leben absolut notwendig.

Im menschlichen Körper gibt es unter anderem auch freie Radikale. Vorweg sei gesagt, dass diese freien Radikale nicht nur schädlich sind, sondern auch für den Körper wichtige Funktionen übernehmen.

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Hier nun der Idealzustand: Die positiv geladenen freien Radikale sind Moleküle, die aus einem oder zwei Atomen bestehen, mit einem ungepaarten Elektron, welches an ihnen haftet. Das heißt, ihnen fehlt ein Elektron. Clinton Ober schreibt dazu in seinem Buch Earthing – Heilendes Erden: „Normalerweise kommen diese freien Radikale an ihre fehlenden Elektronen, indem sie sie von Krankheitserregern und geschädigtem Gewebe abbauen. Dieses Vorgehen tötet die ‚bösen Bazillen‘, die man aus dem Körper entfernen will, und spaltet die geschädigten Zellen auf, sodass sie abtransportiert werden können. Sobald die ‚Wiederherstellungsarbeit’ zurückgeschraubt wird, neutralisieren Antioxidantien oder freie Elektronen im Körper die überschüssigen freien Radikale, die während der Immunreaktion gebildet wurden. Diese Reaktion wird immer dann ausgelöst, wenn Sie krank oder verletzt sind; sie wird als ‚Entzündungsreaktion’ bezeichnet. Als Folge davon spüren Sie vielleicht die vertrauten Anzeichen und Symptome einer Entzündung: Schwellung, Rötung, Hitze, Schmerz und – je nach Körperstelle – Bewegungseinschränkung.“

Freie Radikale sind also fast überall im Körper zu finden, sehr reaktionsfreudig und sie wollen ihren „Elektronen-Mangel“ logischerweise ausgleichen. Wenn nun Krankheitserreger oder krankes Gewebe vorhanden ist, holen sie sich da die fehlenden Elektronen und neutralisieren damit die Erreger und helfen beim Abbau des Gewebes mit. In der Wirklichkeit sieht es aber oftmals anders aus. Meist sind nicht genügend Elektronen oder Antioxidantien verfügbar, welche die freien Radikale nach ihrer getanen Arbeit neutralisieren. Diese „unbefriedigten“ freien Radikale können auf den Körper schädliche Auswirkungen haben, wenn keine Erreger und/oder krankes Gewebe vorliegen, bei denen die Radikale ihren „Elektronen-Hunger“ stillen könnten. Das heißt, sie greifen nun auch gesunde Moleküle an und zerstören somit gesundes Gewebe.

Freie Radikale entstehen nicht nur bei normalen Stoffwechselprozessen (Oxidation bzw. Reduktion), die im Körper stattfinden, sondern auch durch Rauchen, Alkohol und Kaffee. Des Weiteren durch technische Strahlung wie Handys, PC, Fernseher, UV-Strahlung, durch Röntgenstrahlen, Ozon, Radioaktivität und Pestizide, aber auch Peroxide, die in tierischem Fett zu finden sind.

Stehen Sie nun im Barfuß-Kontakt mit der Erde, können die Elektronen, die von der Erde in einer Vielzahl in Ihren Körper strömen, sich mit den „Single-Radikalen“ verbinden. Somit werden diese von ihrer oxidativen und entzündungsfördernden Wirkung abgehalten und neutralisiert; es wird auch kein gesundes Gewebe angegriffen.

Wie bereits geschrieben, hat sich der Körper die freien Radikale zu Nutze gemacht. So spielen zum Beispiel die reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) bei einer Reihe biologischer Prozesse eine wichtige Rolle, beispielsweise töten sie Bakterien, die von weißen Blutkörperchen an die verletzte Körperstelle gebracht wurden. Sie greifen aber ebenso gesundes Gewebe an. Werden sie nun durch ein Elektron neutralisiert, richten sie keinen weiteren Schaden an.

Freie Radikale greifen die Zellmembran und Proteine an und können daher eine Zelle stark schädigen. Morgens in den Spiegel und damit einem unaufhörlichen Alterungsprozess in die Augen zu schauen ist ebenfalls den freien Radikalen anzurechnen. Die Suche nach einer einfachen und wirkungsvollen Anti-Aging-Methode beschäftigt ganze Heerscharen in der Kosmetikindustrie.

Dabei wäre eine Lösung doch so einfach… Barfuß gehen!

Wie wir getrennt wurden und wie wir wieder zusammenkommen können
Wir haben uns vor allem durch unsere Schuhe mit Gummi- oder Plastiksohlen von der Welt isoliert. Dadurch, dass wir sie praktisch jeden Tag tragen, werden wir dauerhaft von der heilenden negativen Ladung der Erde getrennt.

Am besten werden wir wieder geerdet, wenn wir die nackten Füße jeden Tag für 20 bis 30 Minuten in (möglichst nasses) Gras, Erde, Sand oder Salzwasser stecken (auch Gärtnern mit nackten Füßen schafft eine Verbindung). Wenn Sie nahe an einem Gewässer wohnen, so können sie die Erfahrung noch verstärken, wenn sie in unmittelbarer Umgebung barfuß gehen. Wenn das alles für Sie undurchführbar ist, sollten Sie über technische Hilfen zur Erdung wie Erdungsschuhe, Matten, Autositzbezüge und Sandalen nachdenken, die im Wesentlichen dasselbe bewirken.
Denken Sie daran, dass auch Beton ein guter Leiter ist, solange er nicht versiegelt oder bemalt ist; dagegen lassen Materialien wie Asphalt und Holz keine Elektronen durch, sodass sie zur Erdung nicht geeignet sind (deshalb ist es in der Regel unnütz, barfuß im Hause herumzulaufen). Und je höher Sie in einem Gebäude wohnen, desto weiter sind Sie von der Erdoberfläche entfernt, was sich ebenfalls negativ auswirkt.

Nehmen Sie also den Kontakt mit der Erde wieder auf. Ich rate Ihnen: Machen Sie sich unverzüglich auf den Weg!

 Barfuß laufen ist gesund weil…

Zusatz: Alternativen zu normalen Schuhen – Barfußschuhe

Wenn es Ihnen möglich ist, sollten sie barfuß unterwegs sein, die vielzähligen Gründe dafür haben Sie in den vorigen Abschnitten erfahren können. Wie wir jedoch alle wissen, gibt es Situationen, in denen man einfach nicht auf Schuhe verzichten kann. Sei es im Job oder in gefährlichem Gelände, manchmal kommt man nicht drumherum, Schuhe anzuziehen.

Doch verlieren wir durch die Schuhe nicht nur die Verbindung zur heilenden Energie der Erde, in 99% der Schuhe gibt es noch mehrere weitere Punkte, welche uns von einer optimalen Gesundheit trennen:

1. Unser Fuß verformt sich

Unsere Zehen haben von Natur aus einen minimalen Abstand zueinander und geben uns einen breiten, stabilen Halt auf dem Boden. Das Problem mit unseren modernen Schuhen ist jedoch, dass in den allermeisten Fällen der Zehenraum zu klein ist (spitz zulaufend). Leider werden die Schuhe nur sehr bedingt an die natürliche Form unseres Fußes angepasst. Solche Schuhe über ein paar Wochen hinweg zu tragen, würde keine bleibenden Spuren am Fuß hinterlassen – da wir jedoch seit unserer Kindheit mit Schuhen rumlaufen, welche unsere Zehen zusammenquetschen, verformen sich die Zehen langsam, um sich den Schuhen anzupassen. Das Resultat ist im folgenden Bild zu sehen:

Füße_mit_Schuhen_ohne_Schuhe_vorher_nachher Erdung BArfußlaufen wachaufmenschheit Wach Auf

2. Die Achillessehne verkürzt sich

Dazu kommt noch, dass viele Schuhe einen ungleichmäßigen Höhenunterschied über den Fuß verteilt haben. Das Extrembeispiel dafür sind High-Heels, in denen die Ferse einige Zentimeter über dem Vorfuß liegt und langfristig eine Verkürzung der Achilles-Sehne hervorruft. Aber nicht nur bei High-Heels ist dieser Höhenunterschied üblich, auch bei Laufschuhen z.B. gibt es eine sogenannte Sprengung (unter „Sprengung“ bei Laufschuhen wird der Höhenunterschied von der Ferse bis zum Vorfuß bezeichnet) und in vielen Sneakern und anderen Schuhmodellen auf dem Markt befinden sich Dämpfungen, welche eine unnatürliche Fußstellung hervorrufen.

3. Unsere Körperhaltung wird schlechter

Ihre Füße bilden das Fundament für Ihren gesamten Körper. Wenn dieses Fundament falsch ausgerichtet ist oder nicht richtig arbeitet, schlagen sich die Folgen im ganzen Körper nieder, sei es in Muskel- und Gelenkschmerzen oder schwerwiegenderen Verletzungen. Über 75 % der Bevölkerung leiden an Überpronation oder übermäßiger Supination – dennoch wissen die wenigsten, welchen Fußtyp sie haben und wie er sich auf den übrigen Körper auswirkt. Beides – Überpronation oder Suponation wird meist durch das übermäßige Tragen von (gesundsheitschädlichen) Schuhen ausgelöst. (Mehr dazu)

Der menschliche Körper ist das wohl intelligenteste System, welchem wir bis jetzt begegnet sind. Wenn wir ihn nur lassen, kann er wahre Wunder vollbringen. Er kann Kinder gebären, sich selbst heilen, komplexe kognitive Aufgaben lösen, Saltos machen uvm. Was er ebenfalls kann, ist sich innerhalb kürzester Zeit an neue Begebenheiten anpassen. Dafür braucht er jedoch sensorische Reize. Durch die sensorischen Reize auf der Fußoberfläche, kann der Körper identifizieren in welchem Terrain er sich befindet, wie hart und wie gefährlich der Untergrund ist, usw., anhand dieser Eindrücke passt er die Körperhaltung von Kopf bis Fuß an und minimiert somit die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung.

Da wir jedoch dicke und oftmals weiche Kunststoff-Sohlen unter unseren Füßen tragen, wird ihm diese natürliche Fähigkeit arg erschwert. Da ihm die entsprechenden Informationen fehlen, kann er sich nicht optimal ausrichten. Viele tieferliegenden Muskeln werden aus diesem Grund kaum noch rekrutiert. Diese Muskeln sind jedoch ausschlaggebend für eine stabile und anpassungsfähige Körperhaltung. Das Gesamtgerüst Körper wird geschwächt.

Die Lösung: Barfußschuhe

Wir haben nun also einige Gesundheitsrisiken von normalen Schuhen erörtert, woraus sich einige Punkte für gesunde, natürliche Schuhe ableiten lassen:

  • Die Schuhe sollten den Zehen genug Platz lassen, sodass diese ihre natürlich Form behalten bzw. wieder annehmen können
  • Die Schuhe sollten keinen Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß haben (neutral)
  • Die Schuhe sollten eine dünne Sohle haben, sodass die Körperhaltung stabil und anpassungsfähig bleibt und die Verbindung zur Erde bleibt

Ich habe lange recherchiert und selbst viele verschiedene Modelle ausprobiert. Dabei sind zwei Marken von Barfußschuhen übrig geblieben, die ich 100%ig empfehlen kann:

Vibram Five Fingers (Zehenschuhe)

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Der Fuß und die Zehen in Zehenschuhen sind frei beweglich und passen sich perfekt an den Untergrund an. Die Sensibilität und Beweglichkeit unserer Füße lässt uns barfuß sicherer und leichter laufen. Dabei arbeiten alle Muskeln und Gelenke mit. Der Fuß wird lebendiger, kräftiger und weniger verletzungsanfällig. Wer barfuß geht nimmt automatisch eine gesunde Körperhaltung ein. Der Fuß rollt natürlich ab, und das entlastet Knie und Bandscheiben. Barfußgehen verbessert die Blutzirkulation in den Beinen und beugt damit aktiv verschiedenen Leiden aufgrund mangelnder Durchblutung vor.

Beim Fortbewegen mit Fivefingers arbeiten viele Muskeln und Sehnen welche sich anfangs erst wieder entwickeln müssen, weil sie durch das Tragen von Schuhen nicht gefordert werden. Der Fuß wird wieder stabiler und leistungsfähiger.

Die Schuhe brauchen einige Wochen Eingewöhnungszeit, danach geht es deinen Füßen jedoch besser als je zuvor (außer vielleicht in Kinderjahren :P). Es gibt eine Vielzahl von Modellen für verschiedene Zwecke, ich persönlich trage das Modell Kso-Evo.

Merrell Barfußschuhe

Merrell Barfußschuhe

Zugegeben, die Zehenschuhe von Vibram sehen etwas merkwürdig aus (da nicht „normal“). Wer bei seinem nächsten Business-Termin nicht mit Zehenschuhen auftauchen will oder dem die Zehenschuhe einfach zu extrem sind, dem bieten die Schuhe von Merrell eine Alternative.

Merrell fokussiert sich besonders auf Trekking-, Wander- und Laufschuhe und produziert die wohl komfortabelsten Schuhe, die ich kenne. Durch den weiten Zehenraum haben die Zehen genug Platz und die Schuhe sind an die natürliche Passform des menschlichen Fußes angepasst.

Vor allem für komplette Neulinge im Thema Barfußschuhe, sind die Schuhe von Merrell vermutliche die bessere Wahl, da es mehrere Modelle gibt, die eine Art Übergang zwischen Normaler Sohle und Barfußschuh darstellen – man kann die Unebenheiten und das Terrain im Boden fühlen, jedoch ist trotzdem eine ausreichend dicke Sohle zwischen dir und dem Untergrund, was vor allem beim Laufen auf Waldwegen, steinigen Wegen etc. hilfreich ist.

Ich hoffe du konntest aus dem Artikel einiges für dein Leben mitnehmen und fängst ab heute an, mehr auf die Gesundheit deiner Füße zu achten. Deine Füße sind die direkteste Verbindung, die du zu Mutter Erde hast – ehre sie!

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Empfehlung zum Thema:

Earthing – Heilendes Erden: Gesund und voller Energie mit Erdkontakt

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Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:
Earthing: The Most Important Health Discovery Ever? von Clinton Ober, Stephen T. Sinatra, und Martin Zucker
Deutsch: Earthing – Heilendes Erden: Gesund und voller Energie mit Erdkontakt
EarthingCanada.ca http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/spiritualitaet-und-weisheitslehren/derek-henry/erdung-die-ultimative-heilmethode-.html;jsessionid=4A8A728EA913EEB7B93DF7C68C891354

http://www.zeitenschrift.com/artikel/erden-gesund-und-vital-durch-barfuss-laufen#.VRE7BhoVRQM

https://www.sein.de/earthing-und-grounding-unsere-verlorenen-elektrischen-wurzeln/

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Kommentare

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1 Kommentar

  1. marc

    Euch ist schon klar dass ihr bei jeder Berührung des Wasserhahnes oder eines Geländers oder eines Tores ständig eine extrem gute Verbindung zur Erde habt? Mehr noch als sie Barfuß gegeben wäre?

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