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Aug 15

Niederlande beginnt mit dem Bau des weltweit ersten versorgungsunabhängigen Dorfes

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Noch ab diesem Sommer wird das weltweit erste versorgungsunabhängige Dorf, das in der Lage ist, seinen eigenen Bedarf an Energie, Wasser und Lebensmitteln zu decken, im niederländischen Almere errichtet. ReGen Villageszusammen mit dem Architektenbüro “Effekt” aus Dänemark werden bei diesem Projekt eine Reihe der dringenden Probleme der Welt angehen: den Klimawandel, das Bevölkerungswachstum und die begrenzten Ressourcen.

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Laut aktuellen Berechnungen sollen bis Jahr 2050 etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Dafür werden ein nachhaltiger Wohnungsbau und Kommunalentwicklung benötigt, die vor allem sauberes Wasser,  gesunde Lebensmittel und Abfallentsorgung sowie Verwertung brauchen, aber auch knappes Ackerland bereitstellen, um die Bevölkerung zu versorgen.

ReGen-Chef James Ehrlich sagt, dass sie bei diesem Projekt wirklich einen globalen Maßstab im Blick haben und bezeichnet es als Tesla unter den Ökodörfern.

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Die versorgungsunabhängigen Dörfer sollen viele Gewächshäuser haben, die es den Bewohnern ermöglichen sollen, ihre eigene Lebensmittel anzubauen und ihren Abfall selbst zu recyceln.  Mehrere Gewächshäuser sollen eine hochtechnisierte, vertikale Landschaft mit innen gelegenen Gemüsegärten haben. Es werden ebenfalls saisonabhängige Gärten, die sich im Freien befinden, mit in das Dorf integriert.

Der recycelte Abfall der Einwohner soll als Nahrung für mehrere Arten von Fliegen verwendet werden – die wiederum als eine nachhaltige Nahrungsquelle für die Fische dienen. Die Fischexkremente sollen als Dünger für ein Aquakultursystem benutzt werden, welches im Gegenzug die Gartenpflanzen, die sich in Inneren befinden, versorgt. Die Tierexkremente sollen dann die außen gelegenen saisonabhängigen Gärten düngen.

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“Wir werden die, auf den Wohnsitz bezogene Projektentwicklung neu definieren, in dem wir diese regenerativen Wohngegenden so erschaffen, dass wir dabei auf grüne Anbauflächen setzen, auf denen wir mehr an ökologischen Lebensmitteln, sauberem Wasser und saubere Energie produzieren und Abfall so gut wie es geht vermeiden, als wenn wir uns nur auf das Land beschränken und dort Permakultur betreiben” – erklärt James Ehrlich.
Diese High-Tech-Landwirtschaftssysteme werden im Laufe nur eines Jahres in der Lage sein, mehr als den zehnfachen Ernteertrag, mit 90% weniger Wasserverbrauch, auf der selben Fläche zu produzieren, so die Berechnungen von ReGen.

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Laut James Ehrlich werden jedes Jahr buchstäblich Tonnen von reichlichen ökologisch erzeugten Lebensmitteln erwartet. Die Ertragsmenge soll bei Bedarf kontinuierlich zunehmen können und in den vertikalen Gartensystemen soll das ganze Jahr über auch ein ausreichender Ertrag möglich sein.

Die Einwohner sollen rund um die Uhr, an sieben Tage der Woche, durch Sonnenkollektoren und andere nachhaltige Energielösungen mit Energie und warmen Wasser versorgt werden. Um dieses System konstant aufrecht zu erhalten, sollen Familien innerhalb der Kommune sich darum kümmern, das Ökosystem des Dorfes zu pflegen. Dazu sollen unter anderem die Wartung der Sonnenkollektoren, die Versorgung der Flora und Fauna und der Betrieb eines Gewächshauses gehören.

Im niederländischen Almere sollen nun insgesamt 100 Pilot-Eigenheime im Laufe des Jahres gebaut werden. Wenn das Projekt erfolgreich durchstartet, dann hofft ReGen eine Reihe von anderen Pilot-Dörfern in Ländern wie Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem afrikanischen Kontinent ins Leben rufen zu können.


Quellen:

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Kommentare

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2 Kommentare

  1. Norbert Steckel

    Schade, dass solche Projekte nicht mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

  2. Günter Meyer

    Günter Meyer · Bremen
    Tolles Projekt. Ich füge noch hinzu das verschiedene Dachgläser Öffnungslucken haben werden. Einmal Tagsüber und einmal des Nachts sich öfnen. Immer in der Zeit mit der 3 und der 9. Ich sage das der Himmel frei sein muß. Pflanzen ernähren sich vom Himmel Ausgehendes. Der Boden liefert die Stabilität. Beim Maharishi System ist das Brahmastan oben in der Mitte. Es werden auch Plasma Kupfer Gans Lebens Ringe und Lebensstäbe wie bei Keshe in den Gebäuden mit eingebaut. Ich selbst habe diese schon in meiner Wohnung mit großem Erfolg und Freude. http://www.plasma-kunst.de/index-9.html.

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