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Jun 30

Der Zoo von Buenos Aires entlässt seine Tiere in die Freiheit

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Zoos sind unter Tierschützern schon seit längerem umstritten. Der Tierpark in Buenos Aires machte in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit immer wieder Schlagzeilen. So entzündete sich Kritik daran, dass dort Eisbären gehalten wurden – obwohl der Sommer in der Stadt mörderisch heiß ist. Später war es dann die Orang-Utan-Dame Sandra, die Rechtsgeschichte schrieb, weil ein argentinisches Gericht sie als nicht-menschliche Person betrachtete und ihr so gewisse Rechte einräumte. Nun hat der Bürgermeister der argentinischen Hauptstadt einen radikalen Entschluss gefasst: Der Zoo wird geschlossen und die dort gefangenen Tiere nach Möglichkeit ausgewildert.

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Rund fünfzig Tiere können nicht entlassen werden

„Die Haltung der Tiere in Gefangenschaft ist entwürdigend und nicht der richtige Weg, um sie zu schützen“, so der Politiker. Die Entscheidung ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil der Zoo aus Sicht der Stadt durchaus erfolgreich ist und als eine der größten Touristenattraktionen von Buenos Aires gilt. Damit soll aber nun Schluss sein. Die allermeisten Tiere sollen dabei in entsprechende Schutzgebiete im In- und Ausland verlegt werden, wo sie nicht mehr in Käfigen und Gehegen leben müssen. Von den insgesamt rund 1.500 Tieren des Zoos sind rund 50 allerdings schon zu alt oder würden einen Ortswechsel aus anderen Gründen nicht überleben.

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By Diego Silvestre [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Noch in diesem Jahr wird aus dem Zoo ein Ökopark

Diese sollen auch weiterhin auf dem Gebiet verbleiben – zukünftig aber nicht mehr ausgestellt werden. Dazu gehört auch die Orang-Utan-Dame Sandra, bei der Experten davon ausgehen, dass sie in freier Wildbahn keinen Anschluss an andere Affen finden würde. Auch die Station zur Heilung gefundener und beschlagnahmter Tiere wird weiterbetrieben. Der Rest der rund 180.000 Quadratmeter großen Fläche soll dann Ende des Jahres als Ökopark wieder eröffnet werden. Dieser kann den Einwohnern als Naherholungsgebiet dienen, soll in den historischen Gebäuden aber auch interaktive Elemente enthalten, um das Umweltbewusstsein zu fördern.

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