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Dez 30

8 Dinge, die passieren, wenn du täglich 10 Minuten meditierst

Wir leben in einer unglaublich beschäftigten Welt. Unser Lebensweg ist oftmals hektisch, unser Verstand ist immer ausgelastet und immerzu tun wir etwas.

Die traurige Wahrheit ist, dass wir so abgelenkt sind, dass wir nicht länger gegenwärtig sind, in der Welt, in der wir leben. Wir verpassen die Dinge, die für uns am wichtigsten sind. Das verrückte daran ist, die Menschen meinen, dies sei einfach, wie das Leben eben ist.  Doch so muss das nicht wirklich sein:

Die meisten Leute meinen, Meditation dreht sich nur darum mit dem Denken aufzuhören, die Emotionen weg zu lassen, irgendwie den Verstand unter Kontrolle zu bringen, aber eigentlich ist es ganz anders. 

Es geht eher darum, einen Schritt zurückzutreten, den Gedanken klar zu sehen – wahrzunehmen wie er kommt und geht – ohne Beurteilung, sondern mit einem entspannten und fokussierten Verstand.

Hier sind 8 wissenschaftlich belegte und überzeugende Argumente dafür, weshalb es wert ist, sich jeden Tag 10 Minuten dafür Zeit zu nehmen, seinen Verstand zu erfrischen:

1) Du wirst fröhlicher und hast keine Depressionen

Menschen, die regelmäßig meditieren, können sich besser konzentrieren und effektiver mit Herausforderungen des Lebens umgehen, als Leute die nicht meditieren. Fähig zu sein, Situationen in einem neuen Licht zu betrachten, kann dabei helfen, den Grad der Fröhlichkeit in deinem Leben zu verbessern. Meditation zu praktizieren, so stellte sich heraus, hilft uns, unseren Gefühlen auf den Grund zu gehen und kann im Laufe der Zeit unsere Fröhlichkeit und unseren Optimismus steigern, als auch unseren Sinn für Spiritualität. Sie kann uns helfen, zu akzeptieren wer wir sind und unseren Sinn des Erfülltseins steigern. Auch kann sie uns helfen, Empathie und Mitgefühl aufzubauen und uns somit helfen, unsere Beziehungen zu anderen Menschen (und Tieren) zu verbessern.

Wissenschaftler der Lund University in Schweden konnten Anfang 2014 beweisen, dass Meditation bei Depressionen und Angststörungen genauso wirksam ist, wie kognitive Verhaltenstherapie.

Beim meditieren verkabelst du tatsächlich dein Gehirn neu, für Zufriedenheit. Du bekommst mehr Mitgefühl für andere (Studien zeigten, dass selbst Anfänger einen weniger harschen Tonfall verwenden, als Leute ohne Erfahrung der Meditation). Wieso probierst du es nicht selbst aus? Meditiere täglich 10 Minuten, lasse von jeder Form des Urteilens und der Kritik ab, die vielleicht deinen Verstand durchdringen und schaue ob sich die Beziehungen in deinem Leben (ob nun mit Familie, Freunden, der Liebe oder sogar Fremden) verbessert!

2) Deine Gedächtnisleistung und geistige Leistungsfähigkeit steigt

Es wurde festgestellt, dass Meditation die Gehirnhälften synchronisiert, die Gehirnzellen aufbaut, die graue Substanz erhöht und dem Gehirn ermöglicht, die Reaktionen auf Stress zu verlangsamen, eine bessere Konzentration zu erlangen, besser zu lernen und das Gedächtnis zu verbessern.

Dabei verdickt sich der präfrontale Kortex. Der präfrontale Kortex ist der Entscheidungsfindung-Teil des Gehirns und ist auch verantwortlich für die Konzentration und das Bewusstsein. 

Wissenschaftler der UCLA wollten die Gehirne von Leuten erforschen, die seit Jahren meditieren und sie denjenigen gegenüberstellen, die noch nie meditiert haben oder erst für kurze Zeit. Sie nahmen kernspintomographische Untersuchungen an 100 Teilnehmern vor – die eine Hälfte mit meditierenden, die andere mit denen, die nicht meditierten. Sie waren fasziniert, als sie herausfanden, dass diejenigen die seit langem meditieren, höhere Werte bei der Gyrierung aufwiesen (eine Oberflächenvergrößerung durch Einfaltung der Hirnrinde, die mit schnellerer Verarbeitung von Informationen im Zusammenhang steht). In der Studie, die im “Frontiers in Human Neuroscience” veröffentlicht  wurde, teilten sie das Ergebnis. Je mehr Jahre ein Mensch meditiert, umso mehr Gyrierung zeigten die Aufnahmen aus der Kernspintomografie. [UCLA Newsroom]

Obgleich die Meditationspraxis mit einem Gefühl der Ruhe und körperlichen Entspannung verbunden ist, haben Praktizierende lange behauptet, dass Meditation ebenfalls kognitive und psychische Vorteile bringt, die den ganzen Tag lang andauern.“, sagten die Studienleitende Sara Lazar des MGH Psychiatric Neuroimaging Research Program und ein Harvard Medical School Lehrer in Psychologie. „Diese Studie zeigt, dass Veränderungen in der Gehirnstruktur einigen dieser berichteten Verbesserungen zugrunde liegen können, und dass die Menschen sich nicht nur besser fühlen, weil sie sich etwas Zeit zum Entspannen nehmen.

Sue McGreevey des MGH schreibt: „Vorherige Studien von Lazar`s Gruppen und anderen, fanden strukturelle Gehirnunterschiede von erfahrenen Meditationsgeübten und Menschen mit keiner Erfahrung in Meditation. Es kam dabei zu einer Verdickung der Großhirnrinde in den Bereichen, die mit Liebe und emotionaler Integration verbunden sind. 

Bei einer Achtsamkeitsmediation  wird ein großer Teil der grauen Substanzdichte im Hippocampus stimuliert, welcher mit dem Selbstbewusstsein, Mitgefühl und der Selbstbeobachtung verbunden ist.

„Es ist faszinierend die Plastizität des Gehirns zu sehen und dass wir mit der Übung von Meditation eine aktive Rolle zur Veränderung des Gehirns spielen, sowie unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität steigern können“, so Britta Hölzel, die erste Autorin der Studie. Des weiteren arbeitet sie am MGH und an der Universität Gießen in Deutschland.

3) Ängste werden reduziert

Du leidest unter Ängsten? Neigst du zur Sorge, Panik, bist leicht gestresst oder zweifelst an dir selbst? Wieso nutzt du nicht die Meditation, um es dir leichter zu machen oder diese Gefühle komplett zu eliminieren?

Es wurde herausgefunden, dass die Achtsamkeitsmeditation, bei der du physisch die Art und Weise veränderst, wie dein Hirn auf negative Gedanken reagiert, einer der besten Wege ist, um Ängste zu eliminieren. Die Art der Übung macht dich gewahr für den gegenwärtigen Moment, ohne Urteil und ohne zu versuchen das zu verändern, was du in jenem Moment bemerkst. Dieser Meditationstyp hilft Leuten mit Ängsten dabei, mit ihren quälenden Gedanken umzugehen, ohne von ihnen überwältigt zu werden.

Wenn wir öfter meditieren, lockern sich die neuralen Verbindungen zwischen den körperlichen Sinnen und den Angstzentren im Hirn, so dass wenn wir Angst, Panik oder Elend fühlen, wir nicht so stark darauf reagieren. Wenn diese Verbindung geschwächt wird, dann stärkt sich dafür eine andere, nützlichere Verbindung zwischen unserem Urteilszentrum und unseren körperlichen Sinnen und Angstzentren, so dass wir mit durcheinander bringenden Empfindungen rationaler umgehen können.

4) Du wirst resistenter gegen Stress

Ablenkungen gibt es überall. Doch kann die Meditation einem Menschen helfen da besser durch zu navigieren? Ein Informatiker der “Univerity of Washington” tat sich mit einem Hirnwissenschaftler der “University of Arizona” zusammen, um dies zu prüfen.

Die beiden nahmen 45 Personalleiter heran und gaben einem Drittel von ihnen acht Wochen lang Achtsamkeitsmeditation auf, einem anderen Drittel acht Wochen lang Entspannungsübungen und dem letzten Drittel überhaupt nichts. Alle Gruppen wurden komplizierten Multitasking-Tests unterzogen, vor und nach den acht Wochen. In der Studie, die über das Proceedings of Graphics Interface veröffentlicht wurde, belegten sie, dass die Gruppe der Achtsamkeitsmeditation bei den Multitasking-Tests über weniger Stress klagten, als die beiden anderen Gruppen. [Washington.edu]

5) Du hast weniger Schmerzen

Achtsamkeitsmeditation kann auch dabei helfen, den Schmerz im Körper zu mindern. Während einem 10-wöchigen Stressreduzierungs- und Entspannungsprogramm, das von Forschern der “University of Massachusetts” durchgeführt worden ist, wurde neunzig Patienten mit chronischen Schmerzen die Achtsamkeitsmeditation beigebracht.

Statistisch signifikante Minderungen gewisser Werte wurden entdeckt – beim Messen von negativen Körpervorstellungen, derzeitigem Schmerz, Hemmung der Aktivität durch Schmerzen, Symptomen, Stimmungsbeeinträchtigung und psychologischen Symptomen, wie Angstzuständen und Depressionen. Zusätzlich stieg die Aktivitätsrate und die Gefühle des Selbstantriebs verbesserten sich. Eine gesonderte Gruppe Schmerzpatienten (Kontrollgruppe) zeigte keine signifikanten Verbesserungen bei den Messungen, nachdem sie traditionellen Behandlungsprotokollen folgten.

Wenn du an chronischen Schmerzen leidest, wäre es gut einer lokalen Meditationsgruppe beizutreten oder eigenständig Achtsamkeitsmedtiation zu praktizieren. Das wäre ein großartiger Weg für den Anfang. Du kannst im Internet danach suchen wie du anfangen sollst oder dir Bücher aus der Bibliothek ausleihen. 

6) Du kannst besser schlafen

Meditation ist in der Tat ein natürliches Schlafmittel! Meditieren wir, dann reduziert sich die Hirnaktivität und wir können unsere Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment richten. Wenn wir meditieren, dann sinkt unser Blutdruck, der Puls wird langsamer, Stresshormone werden weniger und unsere Gehirnwellen gleichen denen der Entspannung, die man sonst bei frühen Phasen des Schlafes findet.

Die Meditation zu nutzen, um dem Verstand zu helfen sich zu reinigen, für einen besseren Schlaf, ist ein großartiger Weg, um dir zu helfen, dich nachts zu entspannen und nicht in Stress zu geraten, über den Gedanken nicht einschlafen zu können oder Besorgnis erregende Gedanken, die vielleicht in den Verstand eindringen. Ich finde, dass selbst das Hören und Meditieren von Deltawellen-Binauralen-Beats (delta wave binatural beats – leicht auf Plattformen wie YouTube zu finden) einen innerhalb von Minuten zum schlafen bringt!

7) Deine Gesundheit wird gestärkt

Seit Jahren sagen die Fans der Meditation, dass diese Übung sie gesund hält. Doch eine Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Circulation: Cardiovascular Quality and Outcomes, hat dies tatsächlich untersucht. Für die Studie wurden 200 Teilnehmer, die an koronaren Herzerkrankungen leiden, dazu aufgefordert, entweder:

(a) an einem Lehrkurs für Gesundheit teilzunehmen, der sich um eine bessere Ernährung und Sport dreht, oder
(b) bei einem Kurs über Meditation mitzumachen.

Die Forscher folgten den Teilnehmern die nächsten fünf Jahre lang und fanden heraus, dass diejenigen, die bei dem Meditationskurs mitgemacht haben, nun eine Reduzierung von 48% des Risikos eines Herzinfarktes, Schlaganfalls und Todes erfuhren. Es ist eine Erststudie, aber eine vielversprechende. [Time]

8) Deine Kreativität wird angekurbelt
Ist meditieren ein guter Weg um seine Kreativität anzukurbeln? Vielleicht, aber es kommt auf die Art der Meditation an.

Wissenschaftler der “Leiden Universität” in den Niederlanden schauten sich an, wie zwei Arten der Meditation – fokussierte Aufmerksamkeit (z.B. sich auf den Atem zu konzentrieren) und offenes Betrachten (wobei die Teilnehmer sich auf das innerliche und äußerliche fokussierten) – zwei Arten des kreativen Denkens beeinflussten – die Fähigkeit neue Ideen zu entwickeln, und die, Lösungen für Probleme zu finden. In der Studie, die im Frontiers in Cognition veröffentlicht wurde, zeigten sie, dass die Teilnehmer, welche die fokussierte Aufmerksamkeitsmeditation praktizierten, bei den zwei Kreativaufgaben keine Verbesserungen in den Ergebnissen vorwiesen. Diejenigen jedoch, die die Meditation des offenen-Betrachtens [open-monitoring] ausübten, schlugen sich besser bei den Aufgaben, bei denen es auf neue Ideen ankam. [Meditation Research]

Meditation hilft dem Gehirn, auch Emotionen zu steuern, wie Wissenschaftler der Brown University nachweisen konnten. So können meditierende Menschen ihrem Gehirn helfen, die Wege zu kreativem Denken freizulegen.


Übersetzung: D.Hudalla

Quellen: hemindunleashed / Watts, Alan. “11 _10-4-1 Meditation.” Eastern Wisdom: Zen in the West & Meditations. The Alan Watts Foundation. 2009. MP3 CD. @4:45 Lutz et. al; Slagter, HA; Dunne, JD; Davidson, RJ (2008). “Attention regulation and monitoring in meditation”. Trends in cognitive sciences 12 (4): 163–9.
http://lifehacker.com/what-happens-to-the-brain-when-you-meditate-and-how-it-1202533314 / http://www.cbsnews.com/news/meditation-may-reduce-risk-of-dying-from-heart-attack-strokes/   http://www.project-meditation.org/a_mt4/different_types_of_meditation.html
http://link.springer.com/article/10.1007/BF00845519#page-1 / http://www.actionforhappiness.org/take-action/learn-how-to-meditate

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Kommentare

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2 Kommentare

  1. Fatih

    Zu meditieren kann ich wirklich jedem nur ans Herz legen. Am Anfang ist es vielleicht etwas schwer, aber es lohnt sich alle male!! 😀

  2. Kleiner Buddha

    Kann dem definitiv zustimmen. Wer es schafft, während einer Depression zu meditieren, wird diese auch, zumindest in dem Moment, überwinden können. Mir hilft eine Meditation gegen äußerlichen Stress und ich komme schnell zu inneren Ruhe. Es wird ja auch einen Grund dafür geben, warum die Meditation so fest im Buddhismus verankert ist und Buddha dies schon vor über 2000 Jahren gelehrt hat.

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