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Nov 30

1400 Jahre alter Ginkgobaum verwandelt einen buddhistischen Tempel in einen goldenen Ozean

Dieser hochragende Ginkgobaum, befindet sich auf dem Gelände des buddhistischen Tempels von Gu Guanyin in den Zhongnan Bergen in China. Jeden Herbst werden die grünen Blätter des 1,400-jährigen Baumes hellgelb und fallen als ein goldener Haufen auf dem Tempelboden, der sich in einen gelben Ozean verwandelnd. Dies zieht viele Touristen aus der Umgebung an.

Der Ginkgobaum, auch bekannt als das Frauenhaar, wird manchmal ein “lebendes Fossil” genannt, weil er trotz des ganzen drastischen Klimawandels, seit mehr als 200 Millionen Jahren unverändert geblieben ist. Er ist eine lebende Verbindung zu den Zeiten, als die Dinosaurier noch auf die Erde gelebt haben.

 Der Ginkgo biloba gilt als das älteste lebende Fossil der Pflanzenwelt unserer Erde. Er ist der letzte Repräsentant der botanischen Ordnung der „Ginkgoales“. Die wiederum ist der einzige Vertreter der Klasse „Ginkgophytae“, von der uns als ältestes Beispiel ein Blattfossil aus der Zeit vor 270 Mio. Jahren (!) erhalten blieb. Einstmals in sowohl in Asien als auch in Nordamerika und Europa beheimatet, verschwand der Ginkgo im Laufe der Erdzeitalter erst aus Nordamerika und vor ca. 2,5 Mio. Jahren auch aus Europa. Selbst in Asien reduzierte sich sein Vorkommen auf Rückzugsgebiete in Südwesten von China. Natürliche Bestände („wilder Ginkgo“) wurden noch in dem abgelegenen Gebiet des Tianmushan (天目山) der chinesischen Provinz Zhejiang vermutet, heute geht man jedoch davon aus, dass die dortigen Ginkgos von Mönchen angepflanzt wurden. Als Kulturpflanze fand der Ginkgo-Baum in China eine weite Verbreitung, vornehmlich zur Zierde und zur Nutzung seiner Samen und Blätter.

Die Samen des Baumes wurden in früherer Zeit in China ebenfalls zu medizinischen Zwecken eingesetzt, meist mit ähnlichen Indikationen wie die Blätter, doch auch zur Unterstützung der Verdauung und zum Schutz vor Infektionen. Zudem glaubte man, daß sie einen Nieren-Yang-Mangel ausgleichen und somit die sexuelle Energie fördern können. Sie waren schon im 11. Jahrhundert als kleine Köstlichkeit, die man besonderen Gästen offerierte, beliebt und sind es bis heute geblieben. Genutzt wird nur der gelbe Kern des Samens, jedoch nicht in rohem Zustand. Er wird meist geröstet und gesalzen als Beilage oder Knabberei gereicht oder als Gewürz verwendet. Von übermäßigem (> 5 Samen/Tag) oder regelmäßigem Genuß wird jedoch abgeraten, da dies zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Ginkgo1

In China wird der Ginkgo biloba von alters her aufgrund seiner Schönheit und Symbolträchtigkeit als heiliger Baum verehrt und meist in Tempelanlagen und Palastgärten gepflanzt. Da er eine hohe Resistenz gegen Schädlingsbefall aufweist und in Bezug auf Klima und Boden sehr anspruchslos ist, kann er ein hohes Alter erreichen und ist somit ein Symbol für Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Langlebigkeit. So gibt es in China nicht wenige Exemplare, die eine Höhe von bis zu 40 Metern erreicht haben und denen ein Alter von mehr als 1000 Jahren nachgesagt wird. Der Rinde des Baumes wird zudem das Ausscheiden einer Substanz von feuerdämmender Wirkung zugeschrieben. Auch dies ist ein guter Grund, warum der Ginkgo-Baum bis heute gern in Tempeln und in ihrer Nähe gepflanzt wird.

Weitere Informationen: http://www.ginkgo-ratgeber.info

Quellen: yicai.com / shaolin-reflection.blogspot.de / yicai (h/t: thisiscolossal)

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