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Dez 04

10 wichtige Warnzeichen eines Vitamin-D-Mangels – weshalb Vitamin-D Krebs, Autoimmunkrankheiten und Grippeinfektionen vorbeugt

Schon in den 1930er Jahren erkannten Ärzte den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und der Knochenkrankheit Rachitis, die zur Erweichung von Knochen und Zähnen führt. Auch bei einer Ernährung mit genügend Kalzium kann es zu einer Entmineralisierung der Knochen kommen, wenn nicht genug Vitamin D vorhanden ist, um den Kalzium- und Phosphatwert im Blut stabil zu halten. Zu den Symptomen der Rachitis zählen krumme Beine, Knochenschmerzen, Zahnprobleme, geschwollene und verkrümmte Handgelenke, häufige Knochenbrüche und Abflachung des Schädels.

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Da Rachitis in Industrieländern heutzutage selten vorkommt, könnte man versucht sein zu glauben, der Vitamin-D-Mangel gehöre der Vergangenheit an. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch andere, subtilere Symptome eines Vitamin-D-Defizits. Viele Krankheiten, bei denen der Zusammenhang auf den ersten Blick nicht so offensichtlich ist, wie bei Rachitis, können von einem Mangel an Vitamin D herrühren.

Was ist eigentlich Vitamin D?

Mit dem Namen »Vitamin D« werden laut der Website Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel der Mayo-Klinik. verschiedene Formen des Vitamins bezeichnet, beispielsweise das D2, das wir aus der Nahrung erhalten, und das D3, das in der Haut gebildet wird, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Im Körper dient Vitamin D vor allem zur Steuerung der Blutwerte von Kalzium und Phosphor.

Das Sonnenschein-Vitamin?

Sich über die normale Ernährung ausreichend mit Vitamin D zu versorgen, ist schwierig, da es in Lebensmitteln nur in geringen Mengen vorkommt. Unsere Haut bildet zwar einen Teil des täglich benötigten Vitamins D, aber das Sonnenlicht alleine, vor allem in Winterzeit reicht in der Regel nicht aus. Faktoren wie Jahreszeit, Einstrahlwinkel der Sonne, Bewölkung, Luftverschmutzung und sogar der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln können die Vitamin-D-Produktion in der Haut erheblich einschränken.

10 wichtige Warnzeichen eines Vitamin-D-Mangels

Viele Menschen mit einem Vitamin-D-Defizit spüren keine unmittelbaren Symptome. Bei anderen können unruhiger Schlaf, Muskelkrämpfe, allgemeine Müdigkeit, Zahn- und Zahnfleischprobleme, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Verstopfung oder Durchfall und Blasenprobleme auftreten.

Auch die folgenden neun schweren Erkrankungen werden mit einem Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht:

  • Asthma – Studien haben ergeben, dass eine Vitamin-D-Konzentration von 1200 IE täglich die Häufigkeit und Schwere von Asthmaanfällen senkt.
  • Depression – Vitamin-D-Mangel wird mit Depression und anderen psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Es zeigt sich, dass die Gefahr, dass ein ungeborenes Kind im späteren Leben eine Geisteskrankheit entwickelt, bei einer Frau, die während der Schwangerschaft ausreichend mit Vitamin D versorgt wird, geringer ist.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Die Zeitschrift Molecular Nutrition & Food Research (2) berichtet, Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien bei Menschen mit Vitamin-D-Mangel wesentlich häufiger. Kinder mit schweren Herzproblemen hätten ebenfalls sehr gut auf eine Vitamin-D-Behandlung reagiert.
  • Hoher Blutdruck – Hoher Blutdruck wird mit einem Mangel an Kalzium, Magnesium, Kalium und Vitamin D in Verbindung gebracht.
  • Rheumatoide Arthritis – Die RA ist eine schwere Krankheit mit systemischer Entzündung, starken Schmerzen und Schädigung der Gelenke. Studien haben gezeigt, dass Vitamin D die Schmerzen und Steifheit bei RA lindern kann.
  • Multiple Sklerose – Untersuchungen ergeben, dass die geografische Lage bei der Entwicklung einer MS von Bedeutung ist: Je weiter man vom Äquator entfernt lebt – und je weniger Sonnenschein man abbekommt –, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Es ist ein Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen MS und Vitamin D.
  • Krebs – Verschiedene Krebsformen werden mit einem Vitamin-D-Defizit in Verbindung gebracht, beispielsweise Brustkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs. Der kausale Zusammenhang ist so deutlich, dass die Mayo-Klinik (3) verschiedene empfohlene Dosierungen auflistet, sowohl zur Krebsprävention als auch zur Behandlung von Prostatakrebs.
  • Zahnfleischerkrankungen – Die Entzündung des Zahnfleischs kann Schmerzen, Blutung und Zahnverlust hervorrufen. Vitamin D hilft bei der Bildung von Defensinen und Cathelicidinen, die die Menge der schädlichen Bakterien im Mund reduzieren können.
  • Diabetes – ein Artikel der Zeitschrift World’s Healthiest Foods (4) nennt schlechte Blutzuckerregulierung als Symptom eines Vitamin-D-Defizits. Diese kann das Diabetesrisiko erhöhen.

 3 wichtige gesundheitliche Vorteile von Vitamin D

1) Vitamin D schützt vor Krebs, da es die Bildung von krebsbekämpfenden Immunzellen fördert

Eine neue Studie, die in der Zeitschrift Gut [Darm] erschienen ist, bringt mehr Einzelheiten über die krebsverhütende Wirkung von Vitamin D ans Licht. Wie Wissenschaftler des Dana-Farber-Krebsinstituts in Boston entdeckten, unterstützt Vitamin D das Immunsystem, auch bei Prävention und Behandlung von Darm- und Prostatakrebs.

Bei Menschen, die nie Darmkrebs hatten, könne es helfen, ihn überhaupt zu verhindern, so die Studie. Und bei Darmkrebspatienten könne Vitamin D die Lebenserwartung erhöhen. Mit dieser Studie wurde erstmals ein direkter Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Immunantwort des Körpers auf Krebs identifiziert, sie liefert weitere Einsichten, wie Vitamin D dem Körper hilft, Krankheiten abzuwehren.

In ähnlicher Weise wie Vitamin D das Brustkrebsrisiko senkt, zeigte sich, dass das Prohormon auch im Fall von Darmkrebs wirkt. »Wir wissen seit einiger Zeit, dass Vitamin D bei Prävention anderer Krebsformen von Bedeutung ist«, zitiert Newsday den Internisten Dr. Robert Graham, der an der Studie nicht beteiligt war.

2) Vitamin D schützt vor Autoimmunkrankheiten

Eine neue Untersuchung der Universität Oxford benennt Vitamin-D-Mangel als Verursacher schwerwiegender Autoimmunkrankheiten. Der Studie zufolge, die kürzlich in der Fachzeitschrift Genome Research veröffentlich wurde, benötigen Genrezeptoren überall im Körper ausreichende Mengen an Vitamin D, um die genannten oder andere ernste Erkrankungen nicht ausbrechen zu lassen.

Die Forschergruppe der renommierten englischen Universität stellte im Einzelnen die Bedeutung von Vitamin D in den Bereichen des Erbgutes fest, die im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen und Krebs stehen, und hob hervor, Vitamin D sei unerlässlich, um die Entstehung dieser Erkrankungen zu verhindern. »Überlegungen, Vitamin D zusätzlich als vorbeugende Maßnahme gegen diese Erkrankungen zu geben, sind völlig berechtigt«, erklärte Sreeram Ramagopalan, einer der Verfasser der Studie.

3) Vitamin D verhindert Grippeinfektionen wirksamer als Impfstoffe

Die zusätzliche Einnahme von Vitamin D reduziert wirksamer das Risiko von Grippeinfektionen als Impfstoffe oder antivirale Medikamente, heißt es in einer Studie von Wissenschaftlern der medizinischen Fakultät der Jikei-Universität in Tokio, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde.

Die Forscher führten im Winter 2008/2009 eine randomisierte Doppelblindstudie an 354 Kindern im Alter zwischen sechs und fünfzehn Jahren durch. Die Hälfte der Kinder erhielt täglich eine Dosis von 1200 IE (30 µg) Vitamin D, der anderen Hälfte wurden Placebos verabreicht.

Nach einem Monat war die Infektionsrate in beiden Gruppen noch gleich hoch. Aber im zweiten Monat sank das Infektionsrisiko bei den Kindern, die Vitamin D erhielten, um die Hälfte im Vergleich zur Kontrollgruppe. Diese Verringerung der Infektionsrate ging mit einem Anstieg des Vitamin-D-Anteils im Blut einher.

Im Gegensatz dazu verringern antivirale Medikamente wie Oseltamivir und Zanamivir die Infektionsrate nur um acht Prozent. Selbst bei Impfstoffen liegt die Erfolgsrate deutlich niedriger als die 50 Prozent, die mit Vitamin D erreicht wurden.

Wenn bei der Analyse Kinder herausgenommen wurden, die ihre Vitamin-D-Zusatzgabe zu Hause erhalten hatten, verringerte die zusätzliche Gabe das Infektionsrisiko sogar um 67 Prozent.

Da Vitamin D ein lebenswichtiger Nährstoff ist, treten bei angemessener Dosierung auch keine Nebenwirkungen auf. Im Gegensatz dazu rufen Medikamente und Impfstoffe bei vielen Menschen oft negative Nebenwirkungen hervor.

Darüber hinaus kräftigen höhere Vitamin-D-Anteile Knochen und Zähne, führen zu einem gut ausbalancierten Immunsystem und senken allgemein das Risiko von Infektionen, Herzerkrankungen, Krebs und Autoimmunstörungen.

Der Körper baut Vitamin D natürlicherweise unter Einfluss von Sonnenlicht auf, aber da viele Menschen immer weniger Zeit draußen verbringen und aufgrund der Angst vor Hautkrebs immer mehr Sonnencreme eingesetzt wird, kommt es weit verbreitet zu Vitamin-D-Mangel.

Im Winter, wenn die Sonne schwächer und kürzer scheint, sinkt der Vitamin-D-Anteil im Blut in der Regel auf seinen niedrigsten Wert. Genau in dieser Zeit steigt die Zahl der Grippeinfektionen sprunghaft an. 

Daher ist es wichtig gerade in dieser Zeit Vitamin-D-Ergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Dr. Graham, der an Vitamin-D-Ergänzungsmittel und die Kraft des natürlichen Sonnenlichts glaubt, empfiehlt die Einnahme von 800 bis 1000 IE Vitamin D pro Tag.

Viele sind aber der Meinung, dass die derzeit vorgesehenen Einnahmeempfehlungen für Vitamin D viel zu niedrig sind, und in vielen Ländern wird darüber nachgedacht, die Richtlinien zu aktualisieren. Bei sommerlicher Sonneneinstrahlung kann der menschliche Organismus in der Haut innerhalb von nur 15 Minuten 20 000 IE (500 µg) Vitamin D aufbauen. Daher wird vor allem während der kälteren und sonnenärmeren Zeit empfohlen mindestens 5000 IE (125 µg) bis 10 000 IE (250 µg) zusätzlich zu sich zu nehmen.

Ein gesunder Vitamin-D-Spiegel im Blut liegt etwa zwischen 50 und 80 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml). Um den genauen Vitamin-D-Anteil zu ermitteln und vor allem um die optimale Dosierung für sich herauszufinden, empfehlen viele Experten der Naturheilkunde daher einen »25 OH Vitamin D«-Bluttest durchzuführen.

Vitamin D sollte immer zusammen mit Vitamin K2 eingenommen werden – Da es sonst zu gesundheitlichen Risiken kommen kann.

Eine wichtige Funktion von Vitamin D ist die Steuerung der Kalziumaufnahme und der Synthese einiger wichtiger Proteine. Sowohl zur Verwertung des Kalziums als auch zur Aktivierung der gebildeten Proteine jedoch, ist Vitamin D auf einen wichtigen Partner angewiesen: das Vitamin K2.

Dieses noch relativ unbekannte Vitamin sorgt dafür, dass das aufgenommene Kalzium korrekt abtransportiert und verwertet wird und aktiviert zudem wichtige Proteine, wie das Matrix-GLA-Protein (MGP) und das Peptid-Hormon Osteocalzin. 

Osteocalzin spielt eine wichtige Rolle in der Neubildung von Knochen und sorgt dafür, dass das aufgenommene Kalzium auch wirklich in die Knochen eingebaut wird. Matrix-GLA sorgt dafür, dass sich kein Kalzium in Organen oder Gefäßen anlagert, in dem es Kalzium bindet und abtransportiert.

Ohne Vitamin K2 bleiben diese Proteine inaktiv und das Kalzium lagert sich als nutzlose und schädliche Schlacke im Körper ab: Verkalkungen bilden sich und schädigen Gefäße, Organe und Gewebe. Die Folge sind Nierensteine, Arteriosklerose und zahlreiche schwerwiegende Krankheiten bis hin zum Herzinfarkt. Zudem hat das Kalzium dann nur sehr begrenzten Wert für die Knochengesundheit.

Empfehlungen zum Thema:

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Quellen:

newsday.com / vitamindcouncil.org / MayoClinic.org / timesonline.co.ukNaturalNews.com /MayoClinic.org /WHFoods.org

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